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Diese riesige sogenannte Kletterstruktur, die weitgehend aus Holz besteht, steht auf dem neuen Spielplatz an der Oberburg in Burg-Gräfenrode. Es sind noch Restarbeiten zu erledigen, aber bald dürfen die Kinder darauf herumklettern.

Burg-Gräfenrode

Riesiges Klettergerüst an der Burg

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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Viele Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersklassen entstehen derzeit an der Oberburg in Burg-Gräfenrode. Dort baut die Stadt einen großen Spielplatz. Auffällig: ein riesiges hölzernes Klettergerät.

E s ist später Nachmittag, die Sonne scheint, Vögel springen von Ast zu Ast, die Kirchturmuhr schlägt. Es ist kein Mensch zu sehen auf dem Gelände zwischen Burgstraße und Nieder-Wöllstädter Straße. Aber die dort stehenden Bagger deuten darauf hin, was hier zu normalen Dienstzeiten passiert: Auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Gelände ist ein neuer Spielplatz gebaut worden.

Eine der Schaukeln bewegt sich leicht - vom Wind angestoßen. Denn Kinder toben hier noch nicht herum. Kein Wunder, das Gelände ist noch Baustelle, Restarbeiten sind noch zu erledigen.

Eine Ecke für Kleinkinder

Doch anhand dessen, was jetzt schon fertig ist, kann man unschwer erkennen, dass sich Eltern und Kinder demnächst über einen neuen Treffpunkt freuen können. Um den alten Baumbestand rund um die Oberburg herum ist ein Spielplatz entstanden, wie es ihn zuvor in dem Karbener Stadtteil noch nicht gegeben hat. Schon von weitem ist das auffällige riesige Klettergerüst zu sehen. Fast futuristisch mutet das komplett aus Holz hergestellte Gerüst an. Aber auch zwei große Doppelschaukeln finden sich auf dem Gelände, dazu nagelneue Sitzbänke für die Eltern.

In einer Ecke ist ein Kleinkinderspielplatz eingerichtet worden, drei Schaukelentchen stehen auf dem Rasen verteilt. Auch eine klassische Schaukel ist zu sehen, auf einen Erdhügel gebaut, auf hölzernen Stufen geht es hinauf, auf einer metallenen Rutsche wieder nach unten. Gegenüber werden die größeren Kinder auf ihre Kosten kommen. Ein Bolzplatz soll später zum Kicken einladen. Noch fehlt der Rollrasen, der aber demnächst aufgetragen werden soll und dann einige Zeit zum Anwachsen braucht. Die größeren Kinder werden sich also noch etwas gedulden müssen. Ansonsten geht Bürgermeister Guido Rahn davon aus, dass der Spielplatz an der Oberburg noch in diesem Monat fertiggestellt wird. Das wäre passend zu den großen Ferien.

Ursprünglich für die neue Kita geplant

Dann hätten die Mädchen und Jungen einen deutlich größeren Platz als zuvor. Dass dieser Platz überhaupt entstanden ist, hat eine interessante Vorgeschichte. Ursprünglich hatte die Stadt Karben nämlich vor, auf dem Areal die neue Burg-Gräfenröder Kindertagesstätte zu bauen. Denn bekanntlich musste die alte Kita wegen Sicherheitsmängeln in der Elektrik ihren Betrieb in der Oberburg einstellen. Dann entstand sogleich die Idee, ein neues Gebäude quasi neben der Burg zu errichten. Doch die Architekten hielten den Aufwand für zu hoch, schließlich hätte die Kita in den Hang hineingebaut werden müssen.

Während einer Bürgerversammlung zur Verlegung der damaligen Kita sei von Dietmar Barth der Vorschlag gekommen, die Kita an einen neuen Standort am Ortsrand - in die Freihofstraße - zu verlagern und auf der dann noch verbleibenden Restfläche zwei Bauplätze auszuweisen. Vom Erlös eines Bauplatzes sollte der Spielplatz im Burggarten modernisiert werden - und genau dies ist jetzt erfolgt, erinnert sich der Bürgermeister. Gerüchten, der Spielplatz würde eine halbe Million Euro kosten, widerspricht Rahn heftig. Der Preis von 500 000 Euro sei vollkommen unrealistisch. Dies zeige bereits die Auflistung der Ausgaben für die Spielplätze in Okarben/Kloppenheim und Groß- Karben. »Zumal wir in Burg-Gräfenrode nicht viel Erde bewegen mussten und einen schönen Spielplatz um den bestehenden Baumbestand herum gestaltet haben.«

Die Stadtverwaltung rechnet nun mit Gesamtkosten von rund 185 000 Euro; die Schlussrechnung stehe noch aus, aber momentan sehe es so aus, als bleibe man im Kostenrahmen.

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