Hier in der Heldenberger Straße, kurz vor der Ortseinfahrt, soll nach dem Willen des Ortsbeirats Groß-Karben die Fahrbahn verengt werden, damit nicht so schnell in den alten Ortskern gefahren werden kann.
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Hier in der Heldenberger Straße, kurz vor der Ortseinfahrt, soll nach dem Willen des Ortsbeirats Groß-Karben die Fahrbahn verengt werden, damit nicht so schnell in den alten Ortskern gefahren werden kann.

Start im April

Ortsdurchfahrt Groß-Karben: Engstellen sollen Autos ausbremsen

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Ab April soll der nächste größere Abschnitt der Ortsdurchfahrt Groß-Karben angegangen werden. In diesem Bereich sollten die Gehwege breiter und die Fahrbahn schmaler werden. Doch jetzt kommt es anders.

S chon über zwei Jahre erstrahlt der Bereich zwischen Kreuzgassbrunnen und Lindenplatz in neuem Glanz. Die Gehwege sind abgesenkt und mit Natursteinen gepflastert, die Plätze am Eissalon und an der Linde neu gestaltet worden. Kanäle und Fahrbahn wurden ebenfalls erneuert.

Ortsdurchfahrt Groß-Karben: Vollsperrung in mehreren Abschnitten

Nachdem es wegen der Sanierung der beiden Ortsdurchfahrten in Klein-Karben und Rendel sowie galoppierender Baupreise zunächst eine Pause gegeben hat, wird in Groß-Karben jetzt in kleineren Abschnitten weitergearbeitet. Aktuell wird der Gehweg zwischen der Kreuzung Weingartenstraße/ Christinenstraße und der Straße Am Park gemacht. Während der Arbeiten zu diesem Abschnitt ist nur ein kurzes Stück der Bahnhofstraße gesperrt. Ab April aber kommt es wieder zur Vollsperrung wie beim allerersten Abschnitt. »Wir wollen die Sperrungen aber eher in Abschnitten vornehmen, damit nicht die gesamte Durchfahrt dichtgemacht werden muss«, kündigte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) im Rahmen der jüngsten Ortsbeiratssitzung an. Wie genau das passieren soll, daran arbeite man im Rathaus noch. Vorgesehen ist die Sperrung in zwei Abschnitten, stellenweise aber auch so, dass Anlieger - »und nur die Anlieger« - auf ihre Grundstücke kommen. Noch im März werde es dazu eine Anliegerversammlung geben. Über den genauen Termin würden die Anlieger noch per Wurfsendung informiert. Für die Gewerbetreibenden in Groß-Karben werde man zudem eine eigene Veranstaltung machen, denn man wolle gemeinsam besprechen, auf welchen Wegen man welche Gewerbetreibenden während der mehrmonatigen Bauzeit erreichen könne.

Das Stadtoberhaupt hatte zu der Sitzung am Dienstagabend auch einen Plan mitgebracht, auf dem dargestellt ist, wie der Abschnitt umgebaut werden soll. Darin vorgesehen ist, dass die Bushaltestelle am Friedhof erhalten bleibt. Vor den Häusern 6 bis 10 sollte eigentlich der Gehweg verbreitert werden, die Fahrbahn dagegen auf vier Meter Breite reduziert werden. »Dann hätte immer der Verkehr auf einer Seite warten müssen, bis der Gegenverkehr durch ist.« Denn Gegenverkehr sei bei vier Metern Fahrbahnbreite nicht mehr möglich. »Aber das haben wir schon in Klein-Karben erfolglos probiert«, sagte Rahn. Deswegen strebe man an, im Ortskern von Groß-Karben keine Engstelle mehr zu bauen.

»Wir überlegen nun, ob wir die Engstelle nicht nach außen verlegen«, sagte Rahn. Er machte damit einen Vorschlag, der von den Ortsbeiräten begeistert aufgegriffen wurde. »Wir kritisieren ja schon lange, dass viel zu schnell in den Ort hineingefahren wird«, sprach SPD-Beirat Hans-Jürgen Kuhl den anderen aus dem Herzen. Rasch war man sich einig, dass die Fahrbahn eher an der Ortseinfahrt nach Groß-Karben hinein verengt werden solle.

Ortsdurchfahrt Groß-Karben: Gehweg wird auf einer Seite breiter

Und der Bürgermeister nahm auch den Vorschlag mit ins Rathaus, dass eine solche Engstelle auch auf der Heldenberger Straße entstehen solle. Zudem wurde vorgeschlagen, ähnlich wie in Klein-Karben, den Gehweg auf einer Seite etwas breiter zu machen, sozusagen einen asymmetrischen Gehweg zu bauen. Auch das nahm Rahn mit. Ansonsten sind die Details der Arbeiten für den zweiten Abschnitt mitgeteilt worden. Wie berichtet, wird der Bereich zwischen Parkstraße und Weingartenstraße mit den Einmündungen zu Löwengasse, Haingraben und Am Park komplett saniert. Das bedeutet zunächst: Stilllegung des alten Kanals, der verfüllt werden soll. Der schadhafte und marode Kanal, wird durch einen neuen in der Mitte der Fahrbahn ersetzt. Danach werden die Gehwege erneuert und in Höhe des Friedhofes zwei barrierefreie Haltestellen errichtet.

Zur Sanierung der Ortsdurchfahrt konnte Rahn außerdem mitteilen, dass die Ausschreibung abgeschlossen und die Aufträge vergeben worden seien. Der Abschnitt, der ab April angegangen wird, soll eine runde Million Euro kosten.

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