Schon unter der Woche begegnen sich auf dem neuen Niddaradweg im Karbener Stadtzentrum Radfahrer und Fußgänger. Am Wochenende ist hier viel mehr los, und es kommt zu teils gefährlichen Begegnungen. Die Stadt soll nun prüfen, wie die Radfahrer ausgebremst werden können. FOTOS: HOLGER PEGELOW
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Schon unter der Woche begegnen sich auf dem neuen Niddaradweg im Karbener Stadtzentrum Radfahrer und Fußgänger. Am Wochenende ist hier viel mehr los, und es kommt zu teils gefährlichen Begegnungen. Die Stadt soll nun prüfen, wie die Radfahrer ausgebremst werden können. FOTOS: HOLGER PEGELOW

In der Innenstadt

Niddaradweg: Parlament will Radfahrer ausbremsen

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Die SPD moniert zunehmende Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern auf dem neu gebauten Niddaradweg in der Karbener Innenstadt. Im Parlament wurde nun überlegt, ob und wie Radfahrer ausgebremst werden können.

Gemeinsam mit Rücksicht" steht auf den Hinweisschildern, die der Zweckverband Regionalpark Rhein-Main Niddaroute an dem gemeinsamen Fuß- und Radweg an der renaturierten Nidda im Karbener Stadtzentrum angebracht hat. Das bedeutet: Man weiß, dass der Weg von vielen Fußgängern und Radfahrern gleichzeitig genutzt wird. Das hat sich in den vergangenen Wochen deutlich gezeigt. Häufiger kam es zu gefährlichen Begegnungen - vor allem an Wochenenden -, weil die Radfahrer den drei Meter breiten, gut ausgebauten Weg mit teilweise hohem Tempo befahren. Für manche Fußgänger, insbesondere aus dem nahen ASB-Altenzentrum und weitere Senioren, ist genau das ein Problem. Die SPD-Stadtverordnete Christel Zobeley hat selber schlechte Erfahrungen gemacht. Als die Seniorin am vergangenen Samstag mit ihrem Hund dort spazieren ging, "hat mich ein Radfahrer fast überfahren". Der Spaziergang "auf diesem schönen Weg hat keinen Spaß gemacht", erzählt sie. Es komme immer wieder zu stressigen Situationen, "Ältere laufen dort gar nicht mehr gerne". Sie selbst sei dann "einen anderen Weg zurückgegangen".

Zobeley hat das schon seit Längerem beobachtete Problem in ihrer Fraktion vorgetragen und die hat einen Antrag formuliert. Die Stadt solle prüfen, welche Maßnahmen zur Verbesserung der gemeinsamen Nutzung unterschiedlicher Gruppen - insbesondere Fahrradfahrer und Senioren, Fußgänger, Erziehende mit Kinderwagen und Mobilitätseingeschränkte - ergriffen werden könnten. Die Opposition sieht den rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Brücke am Schloss Groß-Karben und der KSV-Sportanlage bei Klein-Karben als kritisch an. Es gelte, "die Geschwindigkeit der Radfahrer zu reduzieren".

Piktogramme und Schilder

Im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur sagte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) dazu, im Rathaus habe man einen Radwege-Experten. Der habe zu dem Thema geschrieben, der Zweckverband habe an besagtem Abschnitt bereits einige Piktogramme aufgebracht, es stünden Hinweisschilder am Rand. "Was können wir noch machen?", fragte Rahn. Offenbar fehle es vielen Nutzern an Rücksichtnahme. "Im Endeffekt wäre die einzige Lösung, einen getrennten Fuß- und Radweg zu bauen."

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Görlich ergänzte, es würde doch reichen, "für die Radfahrer nur die Geschwindigkeit herauszunehmen". Wie das gelingen könne, müsse die Stadt gemeinsam mit dem Zweckverband prüfen. Große Wege müssen da nicht zurückgelegt werden, denn der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Ekkehart Böing, arbeitet im Bau- und Stadtplanungs-Fachdienst der Stadt.

Appell an Radfahrer und Fußgänger

Der Zweckverband Regionalpark Rhein-Main Niddaroute hat auf seiner Homepage den Appell stehen: "Nehmt Rücksicht aufeinander!" Der Regionalpark Niddaroute sei ein Weg für alle. Trecker, Jogger, Fahrradfahrer, Fußgänger, Skater, Familien, Kleinkinder - Langsame und Schnelle - können ihn nutzen. "Da kommt man sich schnell in die Quere - daher ist Rücksichtnahme angesagt", heißt es auf der Homepage. Im einzelnen appelliert der Zweckverband: "Radfahrer, fahrt langsam, wenn viele Menschen auf dem Weg sind! Fußgänger, leint bitte Eure Hunde an! Macht Platz - nicht die Anderen behindern! Radfahrer und Landwirte: Macht Euch

gegenseitig Platz und nehmt Rücksicht aufeinander. Dann klappt das Miteinander ohne Ärger - sollte selbstverständlich sein!"

Der Zweckverband Regionalpark Rhein-Main Niddaroute hat auf seiner Homepage den Appell stehen: "Nehmt Rücksicht auf-einander!" Der Regionalpark Niddaroute sei ein Weg für alle. Trecker, Jogger, Fahrradfahrer, Fußgänger, Skater, Familien, Kleinkinder - Langsame und Schnelle - können ihn nutzen. "Da kommt man sich schnell in die Quere - daher ist Rücksichtnahme angesagt", heißt es auf der Homepage. Im einzelnen appelliert der Zweckverband: "Radfahrer, fahrt langsam, wenn viele Menschen auf dem Weg sind! Fußgänger, leint bitte Eure Hunde an! Macht Platz - nicht die Anderen behindern! Radfahrer und Landwirte: Macht Euch gegenseitig Platz und nehmt Rücksicht aufeinander. Dann klappt das Miteinander ohne Ärger - sollte selbstverständlich sein!" pe

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