KSV-Vorsitzender Jörg Wulf erklärt die Pläne von Verein und Stadt, den Bereich am Vereinsheim neu zu gestalten. Gegenüber ist bereits ein neuer Bouleplatz angelegt worden, auf dem Freizeitsportler bald ihre Kugeln werfen können. FOTOS: HOLGER PEGELOW

INFO

Neuer Freizeitbereich am KSV-Heim

Im Zusammenhang mit der Renaturierung der Nidda sind der Karbener Sportverein und die Stadt am Sportgelände gemeinsam aktiv geworden. Ein Teil ist bereits fertiggestellt, in den nächsten Wochen wird sich dort aber noch viel mehr tun.

Wer zurzeit in Richtung Sportheim des KSV Klein-Karben läuft, stößt kurz vor dem Aufgang zur Terrasse auf einen Bauzaun. Fällt der Blick dann nach links, sind die in den vergangenen Monaten getätigten Renaturierungsarbeiten deutlich zu erkennen. Das Ufer ist terrassenförmig angelegt worden, der Fluss schlängelt sich idyllisch durch die Landschaft. Aber auch am Günter-Reutzel-Weg sieht es nicht mehr so aus wie die vielen Jahre zuvor. Dort, wo einst zwei Tennisplätze waren, ist jetzt etwas entstanden, das noch nicht ganz fertig ist, aber durchaus zu einem Anlaufpunkt für Freizeitaktivitäten werden könnte.

Mit Zäunen die Hunde fernhalten

Eine Garten- und Landschaftsbaufirma hat einen Bouleplatz angelegt. »Der alte Platz an der Nidda hinter dem Bürgerzentrum war der Renaturierung zum Opfer gefallen«, sagt Erster KSV-Vorsitzender Jörg Wulf. Da er zu der Arbeitsgruppe der Nidda-Erlebnispunkte gehört habe, habe er den Vorschlag gemacht, den Bouleplatz doch in Höhe der KSV-Anlage zu errichten. Und so ist es geschehen. Ein paar Restarbeiten sind noch zu machen, wie etwa das Aufschütten einer Sandschicht, aber zwei steinerne Sitzgelegenheiten sind schon montiert.

Das terrassenförmige angelegte Ufer soll laut Wulf noch begrünt werden. Es sei genug Fläche vorhanden für das Aufstellen von Sitzbänken. Da man beim KSV über einen Platzwart verfüge, werde er immer ein Auge auf das künftige neue Freizeitgelände haben, kündigt der Vorsitzende an.

Doch wenn dieser Boule- und Freizeitbereich fertiggebaut wird, ist man noch nicht am Ende. So soll in Richtung der Tennisplätze ein Zaun gesetzt werden. Und auch am Vereinshaus werde ein Zaun gezogen, kündigt Wulf an. Während der erste Zaun dazu dienen soll, Hundebesitzer davon abzuhalten, ihre lieben Vierbeiner auf die kleine Wiese hinmachen zu lassen, dient der zweite Zaun etwas anderem. Der wird nämlich hinter der Gaststätte des Vereinsheims verlaufen. Hintergrund hier: Der Verein möchte zusammen mit der Stadt den Müllplatz für die Container einhausen. »Dort sieht es nicht so schön aus und das wollen wir ändern. Denn der Zuspruch zur Gaststätte ist enorm«, sagt Wulf.

»Wir arbeiten bei der Neugestaltung des gesamten Bereiches sehr gut mit dem Bürgermeister zusammen«, betont der Vorsitzende des Karbener Sportvereins. So habe Guido Rahn vorgeschlagen, den neuen Gehweg, der jetzt bis zur Niddabrücke verlaufe, um die Ecke zu führen und bis zum Vereinsheim zu verlängern.

Investitionskosten von 30 000 Euro

Doch damit nicht genug. Die Stadt möchte neben dem jetzigen Aufgang zum Vereinshaus einen Abstellplatz für 30 bis 40 Fahrräder errichten. »Und wir als Verein wollen den Zugang zum Vereinsheim offener und großzügiger gestalten«, kündigt Wulf an. Die Investitionssumme für all das schätzt man auf rund 30 000 Euro. Die Stadt gebe mit circa 14 000 Euro knapp die Hälfte dazu. Durchgeführt werden sollen die Arbeiten in den kommenden Wochen. »Wir hoffen, dass bis Mitte Mai alles fertig sein wird.« Als Wulf das sagt, schiebt er noch einen Wunsch des Vereins hinterher: Vielleicht könnte man neben dem Fahrradabstellplatz und zum Aufgang ein Rondell errichten.

Die Idee der sogenannten Erlebnispunkte ist nicht neu, denn sie kam mit der Renaturierung des Flusses auf, beispielsweise in Bad Vilbel. Denn als damals die Nidda zu einem Kanal begradigt worden war, hatte man nur den Gedanken, die Nidda weitgehend als Vorfluter für die Kläranlagen zu sehen. Dann wurden die ersten Erlebnispunkte in Bad Vilbel gebaut. Der Name kommt daher, dass die Nidda wieder erlebbar werden sollte. Für Karben nahm die Diskussion vor zehn Jahren ihren Anfang. So sollte es unweit des Flusses Möglichkeiten zum Verweilen, aber auch Bewegungsangebote geben. Vorgesehen waren etwa ein Mehrgenerationen-Bewegungsparcours, ein weiterer Liegebereich, auch an einen Steg für Paddelboote war zuerst gedacht. Ein Erlebnispunkt soll in Okarben entstehen. Finanziert wird das Gesamtprojekt zu zwei Dritteln von der Regionalpark Rhein-Main GmbH und zu einem Drittel von der Stadt. So sind in etwa die Niddaterrassen hinter dem Bürgerzentrum entstanden. Ein weiterer ist in Höhe der KSV-Sportanlagen im Bau. pe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare