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Noch ist der neue Petterweiler Bolzplatz gesperrt, die Tore liegen herum. Der Rasen muss erst anwachsen.

Bolzplatz in Petterweil

Neuer Bolzplatz: Bald kicken die Freunde auf Naturrasen

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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In Petterweil ist ein neuer Bolzplatz angelegt worden. Nur noch wenige Tage, dann dürfen die drei Jungen, die eine Petition für den Platz an die Stadt gestartet hatten, darauf kicken.

Karben (pe). Lange müssen sie nicht mehr durchhalten, die drei Jungen Mika Ergül, Soufiane Tere und Nils Emmerich. Vor einigen Monaten hatten sie eine Petition an Bürgermeister Guido Rahn (CDU) verfasst und für die Ertüchtigung des Petterweiler Bolzplatzes fast 100 Unterschriften gesammelt. Demnächst können sie zusammen mit ihren Freunden auf einem völlig neuen Platz kicken.

Petition vor Ort an Rahn überreicht

Eigentlich hatten sie sich in der Petition lediglich darüber beklagt, dass der Platz nach Regenfällen nicht mehr bespielbar sei. Bei trockenem Wetter sehe das Spielfeld zwar halbwegs bespielbar aus, von Rasen sei allerdings auch dann nicht viel zu sehen. Zumal die Petterweiler Kicker keine Schön-Wetter-Sportler seien, spielten sie doch auch dann auf der Wiese, wenn es zuvor tagelang geregnet hatte. Der einstige Rasenplatz war so kaputt, dass dort, wo früher mal ein Torraum war, bei Regen lediglich noch eine matschige Pfütze war. Die drei sind nicht nur losgezogen, um die Unterschriften zu sammeln, sondern sie haben sie auf dem Platz direkt auch an den Bürgermeister übergeben. Mit dabei waren auch Erster Stadtrat Friedrich Schwaab sowie der Karbener Tiefbau- und Fußball-Experte Michael Soborka.

Unterbau mit Granulat

Der Fachmann befand, dass es mit kleinen Arbeiten dort nicht mehr getan sein würde. Deshalb prüfte er verschiedene Möglichkeiten für den rund 450 Quadratmeter großen Platz. Danach wurde entschieden: Es gibt einen völlig neuen Bolzplatz. Der ist nun fast fertiggestellt. Die beauftragte Rosbacher Gartenbaufirma Schmidt stellte den Platz am Robert-Blum-Denkmal kürzlich neu her. Geschäftsführer und Inhaber Faik Iseni sagte, man habe einen richtigen Unterbau mit Granulat gemacht. Zehn Zentimeter dick sei das Lavagestein, das nicht nur den Rasen feucht halten soll, sondern auch noch eine Überschwemmung des Platzes verhindern soll. Soborka ergänzte, man habe dem Platz noch eine zweiprozentige Neigung verpasst, damit bei Starkregen das Wasser abfließen könne.

Innerhalb von einer Woche hat die Firma Schmidt den Platz hergerichtet; Schließlich musste noch der Rollrasen darauf verlegt werden. »Den werden wir zwei Wochen lang regelmäßig wässern, bis er angewachsen ist«, sagt Iseni.

Dann, meinte Rahn, »können wir den Platz für die jungen Kicker wieder freigeben«. Also, ein paar Tage müssen sich die drei Fußballer noch gedulden, dann können sie dort wieder gegen den Ball treten.

In diesen Tagen hat die Jugend in Groß-Karben Grund zur Freude. Denn der Bolzplatz am Kalkofen wird für den Spielbetrieb freigegeben. Der neu errichtete Platz war noch eingezäunt, bis der Rollrasen angewachsen war. In Groß-Karben hat die Stadt rund 30 000 Euro für den 860 Quadratmeter großen Rasenplatz ausgegeben, in Petterweil werden es 20 000 Euro. pe

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