1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Karben

Neue Gräser am Karbener Bahnhof

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sie bereiten die Beete vor (v. l.): Eric Rau, Gernot Frank und Fred Wölfl.
Sie bereiten die Beete vor (v. l.): Eric Rau, Gernot Frank und Fred Wölfl. © Holger Pegelow

Karben (pe). Zuerst sind die Ortseinfahrten umgestaltet worden, entlang der Hauptstraßen grünt und blüht es. Jetzt ist die Fläche vor dem Bahnhof dran: Zurzeit werden alle Beete und Freiflächen neu gestaltet. 1900 Pflanzen sollen den vielen Tausend Pendlern täglich Freude machen – und dies das ganze Jahr über.

Die Landschaftsplanerin Cynthia Nebel aus Burg-Gräfenrode hat von Bürgermeister Guido Rahn den Auftrag erhalten. Sie sollte ein Konzept entwerfen, wie das in die Jahre gekommene Gestrüpp am Bahnhof durch neue Bepflanzung ersetzt werden kann. Zwei Vorgaben waren, dass die Pflanzen das ganze Jahr über einen schönen Anblick bieten und außerdem pflegeleicht sein sollten. Ein solcher Auftrag war Nebel nicht fremd, denn bereits im Stadtzentrum im Bereich Rathausplatz und St.-Egreve-Straße hatte sie ein solches Konzept entworfen.

Im Dezember machte sie sich an die Arbeit, seit Mitte vergangener Woche läuft die Umsetzung. Im nördlichen Teil des großen Park+Ride-Platzes kann man die Ergebnisse schon sehen. »Natürlich sieht das im Moment noch nicht so bunt und blühend aus, aber das wird«, weiß die Garten- und Landschaftsgestalterin. Woran das liegt, sagt sie auch: An dem vielen grauen Kies. Der wird zwischen den Anpflanzungen verteilt und sollen das Unkrautwachstum verhindern. »Wenn die Pflanzen erst mal ihre richtige Größe erreicht haben, wird man die Steine kaum noch sehen«, ist sich Nebel sicher.

Weil das Wachstum von Unkraut verhindert wird, gibt es auch einen geringeren Pflegeaufwand für das städtische Personal. Das muss dafür aber jetzt kräftig ran. Drei Mitarbeiter des Bauhofes – Eric Rau, Gernot Frank und Fred Wölfl – sind gerade damit beschäftigt, das alte Gestrüpp herauszureißen und die Pflanzflächen vorzubereiten. »Das Gestrüpp ist in die Jahre gekommen. Das war bis zu 80 Zentimeter hoch, da sind auch Angsträume entstanden, weil die Wege nicht überall einsehbar waren«, sagt Nebel. Dieses Gestrüpp wird komplett entfernt und dann tragen die Arbeiter ein Pflanzsubstrat auf, das Feuchtigkeit hält. Denn auch die Gießintervalle sollen weniger werden. Deshalb hat sie sowohl das Substrat als auch Trockenheit liebende Pflanzen gewählt.

Fetthennen und Wiesensalbei

Farblich werden weiß und gelb dominieren, dazwischen gibt es immergrüne Gewächse, wie etwa das Johanniskraut. Im Sommer sollen Fetthennen und Wiesensalbei blühen, im Winter sollen Gräser wie das Calamagrostis die Augen der Bahnreisenden erfreuen.

Neben den Farben spielt die Anordnung der Pflanzen eine Rolle. Nebels Konzept sieht vor, dass an den Stirnbeeten die Gräser so gesetzt werden, dass jeweils drei Segmente entstehen. In den drei Zonen, die in etwa wie Tortenstücke aussehen, werden dann die blühenden Pflanzen »in lockerer Weise gesetzt«. Ein anderes Muster hat sich die Architektin für die Streifen zwischen den Parkplätzen einfallen lassen. Dort werden die Gräser gruppenweise aufgebracht und an den Rändern beispielsweise Storchenschnabel oder Lerchensporn gesetzt, abwechselnd mit Fetthennen und Wiesensalbei.

Insgesamt 1900 neue Pflanzen will die Stadt am großen P+R-Platz setzen. »Die Böschung zu den Bahngleisen kommt im Herbst dran«, informiert Nebel.

Auch interessant

Kommentare