Sperrmüll einfach in die Landschaft entsorgt, wie hier am alten Sportplatz in Okarben. Das will die CDU künftig verhindern. 	FOTO: PEGELOW
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Sperrmüll einfach in die Landschaft entsorgt, wie hier am alten Sportplatz in Okarben. Das will die CDU künftig verhindern. FOTO: PEGELOW

Neue Gebühr für Kleinstmengen?

  • Holger Pegelow
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Karben (pe). Die CDU-Mehrheitsfraktion will zur nächsten Sitzungsrunde der Stadtverordneten einen Prüfantrag einbringen, eine Mischposition für Kleinstmengen beim Recyclinghof einzuführen.

Der Magistrat soll prüfen, ob die Satzung für den Recyclinghof um eine weitere Position erweitert werden kann. »Mit der Reduzierung der Kleinstmengen in der vorherigen Sitzung wurden bereits die richtigen Schritte unternommen, um die Attraktivität des Bauhofes weiter zu erhöhen«, sagt Fraktionsvorsitzender Mario Beck.

In ihrer Sitzungsrunde im Februar hatten die Stadtverordneten die Einführung von Kleinmengenpauschalen bis zu 20 Kilo beschlossen. Deshalb werden geringe Gebühren für Altholz, Bauschutt, Grünschnitt und Sperrmüll fällig. Allerdings würden die Änderungen nicht den Effekt abfangen, dass, wenn jemand zum Beispiel einen defekten Bürostuhl, drei Holzlatten und etwas Grünschnitt zum Recyclinghof bringe. »Hierfür müsste dann sowohl die Mindestgebühr für Sperrmüll mit drei Euro, als auch für Altholz mit 1,65 Euro und Grünabfälle für einen Euro gezahlt werden, sodass man in Summe auf 5,65 Euro käme«, rechnet Beck vor. Aufgrund dessen will die CDU den Magistrat bitten zu prüfen, ob eine sogenannte »Mischposition« als weitere »Kleinstmengenpauschale« eingeführt werden könne. Unter diese Position sollen dann bis zu einem Gesamtgewicht von maximal 20 Kilo verschiedene Abfallsorten entsorgt werden können. Einerseits würde dies zu Mindereinnahmen führen, da nur eine Position statt mehrerer abgerechnet werden könnte. Andererseits würde dies den Anreiz erhöhen, den Abfall zum Recyclinghof zu bringen und nicht in der Natur zu entsorgen, was Kosten einsparen würde. Von daher wäre der Vorschlag, dass man die Gebühr für die teuerste Müllart, also Sperrmüll, mit einem Maximalbetrag von drei Euro ansetzt. »Somit vermeidet man, dass bewusst teurere mit günstigeren Abfallarten zusammen entsorgt werden«, heißt es in dem Antrag.

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