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Diskussion mit den Anwohnern der Pestalozzistraße: Verzicht auf einen Bürgersteig oder Spielstraße? Tiefbauamtsmitarbeiter Michael Sobotka (Mitte) erklärt die beiden Modelle.

Neue Fahrtrichtung in der Pestalozzistraße

Karben (jwn). Dass die Verkehrssituation in der doch recht kleinen und überaus schmalen Pestalozzistraße nicht zum Besten steht, darin waren sich der Ortsbeirat, die zahlreich zum Ortstermin des Ortsbeirats Groß-Karben erschienenen Anwohner sowie der ebenfalls anwesende Bürgermeister Guido Rahn (CDU) mit seinem Mitarbeiter aus der Verwaltung, Michael Soborka, schnell einig.

Zudem lieferten vorbeifahrende Pkw immer wieder den Beweis, dass Änderungen dringend erforderlich seien, denn fast alle fuhren wegen der Enge der Straße mit zwei Rädern über den Bürgersteig. Dies beschädigt nicht nur die Bürgersteige, sondern ist vor allem gefährlich für die Fußgänger. Und da an der Straße sowohl eine Grundschule, als auch ein Kindergarten liegen, laufen auf ihr sehr viele Kinder. »Ich habe mindestens 40 Briefe und E-Mails an Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, an den bisherigen Ortsvorsteher und an die Verwaltung geschrieben. Es muss doch nicht erst etwas geschehen, bevor endlich eingegriffen wird«, erregt sich sein Anwohner.

Der Bürgermeister ist nicht unvorbereitet gekommen. Deshalb lässt er seinen Mitarbeiter Soborka zwei Pläne hochhalten. Die eine Variante besagt, dass der sowieso recht schmale Bürgersteig auf der Westseite aufgegeben, dafür der gegenüberliegende Gehweg auf 1,30 Meter verbreitert wird. Durch diese Maßnahme wird die Fahrbahn breiter, so dass sowohl Pkw, als auch Lieferfahrzeuge problemlos an den parkenden Fahrzeugen vorbeifahren können, ohne dabei über den Bürgersteig fahren zu müssen. Weil die parkenden Fahrzeuge dadurch näher an die Grundstücksgrenzen mit ihren Hecken und Mauern rücken und dadurch das Aus- und Einsteigen zum Problem werden kann, soll die Fahrtrichtung gedreht werden. Die Einfahrt in die Pestalozzistraße erfolgt dann nicht mehr über Weingartenstraße, sondern über die Heldenberger Straße.

2022 Umbau zu einer Spielstraße

Die zweite Variante ist die Umgestaltung in eine Spielstraße mit reduzierter Geschwindigkeit und Vorrang der Fußgänger. Es gäbe dann auch keine getrennten Bürgersteige mehr, sondern die Straße würde niveaugleich von einer Seite bis zur anderen rot gepflastert, die Parkflächen gesondert markiert. Dieser zweite Vorschlag gefällt den Anwohnern deutlich besser und deshalb schlagen sie auch sogleich eine Verbesserung vor. »Diese Variante mit umgekehrter Fahrtrichtung ergibt eine für alle Seiten gangbare Lösung«, so die Anwohner übereinstimmend.

Damit die Umgestaltung nicht auf die lange Bank geschoben wird, ringen sie dem Bürgermeister gleich noch einen Starttermin ab. »Also die Umdrehung der Fahrtrichtung kann unverzüglich erfolgen, und der Umbau der Straße in der Ferienzeit 2022«, verspricht Rahn. Und die Bauzeit werde voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern, schiebt Soborka nach.

Der kleine Trupp macht sich sodann noch auf den Weg zu der kleiner Parallelstraße, die zum Friedhof führt. Vor dieser Straße geht auch ein Zugang zum Spielplatz ab, der nur schwer einsehbar ist. Hier wird nach kurzer Diskussion, ob Eingangstor oder Bodenschweller, beschlossen, ein großes Piktogramm auf der Straße aufbringen zu lassen, das auf den Gefahrenpunkt hinweist.

Auf der anschließenden Sitzung des Ortsbeirates teilt Ortsvorsteher Martin Menn (SPD) mit, dass der Ortsbeirat sich bei einer Ortsbegehung über die beiden Varianten informiert habe, die die barrierefreie Zuwegung des Neubaugebietes »Kalkofen« vom Lindenplatz aus neu gestalten soll. Das wäre zum einen ein geschlängelter Weg und zu anderen eine langgezogene Rampe entlang des Hangs. Der Ortsbeirat hat sich für die Variante »geschlängelter Weg« ausgesprochen, da die Rampe wegen ihrer Schräge zu gefährlich sei.

Seine Zustimmung versagt hat der Ortsbeirat hingegen dem Vorschlag, am Rande des Wohngebietes eine Parkzone mit zweistündiger Parkdauer einzurichten, Das sei für die Sportler und Zuschauer des Sportstadions einfach zu kurz.

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