Ein Teil der neuen Auszubildenden mit Bürgermeister Guido Rahn (o. l.) und Verwaltungsleiter Hansjürgen Schenk (o. r.). Einige hatten an diesem Tag Berufsschule. 	 FOTOS: JÜRGEN SCHENK
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Ein Teil der neuen Auszubildenden mit Bürgermeister Guido Rahn (o. l.) und Verwaltungsleiter Hansjürgen Schenk (o. r.). Einige hatten an diesem Tag Berufsschule. FOTOS: JÜRGEN SCHENK

Ausbildung bei der Stadt

Neue Azubis der Stadt Karben hoffen auf gute Übernahmechancen

  • vonJürgen Schenk
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Auch in schwierigen Zeiten müssen junge Leute die Weichen für ihre Zukunft stellen. So auch in Karben, wo für eine Reihe von jungen Leuten nun die Ausbildung bei der Stadt beginnt.

Ihre »Neuzugänge« stellte die Stadt Karben am Donnerstag im Saal des Bürgerzentrums vor. 25 Auszubildende, Absolventen einen Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ), Praktikantinnen und Praktikanten verteilen sich in diesem Jahr auf die Berufsfelder. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig im sozialen Bereich. In den Kindertagesstätten haben allein sieben Auszubildende und sechs Praktikanten einen Platz gefunden. Dazu kommen noch sechs Jugendliche, die ein FSJ dort absolvieren. Und es handelt sich nicht nur um Interessentinnen. »Die Kindergärten werden jetzt immer männlicher«, stellte auch Bürgermeister Guido Rahn fest. In keinem anderen Bereich werde Personal dringender benötigt als in den Kitas.

In der Stadtbücherei, im Hallenfreizeitbad und beim Jugendkulturzentrum (JuKuZ) gibt es ebenfalls neue Gesichter. Die Chancen stehen für alle gut, nach dem Ausbildungsabschluss übernommen zu werden. Dafür bilde die Stadt aus, erklärte Rahn. Man wolle die Leute später nicht auf die Straße setzen. »Wir freuen uns, dass wir so viele Stellen und in allen Bereichen gute Ausbildungsmöglichkeiten anbieten können«, fügte Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk hinzu. Derzeit seien bei der Stadt Karben rund 350 Menschen beschäftigt.

Fragen an den Bürgermeister

Die Neulinge machten bei ihrer Vorstellung einen zufriedenen Eindruck. Rückmeldungen an den Bürgermeister konnten oder wollten die meisten jedoch nicht geben. Umso mehr wurden sie für die Zukunft dazu ermuntert.

Angesprochen wurde allerdings die Corona-Situation im Zusammenhang mit den Karbener Kitas. Im Vergleich zu anderen Städten wie Bad Nauheim oder Bad Vilbel seien die Maßnahmen völlig unterschiedlich, merkte eine Auszubildende an. Rahn stimmte ihr zu. »Wir haben versucht, sehr vorsichtig zu sein. Am Anfang der Pandemie hatten wir die höchsten Infektionszahlen im Wetteraukreis. Deswegen mussten Musik- und Sportangebote heruntergefahren werden. Aber jede Kommune regelt das anders«, sagte er.

Auffallend ist, dass nur fünf Nachwuchskräfte direkt nach dem regulären Schulabschluss zur Stadt gekommen sind. Alle anderen haben zuvor eine weiterführende Berufsschule besucht oder konnten bereits praktische Erfahrungen woanders sammeln.

Cheyenne Strott will Verwaltungsfachangestellte werden

Cheyenne Strott kam von der Berufsfachschule am Gradierwerk in Bad Nauheim ins Karbener Rathaus. In der Stadtverwaltung möchte sie den Beruf der Verwaltungsfachangestellten erlernen. Damit ist sie die Erste seit längerer Zeit, der sich diese Gelegenheit bietet. Im Einstellungstest und beim folgenden Vorstellungsgespräch hatte sie sich gegen 30 Mitbewerber durchgesetzt. Am 1. September begann ihr neuer Lebensabschnitt. »Ich wollte schon immer ins Büro«, erzählt die 18-Jährige aus Burg-Gräfenrode. Bei der Stadt habe ich den idealen Platz gefunden. Derzeit bin ich am Empfang eingesetzt, das macht mir sehr viel Spaß. Da kann ich ganz viele Leute kennenlernen.«

Während ihrer Ausbildungszeit wird die junge Frau alle Fachbereiche durchlaufen. Drei Jahre dauert die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Zwei Jahre Berufsfachschule und ein Jahr Verwaltungsseminar in Frankfurt am Main gehören zum theoretischen Teil. Wie in vielen anderen Berufen findet nach eineinhalb Jahren eine Zwischenprüfung statt. Ein Jahr danach folgt dann die Abschlussprüfung.

Schon jetzt leibäugelt Strott mit einer Übernahme nach der Ausbildung. Durch ihre freundliche und aufgeweckte Art scheint sie gut angekommen zu sein. Bürgermeister Rahn attestiert ihr alle Möglichkeiten.

Die Messlatte bei den Bewerbungen hat die Stadt Karben in erreichbare Höhe gelegt. Gefordert wird für alle Berufsfelder Mittlere Reife. Man wolle den Interessenten damit einen vernünftigen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen, sagt Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk. Im September/Oktober startet die Bewerbungsphase für 2021. In Karben werden diesmal aber nur Stellen im sozialen Bereich, also in den acht städtischen Kindertagesstätten, verfügbar sein. Auf die Bewerbungsfristen bei den Stellenausschreibungen ist zu achten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.karben.de/rathaus-buergerservice/karriere-bei-der-stadt. jsl

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