Die Kita in Okarben soll zwei Außengruppen erhalten. Dafür will das städtische Immobilien Management in diesem Jahr noch rund 750 000 Euro investieren. 	FOTO: HOLGER PEGELOW
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Die Kita in Okarben soll zwei Außengruppen erhalten. Dafür will das städtische Immobilien Management in diesem Jahr noch rund 750 000 Euro investieren. FOTO: HOLGER PEGELOW

Kommunales Immobilienmanagement Karben

Millioneninvestitionen im Haushalt

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Fast fünf Millionen Euro stehen im Haushalt des Kommunalen Immobilien Managements KIM für zwei Projekte: die Modernisierung des Karbener Jugendkulturzentrums und der Neubau des Feuerwehrhauses in Petterweil. Zudem soll eine weitere größere Investition umgesetzt werden: In Okarben sollen zwei Kita-Außen-gruppen entstehen.

S o viel Einigkeit ist selten. Aber in diesem Fall haben alle Stadtverordneten einem Zahlenwerk zugestimmt, das millionenschwere Investitionen enthält. 10,2 Millionen Euro stehen im Investitionsprogramm des Kommunalen Immobilien Managements (KIM) für die kommenden Jahre. Die Stadtverordneten haben das Zahlenwerk in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig genehmigt. Es sieht bereits für das Jahr 2021 etliche Investitionen vor.

Einer der dicken Brocken in dem bis zum Jahr 2024 geltenden Investitionsprogramm ist der Bau eines neuen Gerätehauses für die Feuerwehr Petterweil. Dort sind die Planungen für den Ersatzbau für das zu kleine und beengt stehende Gerätehaus in der Schlossstraße schon weit fortgeschritten. Bürgermeister Guido Rahn (CDU) hatte erst jüngst in der Stadtverordnetensitzung das Lob des von der Stadt bestellten Architekten an die Wehr weitergeleitet. Das neue Domizil soll im künftigen Neubaugebiet »Nördlich der Fuchslöcher« entstehen. Bei der KIM, die als Bauträger gilt, stehen dafür insgesamt rund 2,4 Millionen Euro im Plan. Noch in diesem Jahr wird mit 400 000 Euro kalkuliert.

Drei Millionen Euro für Petterweil

Ein Areal ganz in der Nähe der Feuerwehr ist für eine zweite Kindertagesstätte für den Stadtteil Petterweil geplant. Wegen zunehmender Kinderzahlen im alten Ortskern sowie wegen der künftigen Zuzüge sind hier 500 000 Euro vorgesehen. Das wären zusammen für Petterweil schon einmal knapp drei Millionen Euro.

Ein weiterer großer Betrag im Investitionsprogramm stellt die Sanierung des Jugendkulturzentrums dar. In diesem Jahr werden rund 200 000 Euro eingeplant, die Küchen sowohl innen als auch außen sind bereits renoviert. Bis zum Jahr 2024 will die städtische Tochtergesellschaft weitere 2,3 Millionen Euro in die alten Gebäude und die großzügigen Außenanlagen stecken.

Grundstücksfragen sind zu klären

Nach Investitionsumfang sortiert käme dann der Neubau der Kita Rendel, für den 1,5 Millionen Euro vorgesehen sind. Wann aber hier Geld verbaut wird, ist noch völlig offen. Denn zunächst muss das KIM die Grundstücksfrage klären. Zuletzt hatte sich die Tendenz abgezeichnet, dass der neue Teil der Kita neben der alten entstehen soll.

Eine offene Grundstücksfrage gibt es auch für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Burg-Gräfenrode. 1,325 Millionen Euro will das KIM in dem kleinsten Karbener Stadtteil für den Brandschutz investieren.

Während bei den Großprojekten für 2021 lediglich Teilbeträge beziehungsweise Planungskosten eingestellt sind, wird ein Betrag schon in diesem Jahr vollständig verbaut. In Okarben sollen wegen steigender Kinderzahlen zwei Außengruppen zur bestehenden Kita entstehen. 750 000 Euro will das KIM dafür ausgeben. Etliches soll auch wieder in die Bürgerhäuser investiert werden. Die Heizung, die Steuerung und das Notstromsystem sind im Bürgerzentrum zu erneuern. Kostenpunkt: zusammen etwa 405 000 Euro. 235 000 Euro sollen in das Bürgerhaus Okarben fließen. Beim Petterweiler Bürgerhaus werden die Sanierungsarbeiten fortgesetzt. Dafür sind im Haushalt 2021 bis 2024 weitere 174 000 Euro eingeplant: Fassade und Hof sollen hier neugestaltet werden. Die Fassade auch des Gerätehauses Am Breul wird von der KIM erneuert, hier sind knapp über 100 000 Euro vorgesehen. Den Investitionen auf der Ausgabenseite stehen auch Einnahmen gegenüber. Die Einnahmen für die Gebäude, die an die Stadt vermietet sind, sollen sich um 59 000 Euro auf 1,839 Millionen Euro erhöhen. Die Anpassung der Gaststättenpachten soll dem KIM 188 000 Euro an Einnahmen bringen, weitere Einnahmen will man aus der Vermietung von Bürgerhäusern und Clubräumen generieren. Allerdings ist unklar, wie sich die Pandemie hier auswirken wird, denn zurzeit vermietet die Stadt fast keine Räumlichkeiten, und die Gaststätten haben geschlossen.

Kleinere Positionen betreffen Instandhaltungsarbeiten, etwa an den Bürgerhäusern, an den Kitas sowie an den Umkleiden am Sportplatz in Klein-Karben.

Kommunales Immobilien Management Karben

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