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So sehen die Sende- und Empfangsmasten der »digitalen Dorflinden« in Karben aus, hier in der neuen Stadtmitte.

Mehr »digitale Dorflinden«

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Karben (pe). Die Stadt will das Netz an »digitalen Dorflinden« im Stadtgebiet ab dem zweiten Halbjahr 2021 ausbauen. Das hat Bürgermeister Guido Rahn in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt. Das Projekt der Landesregierung läuft seit einigen Jahren. Mit Geldern des Landes kann die Stadt Orte ausweisen und entsprechend technisch ausrüsten, an denen die Bürgerinnen und Bürger freies Internet empfangen können.

Fünf solcher Orte sind bereits in Betrieb, ein sechster wird gerade entsprechend ausgerüstet. Auf dem Platz vor dem Bürgerzentrum, in der neuen Stadtbücherei, auf dem Platz neben der neuen Bücherei, am Albert-Schäfer-Haus in Petterweil sowie im Innenhof sind diese freien Internetzugänge bereits aktiv.

»Dorflinde« am Jukuz in Arbeit

Der Bürgermeister hat diese Standorte in Beantwortung einer größeren Anfrage der Grünen-Fraktion genannt. Aktuell fänden am und im Jugendkulturzentrum die Anschlussarbeiten für eine weitere »digitale Dorflinde« statt. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, liege die durchschnittliche Geschwindigkeit bei Downloads bei 67,5 Mbit/s und bei den Uploads bei 16,3 Mbits/s.

Die jeweilige Reichweite hänge von den baulichen Gegebenheiten vor Ort ab. Der Parkplatz des Bürgerzentrums werde zu 90 Prozent erfasst, am Standort der neuen Bücherei seien die Büchereiräume selbst sowie der vordere Bereich zwischen Bäckerei und Eisdiele bis zum Werbepylon verfügbar. Kostenloses WLAN sei im Erdgeschoss in allen Räumen des Bürgerhauses Petterweil verfügbar, ebenfalls im Innenhof sowie in der Kfz-Zulassungsstelle.

Sollten die Arbeiten am Jukuz abgeschlossen sein, will die Stadt den Ausbau der »Dorflinden« weiter fortsetzen. In Frage kämen dafür der Dorftreff in Burg-Gräfenrode, das Bürgerhaus in Okarben sowie der Dorftreff in Rendel. Im Stadtteil Kloppenheim werde man mit dem Ortsbeirat zusammen noch einen geeigneten Standort suchen.

Anlagen an Gebäuden der Stadt

Wie es in der Antwort des Bürgermeisters weiter heißt, böten sich für die »digitalen Dorflinden« Gebäude im städtischen Eigentum an, da neben der technischen Installation auch ein städtischer Anschluss für eine Internetverbindung benötigt werde. Zudem seien Anwohnerbelange zu berücksichtigen. Die Standdorte mit bereits freiem Internetzugang erfreuten sich reger Beliebtheit, so Rahn weiter. Einher gingen dort aber ein erhöhtes Müllaufkommen und vereinzelt auch Lärmbelästigungen.

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