Marita Scheurich (CDU) kandidert im März 2021 bei den hessischen Kommunalwahlen zum siebten Mal als Ortsvorsteherin. FOTO: CHRISTINE FAUERBACH
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Marita Scheurich (CDU) kandidert im März 2021 bei den hessischen Kommunalwahlen zum siebten Mal als Ortsvorsteherin. FOTO: CHRISTINE FAUERBACH

Kloppenheimer Ortsvorsteherin

Marita Scheurich ist mit Ruhe und Geduld vor Ort aktiv

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Seit 1993 ist Marita Scheurich Ortsvorsteherin von Kloppenheim. Bei der Kommunalwahl im März 2021 kandidiert die Christdemokratin zum siebten Mal für den Ortsbeirat. Sie ist die einzige Ortsvorsteherin in Karben.

Der Himmel hat seine Schleusen geöffnet, starker Regen prasselt auf den Asphalt und lässt die Fahrbahn der Frankfurter Straße glänzen. Starke Windböen fegen im wahrsten Sinn des Wortes die Ortsmitte in Kloppenheim leer. Die entfesselten Elemente sind für Marita Scheurich kein Grund, den vereinbarten Pressetermin abzusagen. Die 55-Jährige hat in ihrem politischen Ehrenamt schon viele schwierige Situation mit Ruhe, Gelassenheit und Geduld gemeistert. "Man braucht Geduld, um die Vorhaben für seinen Stadtteil im Stadtparlament umzusetzen. Da treffen die Wünsche und Projekte von sieben Stadtteilen aufeinander."

Seit 1993 ist sie Ortsvorsteherin in Kloppenheim. Am 14. März 2021 tritt sie bei den Hessischen Kommunalwahlen zum siebten Mal an. Im Karbener Stadtparlament engagiert sie sich im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur.

Zusammenarbeit parteiübergreifend

Nach dem Realschulabschluss an der KSS absolvierte sie bei einem Frankfurter Unternehmen eine Ausbildung zur Bürokauffrau und ist seither ununterbrochen berufstätig.

Mit 16 Jahren trat Marita Scheurich in die Junge Union ein. 1993 findet im Ortsbeirat Kloppenheim ein Generationenwechsel statt. Und Marita Scheurich übernimmt im Ortsbeirat und der Stadt Verantwortung. "Kloppenheim war und ist ein ruhiger Stadtteil. Er wird wie Dortelweil durch die Main-Weser-Bahnstrecke getrennt. Die Zusammenarbeit im Ortsbeirat ist parteiübergreifend gut." Sachthemen stehen in diesem Gremium im Vordergrund, kaum Ideologie. Drei der fünf Ortsbeiratsmitglieder in Kloppenheim sind Frauen, freut sich Scheurich. Die Ortsvorsteherin hält die Chancen von Frauen in ihrer Partei für gut. Sie wünscht sich mehr Frauen, die bereit sind, sich politisch zu engagieren. "Es fehlt an Bürgern, die bereit sind, sich in der Politik und in den Vereinen zu engagieren. Ich finde es schön, wenn Bürger sich nicht nur beschweren und kritisieren, sondern bereit sind, engagiert an der Lösung von Problemen mitzuarbeiten."

Ihre Aufgabe als Ortsvorsteherin sieht sie darin, ein offenes Ohr für die Belange der Bürger zu haben, diese aufzunehmen, als Anträge zu formulieren und in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen. "Oft stößt man bei Projekten an seine Grenzen, weil die Ansprechpartner der Wetteraukreis oder die Bundesbahn sind." Zu diesem Projekten gehört der Schulneubau samt einem Sporthallenneubau für Schüler und Vereine (Kreis), da "die Sporthalle des FSV Kloppenheim in die Jahre gekommen ist und die Schüler sie bereits nicht mehr nutzen. Die Suche nach einem geeigneten Gelände läuft".

Zugeparkte Anliegerstraßen

Am Bahnhof gibt es gleich mehrere Probleme. Aufgrund von kostenpflichtigen Parkmöglichkeiten weichen Pendler in Anliegerstraßen aus. Hier müssten Maßnahmen ergriffen werden. Gefordert werde eine bessere Beleuchtung auf dem Parkplatz am Bahnhof, und auf Kloppenheimer Seite sollte der Kies durch einen festen Untergrund ersetzt werden. Richtung Frankfurt gibt es am Bahnhof nur eine Treppe, wodurch Leuten mit Rollstuhl und Rollator oder Eltern mit Kinderwagen nichts anderes übrig bleibe, als nach Okarben zu fahren und dort Richtung Frankfurt umzusteigen. Ein unhaltbarer Zustand, dessen Änderung an der Bereitschaft der Bahn scheitere. "Die Stadt hat bisher erfolglos entsprechende Anträge bei der Bahn gestellt."

In diesem Jahr gab es wegen der Corona-Krise keine Sitzungen. Es spielte sich alles wegen der Pandemie bis auf eine Ortsbegehung im Sommer online ab. "Das Interesse der Bürger an den Ortsbeiratssitzungen ist durch die Anwesenheit des Bürgermeisters in den letzten Jahren gestiegen. Die meisten Bürger kommen aber zu den Ortsbegehungen, um Fragen, Anregungen oder Kritik zu äußern." Eine wichtige Aufgabe sieht die Ortsvorsteherin darin, in den kommenden Jahren die Bürger aus den Kloppenheimer Neubaugebieten in den Stadtteil zu integrieren.

Zu den Klassikern bei den Ortsbeiratsthemen gehören das hohe Verkehrsaufkommen, zu schnelles Fahren, die Verkehrsführung am Taunusbrunnen, fehlende Parkplätze sowie das Absenken von Bürgersteigen für Rollator-Nutzer. Erneuert wurden die Wege auf dem Friedhof und am Sportplatz, die sanitären Anlagen im Sporthaus wurden erneuert und ein Urnenrondell angelegt. Beim innerstädtischen Schriftverkehr wirbt sie für die Nutzung des städtischen Tools. Die Kommunikation darüber sei schneller als das Schreiben von Protokollen und To-do-Listen samt Verteilung an die einzelnen Dezernate.

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