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BUND-Aktive mahnen am Selzerbrunnen-Parkplatz vor der Nutzung von Kernenergie.

Mahnwache gegen Atomkraft

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Karben (pm). Kürzlich hielten mehrere Menschen in Karben eine Mahnwache zum zehnten Jahrestag der Atom-Katastrophe von Fukushima. Die Aktiven hielten Fahnen und Plakate in den stürmischen Wind, sodass diese weithin sichtbar gewesen seien, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Karben/Niddatal. Sieben Personen aus Karben und zwei aus Friedberg seien zu der Gedenkveranstaltung am Selzerbrunnen-Parkplatz gekommen, wo seit einer Weile ein Großplakat auf das Thema Atom-GAU in Fukushima aufmerksam macht.

»Der BUND möchte mit seiner Aktion das Thema Atomkraft und seine unkalkulierbaren Risiken wieder mehr in das Blickfeld der Menschen rücken«, heißt es in der Mitteilung.

Auch wenn in Deutschland der Atomausstieg beschlossen ist und »nur noch« sechs Meiler in Betrieb sind, sei das Risiko nach dem Abschalten des letzten Kernkraftwerkes Ende 2022 nicht zu Ende. Denn die Suche nach einem Endlager für die Behälter mit strahlender Fracht sowie der Rückbau der Anlagen werde Politik und Bevölkerung noch viele Jahrzehnte beschäftigen. »Und wer kann garantieren, dass die Behälter oder Kraftwerke nicht in Zukunft doch tödliche Strahlung freisetzen«, fragt der BUND. Der Beitrag der Atomenergie zur Rettung des Klimas sei unter diesem Gesichtspunkt kritisch zu betrachten. Werde die gesamte Produktionskette vom Uranabbau bis zur Brennstäbe-Entsorgung einbezogen, seien auch die Kohlendioxidemissionen erheblich. Um den Klimawandel zu stoppen, setzt der BUND deshalb auf alternative Energiequellen.

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