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Die Kinder der Entdeckerwerkstatt gemeinsam mit Bürgermeister Guido Rahn sowie (von rechts) Lehrkraft Alina Koblitz, Saba Otto und Heike Liebel.

Lernwerkstatt bereichert Angebot

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Karben (pm). Lange haben sie getüftelt, entwickelt und gefeilt: Kürzlich startete eine erste Rakete aus Karben in Richtung unendlicher Weiten. In der Entdeckerwerkstatt des Vereins Lernfreunde, in Kooperation mit dem Jukuz Karben, ist Tüfteln erlaubt. Lernfreunde hat sich der spielerischen Frühförderung Karbener Kinder verschrieben. Nun fand die erste Entdeckerwerkstatt als Teil des Jukuz-Programms statt, die Stadt Karben subventionierte das Angebot.

Zwölf Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren lernten hier spielerisch die Welt der Physik kennen.

»In der Entdeckerwerkstatt möchten wir den Kindern die Grundlagen der Physik, des Programmierens und weiterer MINT-Fächer spielerisch beibringen«, erklärt die Vereinsvorsitzende Saba Otto. Die Wirtschaftspädagogin setzt sich seit vielen Jahren gegen den Fachkraftmangel im IT-Bereich ein und hat gemeinsam mit der Lehramtsstudentin Alina Koblitz das Konzept für den Kurs entwickelt und das Lernmaterial ausgesucht. »Wichtig ist, dass mit den Aufgaben auch die Sozialkompetenz der Kinder geschult wird«, erklärt Koblitz. »Jedes Kind kann immer frei entscheiden, wie es sich einbringt, und wird so ganz individuell gefördert.«

Im Kurs ging es um Astrophysik. Die Kinder bauen eine Rakete, lernen das Sonnensystem kennen. Zum Abschluss gab’s einen Astronauten-Ausweis. Dem Thema Robotik näherten sich die Kinder mit Bastel-Sets, aus denen sie einen Roboter bauten. Dabei hätten sie nicht nur die Grundlagen des Programmierens kennengelernt, sondern schulen die Feinmotorik. Mechanik stand ebenso auf dem spielerischen Lernprogramm wie die Seefahrt. Beim Bau eigener Boote lernen die Kinder die physikalischen Kräfte des Wassers kennen. Klar, dass es dafür auch einen Praxistest gab.

Beim Ausflug an die Nidda sind die selbstgebauten Schiffe zu Wasser gelassen worden.

Die neunjährige Mandy erinnert sich gern an die Entdeckerwerkstatt. »Meine Mutter hat mir die Entdeckerwerkstatt vorgeschlagen und ich fand das sofort cool, weil man hier viel dazulernen kann.« Neben ihr am Basteltisch steht der achtjährige Niklas und schraubt an einem Mini-Auto: »Ich finde Elektronik und eigentlich alle Themen hier sehr interessant«, erklärt er.

Davon überzeugen sich Bürgermeister Guido Rahn, Jukuz-Chef Thomas Frühauf sowie Stadträtin Heike Liebel. Dem Bürgermeister hat es vor allem die Rakete angetan, deren Aufbau ihm detailliert von den Kindern erklärt worden ist.

So viel Material kostet. Damit die Teilnahmegebühr des Kurses dennoch für alle erschwinglich bleiben konnte, bezuschusste die Stadt die Entdeckerwerkstatt. »Der Lernfreunde Verein ist ein großer Gewinn für unsere Stadt«, sagte Bürgermeister Rahn über den Verein, der erst Anfang des Jahres gegründet wurde. Der Verein könne sich selbstverständlich auch weiterhin der Unterstützung durch die Stadt sicher sein kann, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Karben.

Noch suche der Verein Bildungspaten, also Spender, die Familien unterstützen, die sich das Angebot nicht leisten könnten.

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