Rund ums Taufbecken im Pfarrgarten haben sich Aktive aus den Reihen der Petterweiler Landfrauen mit Vorstandssprecherin Ortrun Wolf (vorne rechts) zum Gruppenfoto mit Abstand aufgestellt. FOTOS: FAUERBACH
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Rund ums Taufbecken im Pfarrgarten haben sich Aktive aus den Reihen der Petterweiler Landfrauen mit Vorstandssprecherin Ortrun Wolf (vorne rechts) zum Gruppenfoto mit Abstand aufgestellt. FOTOS: FAUERBACH

Petterweiler Landfrauen

Landfrauen hoffen auf 70-Jahr-Feier

  • vonChristine Fauerbach
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Die Corona-Pandemie bremst auch die stets engagierten Petterweiler Landfrauen und ihre Aktivitäten aus. Dennoch gibt es für sie einiges zu tun. Und die Landfrauen hoffen, dass sie ihr 70-jähriges Vereinsbestehen im September 2021 mit einem dreitägigen Fest feiern können.

Voller Elan und Hingebung widmen sich neun der 40 aktiven Mitglieder des Landfrauenvereins Petterweil dem Dekorieren der Martinskirche. "Wir schmücken die evangelische Kirche seit vielen Jahren immer wieder mit Blumen, Früchten und Gemüse zum Erntedank und freuen uns jedes Mal, wenn wir vom Kirchenvorstand gefragt werden, ob wir die Aufgabe erneut übernehmen möchten", berichten die Landfrauen.

Etliche Veranstaltungen wie den Ostermarkt, die geplante Mehrtagefahrt ins Weserbergland im Mai oder das Kartoffelfest im September mussten die 75 Mitglieder bisher absagen. Auch die Aktivitäten mit den Grundschülern an der Lilienwaldschule wie das Kartoffelstecken und -ernten oder die Brotdosenaktion mit den Erstklässlern, bei denen die Landfrauen gemeinsam mit den Schülern ein gesundes Frühstück zusammenstellen, fiel aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. Abgesagt werden mussten ebenfalls Vorträge.

"Wir hatten bisher immer ein schönes und interessantes Programm. Es setzt sich aus einem Mix aus kulturellen, allgemeinbildenden, hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen Themen zusammen", sagen die Frauen. Neben Vorträgen gehören auch Messebesuche zum Porgramm wie die regionale Erlebnismesse "Land und Genuss" der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, die abgesagt wurde, sowie Treffen zum gemeinsamen Spargel- und Grüne-Soße-Essen.

Stammtisch nach Lockdown

Nach dem Lockdown trafen sich die Landfrauen erstmals wieder im Freien zu einem Stammtisch. Ihr Wiedersehen feierten sie mit einem zünftigen Zwiebelkuchen-Essen. Danach hatten sie mit Abstand und Einhaltung der Hygieneregeln im privaten Rahmen ihr Sommerfest in Verbindung mit einer diamantenen Hochzeit. Mit Sorge blicken alle auf weitere geplante Aktivitäten wie das Schmücken des Weihnachtsbaumes am 1. Advent mit Gruppen aus dem Kindergarten und die Unterstützung der Jugendfeuerwehr. "Sollte es gehen, dann werden wir mit allen Gruppen separat den Baum schmücken. Allerdings sieht es so aus, als ob der Kindergarten dieses Jahr allein schmückt", bedauert Ortrun Wolf. Auch, ob sie sich auf ihrer Weihnachtsfeier treffen werden, steht noch nicht fest. Und die Weihnachtsmärkte, an denen sie sich stets beteiligen, wurden von der Stadt Karben abgesagt.

Ortrun Wolf ist Sprecherin des vor einem Jahr für zwei Jahre gewählten Teamvorstandes der Landfrauen Petterweil. Ihm gehören neben ihr Helga Pfeiffer, Elke Liphardt, Ingrid Kaiser, Brigitte Happ, Lilo Frambach und Ingrid Scheithauer an. "Unsere Entscheidungen fällen wir nach dem Mehrheitsprinzip", informiert Wolf.

Seit 2016 gibt es einen Teamvorstand

Ein Lob spricht den sieben Vorstandsfrauen Landfrauen-Mitglied Toni Müller aus: "Die Aktivitäten sind im neuen Vorstandsteam lückenlos weitergegangen."

Die Mitglieder kommen aus Petterweil, anderen Karbener Stadtteilen und Nachbarstädten in der Region. Zu den Mitgliedern gehören zwei Neben- und eine Vollerwerbsbäuerin. "In dieser Woche konnten wir ein neues Mitglied begrüßen. Weitere, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, sind willkommen. Wir sind ein Verein für Frauen aus allen Altersgruppen und Berufen. Die Interessentinnen sollten Kuchen backen können, Freude am Dekorieren haben und gern etwas mit Gleichgesinnten unternehmen. Und für einige Arbeiten benötigen wir die Unterstützung unserer Männer", erklären die Landfrauen.

Gegründet wurde der gemeinnützige, konfessionsübergreifende, regionale wie überregionale Verein am 1. April 1951 mit dem Motto "Wir sind’s!". "Im kommenden Jahr feiern wir unser 70-jähriges Bestehen. Das wollen wir groß mit einem dreitägigen Fest von Freitag bis Sonntag im September 2021 feiern. Wir sind gerade dabei, die Pläne auszuarbeiten", berichtet Ortrun Wolf. Sie und alle Mitglieder hoffen, dass sie das Jubiläum mit den Bürgern der Stadt und vielen Besuchern von außerhalb gebührend feiern können.

In den ersten sechs Jahrzehnten hatte der Verein drei Vorsitzende. Es waren dies die Gründerin Tilla Sinner (1951-1994) und ihre Nachfolgerinnen Gisela Schaub (1994-2001) und Gisela Cost (2001 bis Oktober 2012). Ihnen folgten als vierte Vorsitzende Hiltrud Becker (2012-2016) und jetzt ein Teamvorstand nach.

Informationen zum traditionsreichen Landfrauenverein Petterweil gibt es auf der Vereinswebsite unter www.landfrauen-petterweil.de. Interessentinnen können sich an den Teamvorstand wenden. Ansprechpartnerin ist Ortrun Wolf. Sie ist telefonisch unter 0 60 39/53 46 oder per E-Mail unter der Adresse info@landfrauen-petterweil.de zu erreichen. cf

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