Die Petterweiler Kita ist derzeit fußläufig erreichbar, da im Mittelpunkt des Stadtteils. FOTO: PE
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Die Petterweiler Kita ist derzeit fußläufig erreichbar, da im Mittelpunkt des Stadtteils. FOTO: PE

"Kurze Beine, kurze Wege"

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Karben(pm). Die CDU Petterweil vertritt in einer Meldung die Meinung, dass zwei Kita-Standorte in Petterweil die beste Lösung seien. Dabei gehe sie von einem Zuwachs (inklusive Kleinkindern) von bis zu 600 Menschen aus. "Entweder weiß die CDU bereits von weiteren Baugebieten in Petterweil oder sie rechnet sich die Zahl schön, um einen weiteren Standort für Petterweiler Kinder zu begründen", schreibt SPD-Pressesprecher Hermann Reuther.

Reuther: Kreativ sein

Wenn es tatsächlich so sei, wie von der CDU beschrieben, dass ein direkt gegenüberliegendes Grundstück von der Stadt oder einer städtischen Gesellschaft erworben wurde, würde einer ausreichenden Erweiterung am jetzigen Standort nichts entgegenstehen. Die Planer müssten nur kreativ sein und die dort vorhandenen öffentlichen Flächen mit einbeziehen und somit ausreichend Platz schaffen.

"Viele der in Petterweil aufgewachsenen Generationen haben schon während der Kindergartenzeit Freundschaften geschlossen, die heute noch Bestand haben. Dieses frühe Zusammentreffen und Kennenlernen wäre bei zwei Standorten nicht mehr gegeben", meint Reuther. Petterweil mit Okarben zu vergleichen sei alleine schon wegen der Trennung Okarbens durch die B 3 und wegen Okarbens Straßendorfcharakter überhaupt nicht möglich. Gerade die kompakte Lage Petterweils ermögliche es, dass "kurze Beine kurze Wege" haben. Das gelte nicht nur für die Krabbelstube, sondern auch für Kindergarten, Grundschule und Sporthalle.

Wenn künftig ein Kind aus dem Wohngebiet "Am alten Sportplatz" in eine Kita im Osten Petterweils laufen müsste, sind das 1,1 Kilometer und für Kinder rund 40 Minuten. Also werde der Elterntaxidienst allmorgendlich einsetzen und mittags erneut. Die Aussage, dass der Standort gegenüber der derzeitigen Kita für einen Betreiber einer Seniorentagespflege geeignet sei, wäre erst einmal zu prüfen. "Es wurden ja bereits andere Standorte dafür ausgedeutet, die Grundstücke dann aber meistbietend zum Kauf angeboten. Gerade der ehemalige Hof Hess gegenüber der Bäckerei Jäger hätte sicherlich ein großes Entwicklungspotenzial beinhaltet", schreibt Reuther. Aber kaum von der Stadt bzw. einer ihrer Gesellschaften gekauft, "schwuppdiwupp wieder verkauft. So sieht gezielte Stadtplanung sicherlich nicht aus", kritisiert die SPD. Sie stehe klar zu einer Kita im Zentrum von Petterweil. Es bedürfe nur ausreichender Kreativität, diesen zentralen Standort zu halten und weiterzuentwickeln.

"Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass eine neue Kita so groß gebaut wird, dass sie für alle reicht und der jetzige Standort dann meistbietend veräußert wird. Überraschend wäre es nicht", so Reuther.

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