Krimiwettbewerb für Karbener Jugendliche

Karben (jas). Ob Mord aus Eifersucht, Habgier oder Rache – wer bei "Tatort Karben", dem ersten Karbener Krimiwettbewerb für Jugendliche, mitmachen möchte, kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Für das Schreiben gibt es nur drei Bedingungen: Die Autoren der Storys müssen zwischen 12 und 19 Jahre alt sein und in Karben wohnen.

Und genau dort, mitten in der Heimatstadt der Schreiber, soll die Handlung auch spielen.

Hinter "Tatort Karben" steht ein ganzes Organisationsteam, zu dem außer der Stadtbücherei und dem Fachdienst Kinder-, Jugendarbeit, Kultur und Sport der Stadt auch die Wetterauer Zeitung, die Buchhandlung Edenfeld, der Morlant Verlag sowie die Kurt-Schumacher-Schule (KSS) gehören. Sie alle sind in der Jury vertreten, die über die Gewinnertexte entscheidet.

Krimis im Trend

Die Idee, Karben in den Mittelpunkt eines Krimis zur rücken und Jugendliche dazu zu animieren, sich einen spannenden Plot auszudenken, hatte Holger Dannat. "Ich hatte einen Krimiwettbewerb schon länger im Blick", sagt der Leiter der Stadtbibliothek, der speziell Jugendlichen etwas Besonderes bieten wollte. Schnell hatte er Mitstreiter gefunden. "Krimis sind ja gerade ganz aktuell, ein Zeichen der Zeit", sagt Tobias Ludig vom Jukuz. Das Schreiben erlebe fast so etwas wie eine Renaissance, "die Resonanz bei den Jugendlichen ist gro?.

Ausgesprochen positiv überrascht sei man vom großen Interesse an der angebotenen Zeitungs-AG im Jukuz gewesen. "Es war toll besucht", so Ludig.

Losgeschrieben werden darf übrigens ab sofort, Abgabeschluss ist der 30. April. Wer sich über Schriftgröße und -typ sowie über Zeilenabstand keine Gedanken machen möchte, der kann die komplett formatierte Vorlage verwenden, die auf der Internetseite zum Wettbewerb unter www.tatortkarben. jimdo.com zu finden ist. Weitere Infos gibt es auch auf der Internetplattform Facebook unter www.facebook.com/tatortkarben.

Einen spannenden Krimi auf Papier zu bringen und damit auf einem der vorderen Plätze im Wettbewerb zu landen, lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen gibt es für den Gewinner einen E-Book-Reader. Der zweite Platz wird mit einem Büchergutschein im Wert von 50 Euro belohnt, für Platz drei gibt es zwei Kinogutscheine. Der Sieger wird darüber hinaus in der Wetterauer Zeitung porträtiert. Wer am Ende nicht den Hauptpreis gewinnt, kann mit einer guten Story trotzdem erfolgreich sein, weil die Krimis der zehn Erstplatzierten in einem Buch im Morlant Verlag veröffentlicht werden.

Abgegeben werden können die fertigen Kurzkrimis, die digital (CD oder Stick) vorliegen müssen, in der Stadtbücherei, im Jukuz, in der Bücherei der KSS sowie bei der Buchhandlung Edenfeld. E-Mails können an tatort-karben@gmx.de geschickt werden.

Wer noch etwas unsicher ist, ob und wie er seine Ideen aufschreiben soll, der kann sich für einen Schreib-Workshop anmelden, den die Initiatoren gemeinsam anbieten. Dort soll es nicht nur Tipps zur Struktur eines Krimis und dem Aufbau von Spannungsbögen geben, sondern auch ein Autor wird über seine Arbeit berichten. Eingeladen hat Walter Sülberg vom Morlant Verlag den Frankfurter Schriftsteller Henning Schramm, der den Teilnehmern vom Schreibprozess seines neuesten Romans "Warum nicht die Wahrheit sagen" erzählen wird.

Der Workshop im Jukuz, den Holger Dannat leitet, startet am Mittwoch, 12. Februar, um 17 Uhr und findet alle zwei Wochen statt. Anmeldungen sind ab kommender Woche über die Seite des Jukuz unter www.jukuz-karben.de möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn begrenzt.

Natürlich sind die sechs Jurymitglieder allesamt echte Krimiliebhaber. "Ich mag vor allem die Kimmo-Joentaa-Romane von Jan Costin Wagner. Sie sind psychologisch toll aufgebaut und nicht oberflächlich", sagt Dannat. Auf den zweiten Krimi von Autorin Jasmin P. Meranius ist Walter Sülberg gespannt. Ludig greift gerne zu Mankell-Krimis, Antonia Berberich, Auszubildende in der Bücherei, hat gerade erst "Noah" von Sebastian Fitzek ausgelesen.

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