Horst Leinweber (Mitte) übt Kritik am Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage an der Frankfurter Straße. Beim Ortsrundgang in Kloppenheim spricht er mit Bürgermeister Guido Rahn darüber. 	FOTO: FAUERBACH
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Horst Leinweber (Mitte) übt Kritik am Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage an der Frankfurter Straße. Beim Ortsrundgang in Kloppenheim spricht er mit Bürgermeister Guido Rahn darüber. FOTO: FAUERBACH

Wo in Kloppenheim gebaut wird

  • vonChristine Fauerbach
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Karben (cf). Top-Themen der jüngsten Zusammenkunft des Ortsbeirates Kloppenheim bei einem Ortsrundgang waren Neubau der Grundschule und Sporthalle, Lärmschutz sowie der Verkehr. Ortsvorsteherin Marita Scheurich (CDU) konnte 34 Interessierte und Bürgermeister Guido Rahn (CDU) begrüßen.

»Wir wollen den Verkehr hier raushaben«, sagte Rahn mit Blick auf den geplanten Neubau der Grundschule und Sporthalle, den Kindergarten »Glückskinder« und das Wohngebiet. Deshalb sollten Pendler künftig auf der Groß-Kärber-Seite des Bahnhofs parken. Eventuell soll die Stellplatzfläche am Bahnhof erweitert oder ein Parkdeck errichtet werden.

Schulcontainer für vier Klassen

Auf dem hinteren Teil P+R-Platz in Kloppenheim soll entweder die neue Grundschule oder die Sporthalle errichtet werden. Die Stadt und der Wetteraukreis als Schulträger planen wegen der angespannten Raumsituation »die Schule platzt aus allen Nähten« als Übergangslösung auf dem städtischen Grundstück Am Hang zeitlich befristet eine Vier-Klassenraum-Containeranlage mit Außenanlage sowie ein Sanitärcontainer zu stellen.

»Die Infrastruktur auf dem früheren Gartengelände ist bereits verlegt«, sagte Rahn. In Kloppenheim ist eine Schule seit 1759 nachweisbar. Der erste »Schulraum« war ein Raum im Schloss. Das erste Schulhaus wurde 1829 und das heutige an der Frankfurter Straße im Jahr 1902 erbaut. Es soll abgerissen und durch einen Neubau neben oder gegenüber der Kita »Glückskinder« ersetzt werden.

Der Bürgermeister rechnet in drei Jahren mit dem Baubeginn der Grundschule. Gut vorstellen kann er sich, dass die neue Sporthalle, die der Kreis auf dem städtischen Grundstück finanziert und baut, eventuell als Lärmschutzriegel zu den Bahngleisen auf dem P+R-Platz errichtet werden könnte. Da der Kreis nur eine Einfeld-Halle für die Grundschule bauen will, plant die Stadt die Sporthalle zu erweitern und zwei Drittel der Kosten, in Höhe von etwa zwei bis drei Millionen Euro, zu übernehmen. »Das wird eine Schulsporthalle mit Unterstützung der Stadt«, sagt Rahn. Derzeit werden die 150 Kloppenheimer Grundschüler für den Schulsport mit einem Sonderbus nach Petterweil zur Sporthalle gefahren.

Freilauffläche für Hunde kommt

In Kloppenheim ist auch ein Thema, dass kürzlich ein Rehbock von einem frei laufenden Hund im Naturschutzgebiet gehetzt und gebissen wurde. Anwohner fordern einen Leinenzwang. Daraufhin kündigte Rahn an, dass geplant sei eine Freilaufflächen für Hunde im Stadtgebiet zu errichten. Eine Hundewiese sei in der Nachbarschaft zum Schützenhaus neben der Hundeschule »Ben’s Dogbe« geplant.

Anwohner rund um den Kloppenheimer P+R-Platz klagen vor allem nachts über randalierende und feiernde Gruppen, die Papierkörbe abtreten, Abfall hinterlassen und das Viertel unsicher machen. Zudem sei auf den Grünflächen auch ein Brennpunkt für Drogenverkauf entstanden. Entlang der Frankfurter Straße klagen Bürger über Schleichverkehr im Berufsverkehr und auf die Straße ragende, parkende Sprinter. Gegenüber dem Sommergarten der »Ratsschänke« fordern die Bürger ein Parkverbot, um den Engpass zu beheben. Erhöht werde der Parkdruck im öffentlichen Raum auch durch zweckentfremdete private Stellplätze, wurde während des Rundgangs kritisiert.

Horst Leinweber sorgt sich durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage am Ortseingang von Kloppenheim, um den Erhalt des vor der Tiefgaragenzufahrt gelegenen Rad- und Gehweges. Seiner Ansicht nach sei die drei Meter breite Zufahrt nicht ausreichend und die geplante Baugrenze sei um mehr als einen Meter überschritten. Bürgermeister Rahn sagte ihm ein Gespräch mit den zuständigen Fachbereichen der Stadt zu.

Auf dem Friedhof schlägt Rahn vor, dass am im vergangenen Jahr angelegte Urnenfeld für 100 Grabstellen in der Mitte eine Skulptur statt eines Baums platziert werden solle. Dringend saniert werden müsse das 1725 errichtete Denkmal »Kreuzigung Christi«. Die Kosten für die Sanierung und Sicherung liegen zwischen 5000 und 10 000 Euro. Die Umsetzung sei zeitnah geplant.

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