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Uneben und geflickt ist der Gehwegbelag in der Hauptstraße zwischen Sparkasse und Bahnhof. Hier wie andernorts berichten Bürger und Okarbener Ortsbeirat über mangelhafte Gehwege. Ihre Forderung: Die Stadt solle endlich die Wege sanieren. Foto: Holger Pegelow

Erzürnter Ortsbeirat

Klagen über marode Gehwege

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In Groß- und Klein-Karben sind die Gehwege erneuert worden, nicht aber in Okarben. Der Ortsbeirat und Bürger empören sich in der Sitzung des Ortsbeirats über den Zustand der Bürgersteige. Es wird sogar von Stürzen berichtet und "endlich" Abhilfe gefordert.

W er den Gehweg zwischen der Sparkasse und dem S-Bahnhof Okarben läuft, kann die Mängel kaum übersehen. Die Gehwege sind uneben, stellenweise geflickt, Platten sind gebrochen, Bordkantensteine abgebrochen. Nach dem Regen stehen Pfützen auf den Wegen. Marode Gehwege waren das Hauptthema in der jüngsten Sitzung des Stadtteilgremiums.

Als Karlheinz Gangel (CDU) in der Ortsbeiratssitzung den Tagesordnungspunkt 6.2 aufruft, kommt er mächtig in Fahrt. "Stolpergefahr Bürgersteig Hauptstraße zum Friedhof" hat er den Tagesordnungspunkt benannt. "Da ist alles kaputt", moniert er. Der Gehweg müsse ebenso instandgesetzt werden wie die Wege im Bornweg. "Das war früher eine Einbahnstraße, jetzt ist da Gegenverkehr." Der führe dazu, dass die Autos über den Gehweg fahren und massive Schäden verursachen. "Die Stadt hatte versprochen, dass der Weg nach Fertigstellung des Hauses 9 gemacht werden soll. Passiert ist bis heute nichts", kritisiert Gangel weiter.

Er berichtet zudem, dass dort Ende September eine ältere Frau gestürzt sei. Danach habe man im Fachdienst der Stadt angerufen. Dort sei auf einen Sachverständigen verwiesen worden, der die Schäden begutachten sollte. Das Ergebnis solle im Ortsbeirat vorgestellt werden.

Offenbar steht es nicht nur in der Hauptstraße und im Bornweg schlecht mit den Wegen. Bürger berichten, dass es "massive Schäden" auch in der Breslauer und in der Königsberger Straße gebe.

Das Thema Gehwege schlägt erneut auf, als der Beirat eine Stellungnahme zum Haushaltsentwurf erarbeitet. Der Ortsvorsteher kritisiert, dass im Haushaltsplan "keine speziellen Positionen für Okarben zu erkennen sind". So stünden im Haushalt 30 000 Euro für die Sanierung von Gehwegen. "Bloß, für welchen Stadtteil, steht dort nicht."

Stadtrat Sebastian Wollny (CDU) sagt, die Sanierung der Gehwege stehe "zusammengefasst für alle Stadtteile". SPD-Ortsbeirat Matthias Flor sagt, im Investitionsprogramm stünden Sammelposten. Doch Gangel empört sich weiter, er habe schriftliche Anfragen an die Stadt dazu gestellt, "aber keine Antwort erhalten".

Kritik hagelt es auch, weil der vierte Bauabschnitt der Hauptstraße "aus dem Haushalt verschwunden ist". Gangel fragt, wo denn die 50 000 Euro geblieben seien, die noch im Haushalt 2016 für die Planung zur Umgestaltung der Straße eingestellt gewesen seien. Offen seien zudem die zusätzliche Schmutz- und Windfangtür an der Trauerhalle und die seit sieben Jahren geforderte Rampe am Bürgerhaus.

Der Ortsbeirat forderte einstimmig einen Sachstandsbericht zu den sanierungsbedürftigen Gehwegen. Da stieß er bei Heinz Jörg auf volle Zustimmung. Er wohnt in der Hauptstraße und bestätigt, dass er und viele andere das Gefühl hätten, dass Okarben von der Stadt stiefmütterlich behandelt werde. Er werde eine Bürgerinitiative gründen, die im Frühjahr eine Plakataktion starten werde. Aus der Bürgerschaft kam auch der Hinweis auf die häufig zugeparkte Wiesenstraße. "Die Leute können nicht mehr auf ihr Grundstück fahren." Er schlug vor, die Wiesenstraße zur Spielstraße umzuwidmen. Es gebe dort zwölf schulpflichtige Kinder, für sie sei es gefährlich, dort zu laufen.

Gangel: Kontrolle fehlt

Gangel bemerkte dazu, dass auch hier der Einsatz der Stadtpolizei nötig sei, wie auch in anderen Straßen Okarbens. "Aber hier fehlt einfach die Kontrolle." Auffällig: Magistratsvertreter Wollny sagte dazu nichts.

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