Renoviert

Kaum zu erkennen: Karbener Bürgerzentrum kurz vor der Neueröffnung

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Die Gaststätte des Karbener Bürgerzentrums ist kaum wiederzuerkennen. Wir haben schon vor der offiziellen Eröffnung einen Blick hinein geworfen.

Ein Senior steckt seinen Kopf durch die leicht geöffnete Terrassentür: "Wollte mal hören, wann es hier losgeht." Anja Kohler, die mit ihren Mann Stefan den Gastrobereich im Bürgerzentrum mit Rathaus und Stadthalle übernommen hat, lächelt: am Freitag. "Solche Fragen hören wir hier täglich", sagt sie. Schon seit Wochen packen sie und ihr Mann kräftig an am neuen Domizil.

Neu, das trifft den Nagel auf den Kopf. Wer noch die alte Bürgerzentrumsgaststätte kennt, dürfte die jetzige kaum wiedererkennen. Die Karbener Architektin Cynthia Nebel hat tabula rasa gemacht. Kaum eine Zwischenwand steht noch, der Boden ist komplett erneuert, die grau-beige gestrichenen Wände sind mit Filzdreiecken verziert, neue Lampen hängen an den Wänden und Strahler sind in die Decke eingelassen.

Jetzt gibt’s Designerstühle

Auffällig ist die Möblierung: Holztische und leichte, weiße Stühlchen. Während die hell hölzernen Tische eher rustikal wirken, sehen die weißen Stühlchen filigran aus. Über sie wird gewiss diskutiert in der nächsten Zeit. Nebel hat hier konsequent das Motto der Gaststätte umgesetzt: "Deftig & fein". Die Architektin zur WZ: "Die Stühle sind ganz bewusst leicht und filigran gewählt – eben das feine Element.

Der Stuhl "Masters" – ein Entwurf von Philippe Starck und Eugeni Quitllet – hat schon mehrere Designpreise erhalten. Er ist eine Hommage an drei große Designer (Eames, Saarinen, Jacobsen) der Bauhaus-Ära." Die Stühle harmonieren mit den von Nebel selbst entworfenen Sitzbänken, die an den Wänden stehen.

Deftig und fein

Das Motto des Lokals setzt sich auf der Speisekarte fort. Denn das neue Wirtsehepaar will sowohl Deftiges als auch Feines bieten. "Da ist die Rindsroulade als Mittagstisch ebenso dabei wie die Lachstranche an Safransoße", sagt Koch Stefan Kohler. Er versichert auch, dass alle Gerichte gluten- und laktosefrei seien. "Unsere Soßen binden wir mit Kartoffelstärke", sagt er.

Kohler hat auch die Küche umgestaltet, lediglich der alte Herd und ein paar Schränke sind geblieben. Eine neue Dunstabzugshaube ist hinzugekommen, und eine neue, ultraschnelle Geschirrspülmaschine. Im Thekenbereich wurde eine Glasspülmaschine installiert, die alle Gläser sauber und streifenfrei macht. "Bei uns muss kein Glas mehr nachpoliert werden", lobt er die Vorzüge der rund 7000 Euro teuren Maschine.

Gastrobereich kostet 150 000 Euro

Die nach Angaben von Erstem Stadtrat Friedrich Schwaab rund 150 000 Euro teure Sanierung des Gastrobereichs im Bürgerzentrum ist ein Teil der umfassenden Renovierung. Dazu gehört, dass die Außenfassade im Gastrobereich neu gestrichen wurde. Im kommenden Jahr will die Stadt das gesamte Gebäude neu anstreichen lassen.

Der andere Teil der Sanierung läuft im hinteren Bereich, nahe der Nidda. Dort werden die alten Terrassen erneuert und zu einem Erlebnispunkt am Fluss umgestaltet. Voraussichtlich im Juni soll laut Schwaab alles fertig werden. Danach könne es mit der Bewirtung losgehen. Auch dafür hat man schon jetzt vorgesorgt: In der Küche wurde ein großes Schiebefenster eingebaut. Dann können die Speisen und Getränke dort gleich ans Personal gereicht werden. "Niemand muss mit den vollen Gläsern durchs ganze Lokal laufen."

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