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Mario Beck CDU-Vorsitzender Karben

Karbens CDU fordert Rücktritt von Laschet

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Karben (pm). Der Karbener CDU-Vorstand und die Stadtverordnetenfraktion haben am Dienstagabend den Wahlsonntag beraten. »Wir waren uns schnell einig: Die Bürgermeisterwahl mit 83 Prozent Zustimmung für Guido Rahn ist ein hervorragender Vertrauensbeweis. Wir freuen uns, die nächsten sechs Jahre von Guido Rahns Amtszeit mit Ideen und Tatkraft zu begleiten«, meint CDU-Vorsitzender Mario Beck und ergänzt:

»Die 83-prozentige Zustimmung beruht auf überparteilichem Respekt, den Guido Rahn genießt. Das ist auch für uns als Union Anspruch und Verpflichtung, weiterhin über die Parteigrenzen mit allen demokratischen Kräften im Stadtparlament konstruktiv und sachorientiert zusammenzuarbeiten.« Deutlich anders fiel das Fazit der Karbener Christdemokraten mit Blick auf die Bundestagswahl aus. »Gut ist nur, dass Rot-Rot-Grün verhindert wurde und dass wir in Karben bei den Erststimmen für Armin Häuser vorne liegen. Währenddessen hatte die SPD in Karben wie auch im Bundestrend bei den Zweitstimmen knapp die Nase vorne. Unsere Glückwünsche gelten daher der SPD und Natalie Pawlik zum Direktmandat sowie Peter Heidt von der FDP zum Einzug in den Bundestag. Mögen sie die Wetterau gut vertreten«, schreibt Beck und fügt hinzu: »Armin Häuser hat sehr gut gekämpft und als Mensch und Fachmann überzeugt. Dem Bundestrend konnte er sich nicht entziehen.« Eindeutig sei, dass die Union ihr Profil zu wenig geschärft habe und Armin Laschet der falsche Kanzlerkandidat war.

Beck: Fahriger Wahlkampf

»Das Wahlergebnis ist die Quittung für einen chaotischen Auswahlprozess ohne Rückkopplung zur Basis und zur Bürgerschaft. Das darf nie wieder passieren. Hinzu kam ein fahrig geführter Wahlkampf mit einer Kette von Pannen bis zum Wahltag selbst«, analysiert Beck und ergänzt: »Olaf Scholz hat die Wahl gewonnen und den Regierungsauftrag erhalten. Das sollten wir demokratisch anerkennen. Die Bundes-CDU ist daher gut beraten, sich auf die Oppositionsrolle vorzubereiten.«

Beck, der auch stellvertretender Kreisvorsitzender ist, fordert: »Wir müssen unser Profil als Kraft der sozialen Marktwirtschaft, der inneren und äußeren Sicherheit und eines verantwortungsbewussten ökologischen Umbaus stärken. Auch personell muss eine Erneuerung folgen.«

Druck auch durch Kreisverband

Man sei in den Beratungen daher einstimmig zum Ergebnis gekommen, Armin Laschet aufzufordern, »den Rückzug vom CDU-Bundesvorsitz und einen Nachfolgeauswahlprozess mit einer engen Einbindung der Basis einzuleiten«. Beck kündigt an: »Wir werden diese Position auch im Kreisverband vertreten. Wir erheben unsere Stimme, da starke Volksparteien der Mitte für unser Land wichtig sind. Damit die Union eine solche bleibt, braucht es einen Neuanfang.«

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