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Alina Gregori hat die neue Kletterhalle in Karben bereits getestet.

Rund 900 Quadratmeter Fläche

"Clip'n Climb": Neue Kletterhalle in Karben im Test

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Die neue Kletterhalle "Clip'n Climb" in Karben ist eröffnet - laut Investoren die größte in Europa. Bereits vor dem offiziellen Start hat die Leistungssportlerin Alina Gregori aus Bad Vilbel sich die Halle genau angeschaut. Die WZ hat sie begleitet.

Es sind knapp 30 Leute, die zum Pre-Opening-Event in die Kletterhalle nach Karben eingeladen wurden. Neben einem kleinen Buffet und Getränken durften die Gäste die Halle als erste frei nutzen. "Die Zeit vergeht so rasend schnell. Vor drei Jahren haben wir den Kontakt nach Bad Vilbel gesucht, haben den Standort Karben kennengelernt und den Kontakt glühen lassen", sagt Thorsten Held, einer der Verantwortlichen der Firma, die bereits in Mainz eine ähnliche Halle betreibt. "Auf etwa 900 Qudratmetern kann hier geklettert werden", ergänzt sein Kollege David Kossak.

Kletterhalle "Clip'n Climb" in Karben: Wie ein Indoor-Hochseilgarten

Bei der Eröffnung ist Leistungsklettererin Alina Gregori aus Bad Vilbel dabei. Sie wird zu den ersten gehören, die die bunten Kletterelemente ausprobieren dürfen. "Auf mich wirkt es eher wie ein Indoor-Hochseilgarten als wie eine Kletterhalle", sagt sie, während sie von der Empore den Blick über die vielen bunten Elemente schweifen lässt. "Aber das soll ja auch keine Halle für Sportkletterer sein, sondern vor allem Spaß machen", weiß die Sportlerin.

Gregori studiert in Frankfurt Linguistik und klettert seit ihrer Kindheit. "Ich trainiere drei Mal pro Woche und stehe im Landeskader." Nun könne sie es kaum erwarten, die bunten Herausforderungen in der Halle auszuprobieren. "Ich kann gar nicht einschätzen, wie das hier wird. Ich denke, mir wird vieles schon leicht fallen, aber viele der Elemente sind anders als die normalen Klettergriffe. Ich bin total gespannt", sagt sie auf dem Weg nach unten, denn hier geht es zur Sicherheitseinweisung.

Kletterhalle "Clip'n Climb" in Karben: 30 Minuten Einweisung

Fast 30 Minuten nimmt diese in Anspruch. Bei "Clip'n Climb" darf nämlich jeder, unabhängig vom Grad der Erfahrung, frei in der Halle drauflos klettern. Eine Mitarbeiterin zeigt ganz genau, wie die Gurte angelegt sein müssen, geht zu jedem einzelnen der Besucher und überprüft das Klettergeschirr. Es folgt ein sechsminütiger Film, der erklärt, wie die Sicherungsvorrichtungen funktionieren. Auch für Kinder ist dieser gut verständlich. "Das ist schon anders als beim Sportklettern. Ich trage normalerweise nur den Hüftgurt und werde von einer Person gesichert", sagt Alina. Gut sei, wie die Mitarbeiter der Kletterhalle eine Mischung aus Sicherheit und möglichst einfach verständlicher Mechanismen fürs Erklären gefunden haben.

Für alle, die sich an den Parcours wagen, gibt es eine Sicherheitseinführung.

Endlich geht es für Alina Gregori los. Ihr erstes Ziel: Eine "Pflanzenranke", die mehr als zehn Meter in die Höhe ragt. Schnell ist Gregori das Gebilde hinaufgeklettert und lässt sich wieder hinabgleiten. "Oben werden die Griffmöglichkeiten schwieriger, das ist schon recht knifflig", resümiert sie. "Auch wenn die Griffe anders sind, war das schon vergleichbar zu einer Sport-Kletterwand."

Kletterhalle "Clip'n Climb" in Karben: Sprung aus zehn Metern Höhe

Was es beim Sportklettern allerdings nicht gibt, ist ein Element, das einen beherzten Sprung verlangt. In rund zehn Metern Höhe muss der Kletterer hier von einer Plattform an einen Schaumstoff-Zylinder springen. Für diese Herausforderung steht immer ein Mitarbeiter bereit, der die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und den Kletterern die Angst nehmen soll.

Der Sprung an den Schaumstoff-Zylinder verlangt Mut.

"Das ist schon echt hoch. Wenn man das nicht gewohnt ist, ist das nicht einfach, glaube ich", schätzt Alina die Situation ein. Sie beginnt den Aufstieg. Auf der Plattform angekommen, orientiert sie sich kurz und wagt dann den Sprung. Zwar schafft sie es, den Zylinder zu erreichen, rutscht jedoch wieder ab.

"Hier gibt es so viele unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, das gefällt mir sehr", sagt sie. Ihr Fazit: "Der Mechanismus zum Einklinken ist zwar recht einfach, aber bis man wirklich raus hat, wie es geht, dauert es etwas. Außerdem weiß ich nicht, wie das hier funktioniert, wenn die Halle dann richtig voll ist."

Dennoch kann unsere Testerin der Halle viel Gutes abgewinnen: "Die Vielfalt macht das spannend. Jeder kann hier Spaß haben, egal ob Anfänger oder Profi. Die Gesamtheit der Elemente gefällt mir."

Zur Person: Alina Gregori

Alina Gregori wohnt in Bad Vilbel und studiert in Frankfurt Linguistik. Sie betreibt das Klettern im Leistungssportbereich und ist Mitglied im Deutschen Alpenverein Frankfurt (DAV). Hier nimmt sie mindestens drei Mal pro Woche an leistungsorientiertem Training teil. Bei den Hessischen Meisterschaften in diesem Frühjahr wurde Gregori Dritte, kann aber auch bereits den Titel vorweisen und war sogar schon westdeutsche Meisterin.

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