Noch bis zum 18. September geht die Aktion. Interessierte können sich den Stadtradlern jederzeit anschließen. FOTO: HANNA FEIGE
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Noch bis zum 18. September geht die Aktion. Interessierte können sich den Stadtradlern jederzeit anschließen. FOTO: HANNA FEIGE

Stadtradeln

Karben: Radeln gegen den Klimawandel

Zum vierten Mal beteiligt sich die Stadt Karben am Stadtradeln. Seit Samstag und noch bis zum 18. September geht die Aktion, Interessiete können sich jederzeit anschließen.

Karben(fei). Seit Samstag wird in der gesamten Stadt wieder kräftig in die Pedale getreten. Das bundesweit durchgeführte Stadtradeln geht auch für die Karbener in die vierte Runde. Ziel der dreiwöchigen Aktion ist es, bis zum 18. September möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und auf das klimaschädliche Auto oder den Bus zu verzichten. So leistet Karben einen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

"Radeln für ein gutes Klima", lautet der Werbespruch der Aktion. Besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, im Alltag auf das Auto zu verzichten. "Gerade in Zeiten von Corona ist es besser, das Fahrrad zu nutzen, anstatt sich in eine überfüllte Bahn zu setzen", sagt Organisatorin Sabine Kaltofen. "Außerdem bekommt man so mehr Bewegung, was die oft gedrückte Stimmung hebt." Teilnehmen kann jeder, der entweder in Karben wohnt oder in einem Verein ist. Auch Schüler an Karbener Schulen dürfen Kilometer sammeln. Teams können sich auf der Homepage des Stadtradelns registrieren. Am Ende der Aktion warten auf die Gewinner - die, die am weitesten geradelt sind - Preise.

Stadtradeln Karben: Zum Auftakt Historisches

Auftakt der Aktion ist eine geführte Radtour durch die Stadtteile Karbens gewesen. Der Karbener Geschichtsverein stellte dabei die historischen Sehenswürdigkeiten Karbens vor. Drei Stunden schwangen sich die Teilnehmer dafür aufs Rad. "Dieses Jahr kombinieren wir mit der Aktion außerdem mit der 50-Jahr-Feier unserer Stadt", sagt Bürgermeister Guido Rahn. "Mit der historischen Radtour machen wir aber deutlich, dass die Ortskerne weitaus älter sind." Außerdem biete es sich an, während der Aktion zu testen, wo noch Lücken in der Fahrrad-Infrastruktur bestünden. Rahn: "Ziel ist, Karben mit umliegenden Städten und Regionen für Fahrradfahrer erreichbarer zu machen."

Auch die Kurt-Schumacher-Schule nimmt im Rahmen des Schulradelns am Stadtradeln teil. Dies sei ein wichtiger Faktor des Erfolgs der Stadt bei der Aktion: "Viele Schüler fahren sowieso jeden Tag mit dem Rad zur Schule, da kommt einiges zusammen", sagt Kaltofen. So habe Karben einst sogar die beste Leistung in der gesamten Wetterau erzielt. Die Kurt-Schumacher-Schule werde regelmäßig für ihre besondere Leistung geehrt.

Anette Völker-Hedderich (53) aus Klein-Karben nimmt bereits zum zweiten Mal am Stadtradeln teil. Als Mitglied im Schulelternbeirat der Kurt-Schumacher-Schule möchte sie besonders dem Nachwuchs ein Vorbild sein. "Dadurch werden die Kinder motiviert, sich selbst aufs Fahrrad zu schwingen", sagt sie. "Das ist gerade in Zeiten von Fernsehern und Computerspielen und dadurch immer weniger werdender Bewegung besonders wichtig."

Stadtradeln Karben: Vorbild sein, für die jüngere Generation

Täglich in die Pedale zu treten, mache Völker-Hedderich nichts aus: "Es hält einen bei Laune und gibt einem die Möglichkeit, die Stadt von einer anderen Seite kennenzulernen. Karben ist sehr fahrradfreundlich und es werden immer mehr Wege gebaut." Aus dem letzten Jahr habe Völker-Hedderich außerdem einiges gelernt: "Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Satteltaschen zu haben. Gerade, wenn man einkaufen fährt oder einem unterwegs noch Dinge einfallen, die man noch braucht." Dabei lacht sie und deutet auf zwei bunte Satteltaschen, die an beiden Seiten ihres Gefährts befestigt sind.

Lea Weber (23) aus Groß-Karben ist Neuling beim Stadtradeln. Sie sammelt gemeinsam mit ihrem Team "Wetterau fährt Rad" die Kilometer. "Ich bin sowieso in letzter Zeit viel geradelt und es ist schön, wenn sich die zurückgelegten Strecken irgendwo wiederfinden lassen. Unser Team besteht aus acht Personen, und diese gemeinschaftliche Aktion motiviert einen, sich aufs Fahrrad zu schwingen." Weber hofft, dass ihr Team möglichst viele Kilometer sammeln und so der Umwelt etwas Gutes tun kann.

Weitere geführte Radtouren der "Gemeinschaft am Freitag" finden am 6. und 10. September statt. Am 13. September findet ein Fahrrad-Gottesdienst in Rendel statt. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Voranmeldungen sind möglich unter stadtradeln.de und bei der Kirche möglich.

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