kai_pm_E-TankstelleAmKal_4c_2
+
Im Neubaugebiet Am Kalkofen betrachten der städtische Verkehrsesperte Heiko Heinzel (links) und Bürgermeister Guido Rahn die neu installierte Ladesäule für E-Autos.

Karben hat nun sieben E-Tankstellen

Karben (pm). »Statistisch fährt jeder Deutsche pro Tag knapp 40 Kilometer mit dem Auto. Der durchschnittliche Arbeitsweg ist dabei 16 Kilometer lang, was nahezu der Strecke von Karben bis in die Frankfurter Innenstadt entspricht. Nicht ohne Grund fragen sich daher immer mehr Menschen, ob sie im Alltag wirklich einen Diesel oder Benziner mit großen Reichweiten von teilweise über 1000 Kilometern brauchen«, schreibt die Stadt Karben in einer Mitteilung und verkündet, dass im Stadtgebiet inzwischen die siebte E-Ladesäule installiert worden ist.

Gesucht: Standort für Kloppenheim

Dies bedeute nicht, dass die Stadt Karben nur auf die E-Mobilität setzen würde. »Am Ende muss der Bürger frei entscheiden, welche Variante er bevorzugt. Allerdings ist der Ausbau eines leistungsfähigen E-Ladenetzes eine Bedingung für die Entscheidungsfreiheit der Bürger«, erklärt Bürgermeister Guido Rahn.

Seit Kurzem gebe es daher sieben E-Tankstellen in Karben, zwei weitere seien geplant, eine weitere bereits angedacht. Bis zum Sommer soll jeder Stadtteil mit einer E-Ladesäule ausgerüstet sein - einzig in Kloppenheim konnte noch kein passender Standort gefunden werden.

Die bestehenden Ladestationen erfreuten sich längst großer Beliebtheit: »Wir konnten in den vergangenen zwei Jahren beobachten, dass die Ladesäulen immer reger genutzt werden«, sagt Heiko Heinzel, Leiter des Fachbereichs Verkehr in der Stadtverwaltung. Am beliebtesten sei die Mainova-Säule am Rathaus. Die weiteren Tankstellen im Stadtgebiet werden von der Maingau-Energie sowie der Ovag betrieben.

Die 22-kW-Stromtankstellen seien an strategisch günstigen Punkten in der Stadt verteilt. Zentral befinden sich zwei Ladeplätze am Rathaus. Nur unweit davon entfernt, gebe es eine weitere am Hallenfreizeitbad sowie auf dem großen Parkplatz am Hessenring. In den Stadtteilen Okarben und Petterweil befindet sich je eine Ladesäule am Bürgerhaus. Ganz neu konnte nun eine Ladesäule Am Kalkofen in Betrieb genommen werden. Noch bis zum Sommer sei eine E-Tankstelle in Rendel am Lindenplatz und eine in Burg-Gräfenrode am Kaicher Weg geplant, gibt die Stadt bekannt.

Bei der Stellplatzsuche gebe es einiges zu beachten: Die Ladeplätze sollten möglichst keine regulären Parkplätze wegnehmen. Zudem hätten die Stromanbieter, als Betreiber der Ladestation, ein Mitspracherecht bei der Platzwahl. Aus Sorge Bahn-Pendler könnten mit ihrem Stromer einen Arbeitstag lang Ladesäulen blockieren, schließen die Stromanbieter E-Tankstellen am Bahnhof bislang aus. Dies erschwere die Platzsuche für Kloppenheim. Ein Standort sei jedoch auch hier in Planung.

»Der Ausbau der E-Auto-Infrastruktur in Karben wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Stadtplanung einnehmen. So wird zukünftig für jedes Neubaugebiet automatisch eine öffentliche Ladesäule mitgeplant«, kündigt die Stadt an. Für Karbener E-Autos sei das ein Bonus: »Viele E-Auto-Besitzer nutzen zum Aufladen ihre eigene Wallbox, außerdem werden die Akkus von Jahr zu Jahr leistungsfähiger«, erklärt Heinzel. Die öffentlichen Ladesäulen seien daher vor allem ein Angebot für den Transit- und Besucherverkehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare