Mahnwache vorm Werk (v. l): Frank Grommeck, Richard Kunkel Wolfgang Dittrich. 	FOTO: PRIVAT
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Mahnwache vorm Werk (v. l): Frank Grommeck, Richard Kunkel Wolfgang Dittrich. FOTO: PRIVAT

Werksschließung

Karben: Continental-Werk schließt - Kirchen zeigen Solidarität mit Beschäftigten

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Das Entsetzen über die Schließung des Karbener Continental Werkes ist weiterhin groß. Nun haben sich Vertreter der Kirchen an einer Mahnwache beteiligt und sich mit dem Betriebsrat getroffen.

Karben (pm). Die Synode des evangelischen Dekanats Wetterau hat im September einstimmig beschlossen, die Conti-Beschäftigten am Standort in Karben solidarisch zu unterstützen (dieser Zeitung berichtete). Wolfgang Dittrich, Referent für gesellschaftliche Verantwortung beim evangelischen Dekanat Wetterau, und Richard Kunkel von der katholischen Betriebsseelsorge Oberhessen statteten deshalb kürzlich dem Betriebsratsvorsitzenden bei Continental, Frank Grommeck, einen Besuch ab, heißt es in ener Mitteilung des Dekanats.

Denn nicht nur das evangelische Dekanat Wetterau zeigt sich solidarisch mit den Beschäftigten. Auch von der katholischen Betriebsseelsorge Oberhessen gab es bereits eine Solidaritätserklärung. Beide Kirchenvertreter informierten sich vor Ort über die aktuelle Situation im Kampf um die Arbeitsplätze, nachdem nun auch der Aufsichtsrat von Continental der Schließung des Karbener Werks und dem damit verbundenen Arbeitsplatzabbau zugestimmt hat.

Karben: Continental-Werk schließt - Kirchen solidarisieren sich mit Beschäftigten

Dittrich und Kunkel wurden bei einer Mahnwache empfangen, die von den Continental-Beschäftigten vor dem Werkstor in Karben errichtet wurde, um auf die bedrohliche Situation für das Werk aufmerksam zu machen. Beide Kirchenvertreter äußerten sich gegenüber dem Betriebsrat entsetzt darüber, dass das Continental-Management in Karben ein modernes und profitables Werk schließen will, um die Arbeitsplätze in Billiglohn-Länder zu verlagern. Sie boten ihre Unterstützung an, um einen gesellschaftlichen Protest gegen den unsozialen und verantwortungslosen Abbau der Arbeitsplätze in Gang zu bringen.

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