Tim Dallwitz und sein mobiler "Toppings"-Eiswagen stehen samstags und sonntags an der Nidda.
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Klein aber fein: Tim Dallwitz und sein »Toppings«-Eiswagen stehen samstags und sonntags an der Nidda.

Mobiler Eiswagen

Aus einer Lockdown-Idee wird „Toppings“-Eiswagen

  • VonPatrick Eickhoff
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Karben ist um eine Attraktion reicher. Seit einiger Zeit steht Tim Dallwitz mit seinem kleinen mobilen Eiswagen »Toppings« an der Nidda. Die Idee ist ihm im Lockdown gekommen und wird gut angenommen - solange das Wetter mitspielt.

Wer am Wochenende in Klein-Karben an der Nidda unterwegs ist, der kommt unweigerlich an »Toppings« vorbei. Der kleine Eiswagen von Tim Dallwitz ist zu einem echten Anlaufpunkt geworden. Spaziergänger, Radfahrer - die Schlangen sind lang. »Wir hatten schon Kunden aus Oberursel oder Kelsterbach«, berichtet er stolz.

Die Idee ist dem 28-Jährigen bereits im Sommer des vergangenen Jahres gekommen. »Wir saßen in unserem Garten in Okarben und haben festgestellt, wie viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs sind. Das war wirklich extrem.« Die »Corona-Lockdown-Idee«, wie Tim Dallwitz die Gedankenspiele nennt, beginnt zu reifen. »Wir haben über viele Monate immer wieder über das Thema gesprochen.«

Karben: Frozen Yoghurt und Vanilleeis mit Toppings aus dem Eiswagen

Schnell wird klar: Ein Eiswagen soll es sein. Mobil, aber nicht zu gebunden an einen Standort. Der Name ist schnell gefunden: »Toppings«. »Meine Eltern hatten zwar andere kreative Ideen, aber die fand ich nicht immer so passend«, sagt er und lacht. »Toppings« - zu Deutsch Beläge - passe schließlich perfekt zum Konzept. Denn bei dem 28-Jährigen lässt sich der Eisbecher selbst gestalten. Gewählt werden kann zwischen »Frozen Yoghurt« und »Vanilleeis«. »Und dann kommen eben die Toppings«, sagt er. Erdbeeren, Heidelbeeren, Kirschen, aber auch Krokant, Schokolinsen sowie Karamellstücke sind im Angebot. »Und am Ende natürlich noch die passende Soße.«

Der billigste Becher kostet zwei Euro. Pro Topping wird es teurer. Der Waffelbecher kann mitgegessen werden. Der Löffel ist aus Holz. »Es stand nie zur Debatte, mit Plastik zu arbeiten.« Abends macht der Vertriebler immer noch einen Rundgang und sammelt die Holzlöffel ein, »die es leider nicht in den Mülleimer geschafft haben«.

Der Perfekte Standort für „Toppings“: Eine Bucht

Schwierig hat sich zunächst die Standortfrage gestaltet. »Wir hatten überlegt, in Okarben einen Stand aufzubauen, aber das wäre kritisch geworden wegen des Stroms.« Die Lösung bringt letztendlich ein Spaziergang. Tim Dallwitz ist mit dem Hund der Familie unterwegs. Da springt ihm eine Bucht ins Auge. »Ich wusste, dass ist der perfekte Platz.«

Der 28-Jährige fragt direkt bei der Stadt nach, ob an dem Standort was geplant sei. »Es sieht wirklich aus, als gehört hier etwas hin.« Und tatsächlich sind Fahrradständer vorgesehen. »Die stören uns aber wenig«, sagt er und lacht. »Ich hatte etwas Angst vor den ganzen Unterlagen und Genehmigungen, aber die Stadt war wirklich super nett und sehr entgegenkommend.«

Karbener Schützenverein hilft mit Strom aus

Ganz ohne Strom läuft’s bei dem 28-Jährigen und seinem vierköpfigen Team nämlich nicht. »Ich habe beim Schützenverein angefragt. Die waren ebenfalls super nett und haben sogar einen eigenen Anschluss für uns bereitgestellt.« Den Wagen hat er von einem Händler gekauft.

Seit Ostern steht der junge Mann samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr an der Nidda. »Die Renaturierung in Karben ist wirklich schön geworden.« Probleme bereitet ihm hin und wieder das Wetter. »Der Sommer ist sehr unbeständig«, sagt er. »Wir informieren meistens am Tag vorher oder am morgen via Instragram, ob wir unseren Stand aufbauen. Manchmal sagen alle Wetter-Apps Regen und Unwetter voraus und dann scheint die Sonne. Das ist etwas ärgerlich.«

„Toppings“-Eis bald auch im Schwimmbad in Karben

Derzeit ist der Karbener, der auch viel Unterstützung von seiner Schwester, seinen Eltern und seiner Freundin bekommt, auf der Suche nach weiteren Helfern. »Wir wurden bereits für erste Veranstaltungen gebucht«, berichtet er. Auch im Karbener Schwimmbad wird der kleine »Toppings«-Wagen bald im Außenbereich stehen. »Mehr kann ich noch nicht verraten.«

Und wenn Zeit bleibt, dann gönnt sich der 28-jährige Karbener selbst mal ein Eis. Eine Favoriten-Kombination hat er. »Das ist wohl der Klassiker: Vanille, Erdbeeren und Krokant.«

„Toppings“ aus Karben sucht noch Mitarbeiter

Über die Öffnungszeiten von »Toppings« informiert das Team rund um Tim Dallwitz bei Instagram unter »__toppings__« Bei gutem Wetter steht der Wagen unweit der Hundwiese und des Günter-Reutzel-Sportfeldes an der Nidda am Samstag und Sonntag von jeweils 12 bis 18 Uhr. Wer Interesse hat, das Team zu unterstützen, meldet sich via Instagram. »Wir sind gerade für den Sommer noch auf der Suche nach Aushilfen«, sagt der 28-Jährige.

Bewerbungen und Anfragen für Veranstaltungen nimmt das Team außerdem per E-Mail an info@toppings-karben.de entgegen.

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