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MüZe-Vorsitzende Gabriele Ratazzi-Stoll (l.) und MGH-Koordinatorin Michaela Eichwede präsentieren das neue Programmheft und das Plakat des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus. Sie hoffen weiterhin auf einen zentralen Standort für eine Begegnungsstätte in Karben.

MüZe-Vorsitzende wirbt um Plan

Kampf um Mehrgenerationenhaus in zentraler Lage in Karben

  • vonChristine Fauerbach
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Seit Jahren wirbt die Vorsitzende des MüZe in Burg-Gräfenrode, Gabriele Ratazzi-Stoll, bei Kommunalpolitikern, Stadt und Vereinen für einen Mehrgenerationen-Treff in der Karbener Innenstadt.

Es geht mir nicht um einen Umzug des Mütter- und Familien-Zentrums (MüZe, Anm. d. Red.) aus Burg-Gräfenrode ins Brunnen-Quartier, sondern um ein Mehrgenerationenhaus (MGH, Amd. d. Red.) in zentraler Lage. Dort könnte das MüZe gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wie Vereinen, Kitas und Tagespflege-Einrichtungen, den Bürgern ein integratives Angebot anbieten. Ein solches Angebot beinhaltet Synergieeffekte und einen Mehrwert für alle Bürger und Anbieter«, sagt Gabriele Ratazzi-Stoll. Dafür kämpft die MüZe-Vorsitzende seit Jahren - passiert ist in dieser Zeit auf politischer Ebene allerdings wenig.

Die Freien Wähler hätten die Idee in ihrem Kommunalwahlprogramm aufgegriffen. »Die Stadt Karben hat erklärt, dass sie ein ›Haus der Begegnung‹ (HdB, Anm. d. Red.) an zentraler Stelle entwickeln will. Allerdings fehlt bisher eine inhaltliche Kooperation zwischen MüZe und Stadt«, bedauert Ratazzi-Stoll. »Unser Vorschlag ist, die neue Kita im Brunnen-Quartier nicht als Flachbau zu errichten, sondern aufzustocken. Oder zwei Flachbauten nebeneinander zu bauen wie in Bad Vilbel oder Wöllstadt. In den Räumen des neuen HdB bzw. MGH könnte man Kinder, Senioren und demente Menschen zusammenbringen und gemeinsam mit Kooperationspartnern ein integratives Angebot kreieren.«

Für den Standort Brunnen-Quartier spreche, dass keine zusätzlichen Parkplätze benötigt würden, S-Bahn, Busse und Radwege lägen quasi vor der Tür. Inzwischen habe das Architekturbüro die Planungen im Brunnen-Quartier auf zwei Modelle eingedampft, die nur die Kita berücksichtigten. Mit einem Lottogewinn würde sie selbst ein solches HdB/MGH in zentraler Lage eröffnen, erklärt die MüZe-Vorsitzende. Ansonsten würden dem Verein jedoch die benötigten Mittel dafür fehlen.

MüZe in Karben: Neue Angebote dank Förderung vom Bund

Für die Koordination MGH im MüZe zuständig ist seit 1. Januar Michaela Eichwede. Sie freut sich, dass das MüZe auch in der neuen unter dem Motto »Miteinander - Füreinander« stehenden Förderphase des Bundesprogramms MGH dabei ist - wie schon seit Februar 2017. An dem nun acht Jahre laufenden Förderprogramm nehmen zurzeit 530 Häuser teil. »Die Anerkennung im Bundesprogramm und die darüber hinaus gehende Unterstützung der Stadt Karben, bietet dem MüZe die Möglichkeit, vielseitige Angebote für alle Generationen anzubieten, die weitere Entwicklung und Umsetzung digitaler Angebote voranzutreiben und es bietet Spielraum für die Umsetzung guter Ideen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen in der Kommune«, erklärt Eichwede.

Aktuell ist das MüZe aufgrund der Coronavirus-Pandemie seit fast einem Jahr geschlossen. »Wir haben unser Angebot wie Kurse und Treffen für alle Generationen schnell auf Online- und Telefonberatung umgestellt. Dafür haben wir 1000 Euro Fördergeld in zwei Laptops investiert. Wir wollen weitere 1000 Euro Fördermittel beantragen, um unsere Hardware zu vergrößern«, informiert Eichwede. MüZe-Kräfte haben oder werden Fortbildungen besuchen. Der Idealismus der Kursleiter sei hoch: Bei gleichem Honorar hätten sie im Sommer drei statt einem Kurs im Freien angeboten, um Abstandsregeln einzuhalten. Das MüZe-Bistro bot zudem Waffeln und Getränke to go an.

MüZe in Karben: Weitere Formate sind in Planung

Jeden zweiten Donnerstag im Monat »besuchen« die Mitarbeiterinnen zudem die Gäste des Seniorenmittagstisches, bringen Tüten mit Gebäck, Rätseln und Spielen an die Tür. »Alle warten schon auf uns, freuen sich und haben Redebedarf«, berichtet Eichwede. Das Reparatur-Café hat einen online Versuchsballon gestartet. In Planung sind »Ge(h)spräche« und Telefonkonferenzen. »Das Austauschbedürfnis bei den Bürgern ist riesengroß. Unser niedrigschwelliges Angebot beinhaltet Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, ein offenes Ohr zu haben und Vertrauen zum Team aufzubauen«, sagt Ratazzi-Stoll.. Die Schattenseite: viel Arbeit für wenig Lohn. »Der MüZe-Verein hat infolge der Pandemie große Einnahmeeinbrüche.«

Das MüZe Karben in der Berliner Straße 12 in Burg-Gräfenrode ist ein offenes Haus für Menschen jeden Alters - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, kulturellen und religiösen Hintergründen. Seit drei Wochen gibt es ein neues Programmheft. Informationen zum Online-Kursangebot gibt es im Internet unter www.mueze-karben.de oder unter Telefon 0 60 34/5 09 89 74. Der MüZe-Newsletter kann unter www.müueze-karben.de/wir-ueber-uns/newsletter bestellt werden. Neubürger können zudem einen Termin für eine Hausführung im MüZe vereinbaren. Info-Pakete zum MüZe und dem Angeboten sollen außerdem an Kinder- und Frauenärzte verteilt werden, die diese gezielt an junge Mütter und Neubürgerinnen weitergeben. CF

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Das MüZe Karben in der Berliner Straße 12 in Burg-Gräfenrode ist ein offenes Haus für Menschen jeden Alters – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, kulturellen und religiösen Hintergründen. Seit drei Wochen gibt es ein neues Programmheft. Informationen zum Online-Kursangebot gibt es im Internet unter www.mueze-karben.de oder unter Telefon 0 60 34/5 09 89 74. Der MüZe-Newsletter kann unter www.müueze-karben.de/wir-ueber-uns/newsletter bestellt werden. Neubürger können zudem einen Termin für eine Hausführung im MüZe vereinbaren. Info-Pakete zum MüZe und dem Angeboten sollen außerdem an Kinder- und Frauenärzte verteilt werden, die diese gezielt an junge Mütter und Neubürgerinnen weitergeben.

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