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Das ist der kürzeste, aber auch steile Zu- und Abgang von und zum Neubaugebiet Am Kalkofen. Er soll durch eine Rampe ersetzt werden.

Kalkofen: Rampe soll steile Treppe ersetzen

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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Karben (pe). Was lange währt, könnte endlich gut werden, und zwar noch in diesem Jahr. Denn Stadt, Ortsbeirat und Ingenieure haben sich auf eine Variante zum barrierefreien Zugang zum Neubaugebiet Am Kalkofen in Groß-Karben geeinigt.

Das Ganze ist für die Bewohnerinnen und Bewohner ein Ärgernis, seit sie dort eingezogen sind. Meist Familien mit Kindern, aber auch einige Ältere haben im Grunde genommen zwei Möglichkeiten: Entweder wählen sie den längeren Weg aus dem Wohngebiet heraus über den Waldhohlweg und den Karbener Weg, um in den alten Ortskern zu den Geschäften zu kommen, oder sie wählen den kürzeren, aber dennoch steilen Weg über die neu gebaute Treppe vom Karbener Weg aus. Da Fußgänger immer dazu neigen, den kürzesten Weg zu nehmen, sind sie auf die Treppe angewiesen. Solch ein Zugang ist aber alles andere als barrierefrei. Wie schon Ortstermine ergeben haben, sind Mütter mit Kinderwagen auf einen Helfer angewiesen, und wer sein Fahrrad nimmt, muss es schultern.

Zwei Varianten erarbeitet

Mehrmals wurde das Thema bei einer Ortsbegehung beziehungsweise in Ortsbeirats- und Stadtverordnetensitzungen von SPD und CDU angesprochen. Die Stadt war keinesfalls gegen einen barrierefreien Zugang, deren Fachleute sahen aber verschiedene technische Probleme. So wurden letztlich zwei Varianten erarbeitet, die in der letzten Sitzung des alten Ortsbeirats vorgestellt worden waren. Man einigte sich darauf, dass nach einem Feinschliff der neue Ortsbeirat die Entscheidung für eine der beiden angedachten Rampen treffen sollte.

Allerdings neigte schon der alte Ortsbeirat zur sogenannten blauen Variante, einer Rampe mit rund sechs Prozent Neigung, die den Hang zum Kalkofen entlang und dann zum Heldenberger Weg auslaufen bzw. dort beginnen soll.

Bei einem kürzlich vor Ort stattgefundenen Termin mit Bürgermeister, Vertretern des Tiefbauamtes, des ausführenden Ingenieur-Büros und des Ortsbeirats an der Treppe kam man parteiübergreifend zu einer gemeinsamen Variante, einer Serpentinen-Lösung, die selbst die Kleinsten auf ihren Rädchen, Eltern mit Kinderwagen oder auch bewegungseingeschränkte den Hang leicht erklimmen lassen.

Hoffen auf frühen Baubeginn

Noch ein weiterer Grund zur Freude ist laut Markus Dreßler (Grüne), dass mit der Errichtung der Rampe gleichzeitig der Spielplatz errichtet werden soll. »Der Spielplatz wird nicht nur ein toller Zugewinn für die Neubaugebiets-Anwohner/innen sein, sondern für alle Groß-Kärber in unmittelbarer Umgebung«, so Dreßler »Das Tolle ist, dass wir das parteiübergreifend hinbekommen haben«, fährt der Grünen-Politiker weiter fort. Im Ortsbeirat dürfe die Parteizugehörigkeit keine bedeutende Rolle spielen. Hier sei es wichtig, dass alle am selben Strang ziehen. »Das ist uns gelungen.«

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) bestätigt die Einigung, weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren kompliziert werde, da hier noch der zu bauende Spielplatz und Kanalbauwerke im Hang zu berücksichtigen seien. »Die Tiefbauverwaltung wird jetzt in Kooperation mit dem Ingenieurbüro die notwendigen Ausschreibungsunterlagen erstellen und auf den Weg bringen.«

Die Ortsbeiräte hoffen nun, dass noch in diesem Sommer mit dem Bau der Rampe begonnen werden kann. Wenngleich Dreßler einschränkt: »Baumaterialien und ausführende Baufirmen sind in Pandemie-Zeiten leider knapp geworden.«

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