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David Gubitzer

Junge Union plädiert für Öffnungen

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Karben (pm). Die Junge Union Karben fordert die Hessische Landesregierung zu mehr strategischen und durchdachten Öffnungen auf, ist eine Pressemitteilung der Karbener Nachwuchspolitiker überschrieben.

Nachdem die Hessische Landesregierung lediglich drei »Modellstädte« für Lockerungen aus den pandemiebedingten Einschränkungen, nämlich Baunatal, Alsfeld und Dieburg benannt habe, zeigt sich die Karbener JU enttäuscht. »Wenn die Hessische Landesregierung die Öffnungskonzepte nach dem Tübinger Vorbild ernst nehme, dann sollte dies nicht nur für ausgewählte Städte gelten, sondern flächendeckend in allen Städten und Gemeinden umgesetzt werden, die bereit sind, diese entsprechende Infrastruktur zu schaffen«, heißt es in der Mitteilung der Karbener Jungen Union (JU).

Hierzu begrüßt die JU ausdrücklich den Vorstoß von Bürgermeister Guido Rahn, in Karben ein Testzentrum mit einer täglichen Kapazität von bis zu 600 Corona-Tests zu schaffen. Nur mit einer derartig groß angelegten Teststrategie könne nicht nur die breite Masse erreicht werden, sondern auch asymptomatische Fälle erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden, argumentieren die jungen Politiker.

Diesbezüglich bestätige sich eine grundsätzliche Bereitschaft der Stadt, ein Modell nach Tübinger Vorbild auszutesten, mehr Verantwortung und Handlungswillen zu zeigen, als höhere politische Ebenen dies seit Monaten verkörpern.

Die Karbener JU stellt klar, dass sie auf der Seite der Karbener Einzelhändler und Gastronomen steht. »Es kann nicht sein, dass wir nach über einem Jahr Pandemie mit zaghaften Modellversuchen beginnen. Es gilt endlich flächendeckend neue Konzepte zu wagen. Niemand kann ernsthaft vertreten, dass der lokale Einzelhandel, oder auch die Gastronomie mit durchdachten Hygienekonzepten und vorherigen Testungen eine große Gefahr darstellen«, sagt JU-Vorsitzender David Gubitzer.

»Die Öffnung des Einzelhandels und der Gastronomie bedeutet in erster Linie ja nicht, Massentreffen und Shopping-Tourismus zuzulassen, sondern Existenzen zu sichern«, fügt Luisa Haase, Pressesprecherin der JU Karben, hinzu. Solange in Karben noch Einzelhandelsgeschäfte und die Gastronomie geschlossen sind, setzt sich die Karbener JU also weiterhin vehement für deren Öffnungen unter sicheren Hygienebedingungen ein.

Akzeptanz für Maßnahmen sinkt

In Anbetracht der abnehmenden Akzeptanz für die Corona-Maßnahmen fordert die JU Karben zusätzlich mehr Verantwortung auf lokale Ebenen zu übertragen. Die geltenden Maßnahmen würden schlichtweg nicht mehr ernst genommen.

Das Gespür der Bundesregierung für die Lebensrealität vieler Menschen sei in den vergangenen Wochen zusehends verschwunden. Jetzt gelte es, die föderalen Strukturen zu nutzen und Verantwortung abzugeben, an lokale Ebenen, die unmittelbar an den Bürgern sind und die regionales Denken und Handeln zielsicherer mit deren örtlichen Bedingungen vereinbaren können.

»Blickt man nach Frankreich, sieht man sofort, dass zentralisiertes Handeln, wie von der Bundeskanzlerin angedroht, keine Vorteile mit sich bringt. Dadurch entwickelt sich vor allem nur noch mehr Unverständnis und Ablehnung in der Bevölkerung«, gibt JU-Geschäftsführer Patrick Lehmann zu bedenken.

»Der Vorstand der JU Karben ist sich einig, dass es umgehend bedeutende Veränderungen in der Corona-Politik geben muss, damit das Karbener Stadtbild mit seinen vielfältigen Geschäften und Gastronomie-Variationen bestehen bleibt«, heißt es in der Mitteilung. Deshalb wollen sich die Jungpolitiker weiterhin für mehr Öffnungen unter sicheren Hygienekonzepten nach dem Tübinger Vorbild einsetzen. FOTO: PRIVAT

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