1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Karben

Jukuz soll Jugendcafé bekommen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das Jukuz soll nach dem Willen der Koalition ein Jugendcafé erhalten. 	 
	(Archivfoto: jas)
Das Jukuz soll nach dem Willen der Koalition ein Jugendcafé erhalten. (Archivfoto: jas) © Janine Stavenow

Karben (pe). Die Koalitionsfraktionen von CDU, Freien Wählern und FDP wollen die Idee, die seit Anfang des Jahres leerstehende Gaststätte des Jugendkulturzentrums (Jukuz) in ein Jugendcafé umzuwandeln, nun auf den parlamentarischen Weg bringen. CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Beck kündigte gegenüber der Presse an, dass die Koalition im Mai einen entsprechenden Antrag ins Stadtparlament einbringen werde

. Er sehe vor, in der derzeit leerstehenden Gaststätte im Jukuz ein Jugendcafé einzurichten. Dazu soll die Stadtjugendpflege um eine »FSJ-Kraft« (Freiwilliges Soziales Jahr) aufgestockt werden.

Die Koalitionäre greifen damit eine Idee der Stadtjugendpflege auf, die diese Mitte März bei den Beratungen im Jugend-, Sozial- und Kulturausschuss vorgestellt hatte. Der derzeit leerstehende Gastraum könnte so wieder einer Nutzung zugeführt werden und zugleich würde das Angebot des Jukuz bereichert.

Wie berichtet, ist fast unbemerkt von der Öffentlichkeit eine 165 Jahre alte Tradition an dieser Stelle zu Ende gegangen: Die Pfungstädter Brauerei hatte zum 31. Dezember 2013 den Vertrag mit der Stadt gekündigt. Die Brauerei hatte die Gaststätte untervermietet, der Pächter jedoch wie die anderen zuvor aufgegeben. Die direkt neben den jetzigen Gebäuden des Jukuz gelegene Gastwirtschaft »Zum Selzerbrunnen« hatte keine Stammkundschaft aufbauen können.

»Einstiegsangebot« fehlt

Schon in der Januar-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hatte Bürgermeister Guido Rahn angedeutet, dass dort ein selbst betriebenes Jugendcafe vorstellbar sei. In der März-Sitzung des Ausschusses hatte die städtische Jugendpflege ihr Konzept für das Jukuz vorgestellt. Die darin gleichfalls geäußerte Idee des Jugendcafes hat die Koalition jetzt in einen Antragstext gegossen.

»Wie aus den gemeinsamen Beratungen mit der Stadtjugendpflege hervorging, erreicht die Stadtjugendpflege ihre Zielgruppe derzeit vor allem über die Schulsozialarbeit und die jüngere Zielgruppe durch den Kinderplaneten. Weitere – qualitativ mitunter sehr wertzuschätzende – Angebote des Jukuz erreichen eine sehr begrenzte Zahl von Jugendlichen«, so CDU-Vorsitzender Beck, der ergänzt: »Was fehlt, so auch die Einschätzung der Stadtjugendpflege, ist ein unverbindliches, regelmäßiges ›Einstiegsangebot» des Jukuz für Karbener Jugendliche, aus denen weitere Aktivitäten erwachsen können.«

Das von der Stadtjugendpflege vorgestellte Jugendcafé sei geeignet, diese Lücke zu schließen. »Dabei ist anzustreben, wie im Konzept dargestellt, Kooperationspartner zu finden, etwa Vereine oder das Berufsbildungswerk, so dass eine gegenseitige Vernetzung und Unterstützung möglich ist«, heißt es in dem Antrag weiter.

Zur personellen Unterstützung des Projekts sei eine FSJ-Kraft sehr gut geeignet, die dem Alter der Zielgruppe vergleichsweise nahe sei. Außerdem seien mit dem Freiwerden der ehemaligen Gastwirtschaft die räumlichen Voraussetzungen geschaffen. Neben den Räumen des Lokals, die gut in Schuss sein sollen, gibt es noch einen rund 45 Quadratmeter großen, renovierungsbedürftigen Raum im Erdgeschoss.

Die Koalitionsvertreter haben über die künftige Nutzung der leeren Räume diskutiert. Sie erhoffen sich mit dem Cafe eine Belebung des Jukuz. »Ein weiterer Erfolgsfaktor könnte sein, dass durch die Stadtplanung der Karbener Neuen Mitte das Jukuz näher an den künftigen Stadtkern rückt und damit das hin und wieder zu hörende Argument ›zu weit weg vom Schuss» entfällt. Werbemaßnahmen an der Kurt-Schumacher-Schule sollten eine entsprechende Besucherfrequenz ermöglichen«, so die Antragsbegründung abschließend.

Auch interessant

Kommentare