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In die journalistische Arbeit eingetaucht

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Schülerinnen und Schüler der Kurt-Schumacher-Schule mit HR-Landtagskorrespondent Sebastian Jakob. © Red

Karben (pm). Die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern ausbauen: Das war das Ziel des vierten ARD- Jugendmedientags am Dienstag. Live vor Ort in den Schulen, in den Sendern der ARD sowie digital wurden für Schulklassen Workshops angeboten. Der Hessische Rundfunk (HR) bot ebenfalls ein vielfältiges Programm. Zu Gast waren im Funkhaus am Frankfurter Dornbusch Schülerinnen und Schüler der Karbener Kurt-Schumacher-Schule.

Von 9.15 bis 12.45 Uhr nahm eine 11. Klasse am Workshop »Politik auf allen Kanälen: So arbeiten Landtagskorrespondentinnen und Landtagskorrespondenten im HR« teil. Sebastian Jakob, Landtagskorrespondent in Wiesbaden, leitete die Veranstaltung. Digital zugeschaltet war seine Kollegin Christiane Schulmayer.

INFO: Jugendmedientag

Zum ARD-Jugendmedientag: Etwa 12 500 Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab der achten Jahrgangsstufe waren beim ARD-Jugendmedientag von den Landesrundfunkanstalten eingeladen, sich in Workshops mit dem Thema »Medien und Medienkompetenz« zu beschäftigen. Partizipation stand im Vordergrund: Videos drehen mit Smartphone und Kamera, eigene Radiobeiträge erstellen, Interviews führen, Nachrichten verfassen und vieles mehr. red

Sie stellten sich zunächst vor und erklärten, wie sie zum Journalismus gekommen sind. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen zur Arbeit in der Landtagsberichterstattung. So wollten sie zum Beispiel wissen: Wie geht man mit dem Stress um? Wie berichtet man neutral? Wie geht man mit Bedrohungen, zum Beispiel bei Demonstrationen, um? Was sind die Unterschiede zwischen Social Media und Fernsehen? Werden junge Journalistinnen und Journalisten, die Beiträge für Social Media machen, respektiert? Sehen auch Politikerinnen und Politiker die Wichtigkeit von Social Media? Wie hat sich das Ansehen von Journalistinnen und Journalisten in den letzten Jahren in der Gesellschaft verändert? Auf diese und weitere Fragen versuchten die Gastgeber des Workshops, eine Antwort zu geben.

Im Workshop lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst spielerisch in einem Quiz Fakten über die ARD, den Hessischen Landtag und den Politikbetrieb kennen. Dann ging es an die praktische Arbeit. In mehreren Gruppen erarbeiteten sie ein Storyboard für einen Beitrag zum Thema »Wahlrecht ab 16 Jahren«. Jede Gruppe erarbeitete ein Konzept für einen redaktionellen Ausspielweg, das heißt: für lineares Fernsehen, für lineares Radio und für Social Media. Unterstützt wurden sie dabei von den beiden Coaches. Die Gruppen stellten ihre Konzepte am Ende vor und bekamen Feedback aus der Runde. Die Erfahrung der Karbener Schülerinnen und Schüler, für einen Vormittag in die journalistische Arbeit einzutauchen, war durchweg positiv. Es gab auch Überraschungen: So war zum Beispiel manchen nicht klar, wie viel Arbeit es macht, einen einzelnen Beitrag vorzubereiten. Der Workshop hat vermittelt, dass die journalistische Sorgfalt wichtig und die Verantwortung von Berichtenden groß ist. Die eigene Auseinandersetzung mit Journalismus hat die Schülerinnen und Schüler sensibilisiert. Eine Schülerin meinte nach dem »spannenden« Workshop, dass sie sich gern auf ein Praktikum im HR bewerben würde.

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KSS-Schülerin und -Schüler beim Workshop. © Red

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