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In Athen haben sich die Teilnehmer, unter ihnen auch Vertreter der Kurt-Schumacher-Schule, zum Thema "Unsere Vergangenheit ist unsere Zukunft" getroffen.

Hier wird Europa lebendig

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Karben(pm). Eine Delegation der Karbener Kurt-Schumacher-Schule (KSS) reiste kürzlich als Teil des Programms Erasmus plus der Europäischen Union nach Athen. Drei Lehrer und fünf Schüler trafen dort auf Vertreter von Schulen aus sechs Ländern.

Unter dem Motto: "Our past is our future: Environmental and Cultural Sustainability" hat die EU im vergangenen Jahr ein zweijähriges Erasmus-plus-Projekt gestartet, dem hat sich die Kurt-Schumacher-Schule angeschlossen. Fünf weitere Kooperations- und Partnerschulen aus sechs Ländern in Europa sind beteiligt. Sie kommen aus Tschechien, Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei.

In der zweiten Maiwoche machte sich eine Delegation der KSS, zu der fünf Schüler aus den 8. und 9. Gymnasialklassen gehörten, begleitet von drei Lehrern auf den Weg nach Athen der dritten Station des EU-Projektes, nach Celakovice und Murcia.

In Athen präsentierten die Schüler Vorträge zu den Themen Migrationsbewegungen zwischen den Partnerländern, einem Schwerpunktthema des Projektes. In Athen sollten sie ferner, wie die Schüler-Teams der anderen Partnerschulen auch, die jeweils eigene Muttersprache nach der Suggestopädie-Methode unterrichten, die das Erlernen einer Fremdsprache innerhalb von 100 Stunden ermöglichen soll, um sich in Alltagssituationen im betreffenden Land verständlich machen zu können. Weiteres Ziel des Treffens: Die unternehmerische Fähigkeiten der Schüler zu entwickeln.

Die Gastfreundschaft in Athen sei überaus herzlich gewesen, die Schüler fühlten sich bestens aufgehoben, und konnten die Sprache und Kultur Griechenlands in Gastfamilien kennenlernen. Im Verlauf dieser Woche hätten sich Freundschaften gebildet, die über das Projekt hinaus erhalten bleiben.

Schülerzahlen sollen steigen

Die Partnerschule in Athen ist die "3 Geniko Lykeio Neas Filadelfeias", eine Schule mit nur noch etwa 150 von ehemals 1500 Schülern am Stadtrand von Athen, die kurz vor dem Abriss steht. Ein Neubau ist bereits in Planung, es werde damit gerechnet, dass dann die Schülerzahlen wieder steigen.

Während der Vormittage ging es darum die vier Sprachen Griechisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch zu lernen. Die Sprache, in der alle gemeinsam kommunizierten sei Englisch gewesen. Nachmittags standen Besuche auf dem Programm: Das Migrationsmuseum, dem Museum über altertümliche griechische Technologie und musikalische Instrumente sowie dem Akropolis-Museum.

Zum Ende des Treffens erhielten die Teilnehmer Zertifikate. Bereits am sehr frühen Morgen startete danach die Rückreise nach Karben. Das Erasmus-Projekt in Athen sei eine weitere, gelungene Erfahrung für alle Beteiligten gewesen, resümiert Lehrer Bernd Meller. "Hier wurde Europa wirklich lebendig", sagt er.

In Athen erlebten die Teilnehmer ein wunderbares Gefühl der Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeit über alle Ländergrenzen hinweg.

Im kommenden Jahr 2020 werden sich alle Delegationen in Karben treffen, wo das EU-Projekt dann seinen Abschluss finden wird.

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