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Im Herbst rollen die Bagger

  • vonChristine Fauerbach
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Was tut sich in Burg-Gräfenrode? Zur Ortsbegehung mit dem Bürger- meister kommen 16 Interessierte. Die machen den Politikern deutlich, wo in ihrem Stadtteil was verändert werden kann. So mancher Wunsch soll direkt angegangen werden.

Stolperfallen in Form loser Gehwegplatten in der Straße Am Rollgraben, fehlende Poller in der Ernst-Reuter-Straße, zugewachsene Schilder im Kaicher Weg, Spielplatzerneuerung und -möblierung in der Kita Regenbogenland und dem Spielplatz Oberburg sowie anstehende Bauprojekte gehörten zu den Themen auf der fünften öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates Burg-Gräfenrode. Diese fand im Rahmen einer Ortsbegehung statt.

Ortsvorsteher Karlfred Heidelbach (CDU) begrüßte im Hof des Dorftreffs »Alte Schule« neben Bürgermeister Guido Rahn (CDU) und den vier Ortsbeiratsmitgliedern auch 16 Bürger. Damit war der Spaziergang für die Kommunalpolitiker eine gute Gelegenheit, um zu erfahren, wo den Bürgern der Schuh drückt. Elf Punkte sprach der Ortsvorsteher auf der zweieinhalbstündigen Route durch den Stadtteil an.

Vorschlag: Bitzer in Litfaßsäule

Der Zustand der verdreckten Litfaßsäule in der Berliner Straße mit den in Fetzen herabhängenden Plakatüberresten sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Der Ortsvorsteher will Kontakt mit dem Betreiber aufnehmen. Auf breite Zustimmung bei den Spaziergängern stieß der Vorschlag von Petra Traband. Sie machte sich für den Einbau eines Blitzers in die Litfaßsäule stark, um Raser künftig auszubremsen.

Von Gras und Wildkräutern überwucherte Gehwege erregten ebenso die Gemüter wie von Privat- und Firmenfahrzeugen zugeparkte Straßen etwa vor dem Sportplatz und Hydranten. Versetzen will der Bürgermeister den über den Sportplatzparkplatz laufenden Fuß- und Radweg auf den mit Bäumen bestandenen Grünstreifen an der Straße. Ein neuer, tiefer liegender Grünstreifen und mehr Parkplätze sollen das Areal aufwerten.

In einem Gespräch mit den Besitzern des Eckhauses in der Hirschbacher Straße will Bürgermeister Rahn ein optisches Problem regeln. Die dominante Wärmepumpe mit Lüftung direkt am Lieselkreisel stört viele Roggauer. »Der Kasten verschandelt die Ortseinfahrt«, schimpften einige Teilnehmer. Sie plädierten für eine Verkleidung oder einen Sichtschutz.

Nach vier Jahren sollen im Herbst die Bagger auf das Grundstück Hochstraße Ecke Kaicher Weg rollen. Terminiert war der Baubeginn für das 6-Familien-Miethaus für Winter 2019. Der Magistrat hat die Verbesserungsvorschläge des Bauträgers für 1,1 Millionen Euro abgelehnt. »Jetzt vergeben wir alle Gewerke einzeln«, sagte Bürgermeister Rahn. Die Hälfte der 60 bis 80 Quadratmeter großen Wohnungen soll sozialverträglich für circa 7,50 oder 8,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. »Das Haus wird gedreht, der Lindenbaum bleibt erhalten, davor wird eine Bank aufgestellt«, erklärte Rahn.

Fast fertig gestellt ist der Spielplatz der Kita Regenbogenland. Die Stadt investierte zwei Millionen Euro. Der U-3-Bereich erhält noch eine Rutsche, es werden zwei UV-beständige Starksonnenschutzschirme für jeweils 5000 Euro aufgestellt und im Herbst eine Blühwiese ausgesät. »Ich ziehe meinen Hut vor dieser städtischen Investition«, lobt Karlheinz Fünffinger. Auf die für 65 Kinder ausgelegte Kita gehen 40, weil Erzieher fehlen.

Ebenfalls im Herbst wird der Spielplatzes »Liesels Fluchttunnel« an der Oberburg neugestaltet. »Ein Teil des Geländes gehört der Stadt, die sich das Wegerecht und die Nutzung des Turms für 50 Jahre gesichert hat.« Nach Norden verrückt wird der Grillplatz, der Bolzplatz wird verlegt, erhält neue Tore, es gibt eine steinerne Tribüne und ein neues Klettergerüst.

Neuer Standort für die Glascontainer ist das städtische Grundstück im Weedgraben, dass der Wasser- und Bodenverband Wetterau nutzt. »Der Verband löst sich auf. Damit fällt das Areal an die Stadt.«

Lob von den Bürgern gab es für die neugestalteten und bepflanzten Beete vor dem Ehrenmal an der Trauerhalle. Der offene Vorbau der Trauerhalle soll abgerissen und durch einen Wintergarten samt Ankleideraum für den Pfarrer »ohne Abstellplatz für Gartengeräte« ersetzt werden.

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