»Gutes Team und Druck von der Straße«

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Karben (pm). Die stellvertretende Vorsitzende der Wetterauer SPD, Natalie Pawlik, begrüßt die Verhandlungsergebnisse zwischen IG Metall und Continental zum Sozialtarifvertrag und den Erhalt des Karbener Standortes. Sie schreibt dazu in einer Pressemitteilung: »Ich gratuliere den Beschäftigten zum hart erkämpften Abschluss. Conti Karben zeigt wieder mal, dass an gut organisierten Belegschaften und starken Gewerkschaften niemand vorbeikommt.

«

Dem Verhandlungsergebnis nach sei die ursprünglich aus der Konzernzentrale geplante vollständige Schließung des Automotive Werks in Karben vom Tisch. Der Continental Engineering Service (CES) werde mit 187 Beschäftigten erhalten. Zum ursprünglich letzten Tag des Werks sollen außerdem mindestens 150 Mitarbeitende weiterhin bei der Continental Automotive GmbH beschäftigt bleiben. Außerdem habe die Verhandlungsrunde ein Projekt zur Standortentwicklung vereinbart. Für ältere Beschäftigte solle es Übergangsregelungen geben und, wo notwendig, Abfindungen Auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sowie befristete Beschäftigte sollen durch einen Solidarfonds abgesichert werden. Zudem werde eine Transfergesellschaft eingerichtet, die für Qualifizierung und Vermittlung für die Beschäftigten sorgen solle.

Pawlik dazu: »Auch wenn das Werk in Karben nicht vollständig erhalten werden kann, ist das Ergebnis ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien, aber auch für die Stadt Karben und die umliegenden Kommunen.«

Nur durch den Einsatz der Beschäftigten, den Druck auf der Straße, zahlreichen Streiks vor dem Werkstor und einem guten Verhandlungsteam sei die komplette Werksschließung und die Arbeitsplatzverlagerung abgewendet worden, erklärt Pawlik.

Die SPD-Bundestagskandidatin hatte sich in den vergangenen Monaten nach eigenem Bekunden um die Werkserhaltung bemüht. Sie hatte sich an den Warnstreiks beteiligt, Kontakt zum Betriebsrat gepflegt und habe eine Resolution in den Kreistag eingebracht, die für eine gemeinsame Position der Parteien zur Unterstützung der Conti-Beschäftigten gesorgt habe.

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