Eeuerwehrleute kontrollieren den Schornstein des Fachwerkhauses. (Foto: Pegelow)
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Eeuerwehrleute kontrollieren den Schornstein des Fachwerkhauses. (Foto: Pegelow)

Großeinsatz in Fachwerkhaus

Karben (pe). Einen Großeinsatz hatten die Feuerwehren am zweiten Weihnachtsfeiertag. 45 Brandschützer rückten nach Rendel aus, weil von dort ein Wohnungsbrand gemeldet worden war. Die Wehren aus Karben-Mitte und Rendel sowie der Einsatzleitwagen aus Petterweil brausten in die Klein-Karbener Straße 10.

Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Thomas Bier entstand das Feuer in der Zwischendecke des historischen Fachwerkhauses. Aus bislang unbekannter Ursache waren offenbar Balken hinter einer Gipskartonverkleidung in Brand geraten. Dank der montierten Rauchwarnmelder wurden die Hausbewohner rechtzeitig aufmerksam und konnten das Feuer mit einem Feuerlöscher bekämpfen.

Die sechs Bewohnerinnen und Bewohner retteten sich ins Freie. Die Wehrleute mussten lediglich einen Hasen aus dem Innern des Gebäudes retten, wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Becker vor Ort gegenüber der WZ sagte.

Zwei Wehrleute fuhren mit der Drehleiter nach oben und kontrollierten den Schornstein, andere suchten das Innere des Hauses mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern ab. "So gehen wir sicher, dass nicht doch noch verspätet ein Brand ausbricht", betonte Becker. Zugleich wurden die sechs Bewohner vom Arbeiter-Samariter-Bund auf Rauchgas kontrolliert. Einer von ihnen wurde in ein Krankenhaus gebracht, da Verdacht auf Rauchgasvergiftung bestand.

Die Feuerwehr entfernte zudem die Gipskartonverkleidung. Auch zwei Schornsteinfegermeister waren zur Brandstelle gekommen, da man zunächst von einem Kaminbrand ausging. Außerdem wurde das Wohnhaus entlüftet. Es ist zurzeit nicht bewohnbar, die Familie kam bei Verwandten in der Nähe unter. Der Feuerwehreinsatz sorgte für eine Sperrung der Klein-Karbener Straße zwischen Jahnstraße und Pfarrgasse.

Die Schadenshöhe stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe ebenso wenig fest wie die Brandursache. Dazu wird die Polizei noch ermitteln.

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