+
Der Bastelkreis ist auch mit einer Bude vertreten. Waltraud Beier (l.) und Petra Martini verkaufen selbst gebackene Plätzchen, Gebasteltes und vor allem Advents- und Türkränze. Fotos: Dostalek

Glühwein bei Feuerschein im Pfarrgarten

  • schließen

Karben-Rendel(dos). Wenn die Lichter strahlen, der Duft von Glühwein und Bratwurst durch die Nase zieht und Stimmengewirr aus dem Pfarrgarten klingt, dann ist die Zeit gekommen für den Rendeler Weihnachtsmarkt.

"Es ist so schön gemütlich hier und wir treffen meistens Bekannte", sagt Gisela Hölken aus Klein-Karben, die sich gerade mit Glühwein versorgt hat. Die Familie ist mit dabei, Sohn Christian Hölken, Schwiegertochter Susanne und Enkel Emil (6), der seine Bratwurst festhält. Im Zelt finden sie einen geschützten Platz, während draußen im Pfarrgarten die Stehtische belagert werden.

Alle Hände voll zu tun hat Kirchenvorstandsmitglied Frank Braunroth am Grill, dabei ist es erst später Nachmittag. "Es wird noch voller werden", prognostiziert er, denn der Weihnachtsmarkt am ersten Adventssamstag sei ein sehr beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. "Der Pfarrgarten bietet sich dafür an", bestätigt ein Rendeler, der es wissen muss. Senior Karlheinz Hock (84) lässt es sich nicht nehmen, dem Weihnachtsmarkt einen Besuch abzustatten. In jüngeren Jahren hat er bei dem Aufbau stets mit angepackt. Jetzt sind es andere aus der evangelischen Gemeinde und den Rendeler Vereinen, die für das Gelingen des Weihnachtsmarktes sorgen. Mit dabei sind der Fußballclub, der Turnverein und der Angelsportverein Rendel-Niederdorfelden. Der Bastelkreis ist ebenfalls mit einer Bude vor Ort vertreten. Waltraud Beier und Petra Martini verkaufen selbst gebackene Plätzchen, allerlei Gebasteltes und vor allem Advents- und Türkränze.

Traditionelles Highlight ist das "Ansingen" in der Rendeler Ortsmitte, direkt am Aufgang zur evangelischen Kirche. Dort auf einem kleinen Vorplatz ist ein "Adventskranz", gestaltet in Form eines Karrees, dekoriert mit grünen Zweigen und vier großen beleuchteten Kerzen.

In einer Feuerschale glühen Holzscheite. Immer mehr Rendeler kommen herbeigeströmt, während die ersten Lieder erklingen. Stephan Kuger von der evangelischen Gemeinde in Rendel organisiert schon im achten Jahr diese Einstimmung auf die Weihnachtszeit. "Das machen wir hier an der Kirche an allen vier Adventssamstagen", sagt er. Seine Tochter Clara (12) verteilt fröhlich die Liederzettel, denn jede Stimme wird gebraucht, damit "Wir sagen euch an den lieben Advent", "Freuet euch" und "Kling, Glöcken klingeling" laut und fröhlich durch die kalte Nacht schallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare