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Gegen Energieverschwendung und Stromfresser

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Karben (koe). Klimawandel, Atomkraft, Erderwärmung - ziemlich abstrakte Begriffe für Kinder. Nicht so für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Fünft- und Sechstklässler haben ein Klima-Musical einstudiert und sich mit Umweltschutz beschäftigt. Seit Januar haben sie geübt. Am Sonntag war Premiere; am Montag gab es weitere Aufführungen für Mitschüler.

Karben (koe). Klimawandel, Atomkraft, Erderwärmung - ziemlich abstrakte Begriffe für Kinder. Nicht so für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Fünft- und Sechstklässler haben ein Klima-Musical einstudiert und sich mit Umweltschutz beschäftigt. Seit Januar haben sie geübt. Am Sonntag war Premiere; am Montag gab es weitere Aufführungen für Mitschüler. Das Ganze basiert auf einem Konzept des BUND. Die Organisation sorgte bei Infoständen auch für die nötigen Hintergründe.

Über 80 Kinder wirken bei der Aufführung mit. Über 60 singen im Unterstufenchor, es gibt sieben Schauspieler und Schauspielerinnen sowie 17 Tänzerinnen. »Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde« heißt das Musical. Dazu hat Chorleiter Holger Schmidt die passenden Lieder eingeübt; als Vorlage diente ein Buch des BUND. Seit 2007 gibt es Material, das Lehrern und Schülern helfen soll, ein solches Musical auf die Beine zu stellen. Der Text stammt von Hans-Jürgen Netz, die Musik von Reinhard Horn.

Lehrerin Monika Römer hat zusammen mit ihrer Kollegin Sabine Müller die passenden Schauspieler ausgewählt. Römer hat selber die Tänzerinnen ausgesucht. »Es gab ein richtiges Casting«, meinte Römer. Denn nur wer gut ist, es richtig ernst meint und ein Musical machen wollte, wurde genommen. Die Akteure sind überwiegend aus der 5. Klasse. »Da haben sie noch kindliche Unbeschwertheit auf der Bühne«, so die Lehrerin. Das Stück richtet sich dementsprechend an Grund- und Unterstufenschüler.

Seit Anfang des Jahres haben alle Beteiligten geübt. Am Sonntag zur Premiere sei die Aula fast aus allen Nähten geplatzt, sagte Römer. Am Montagvormittag sahen sich alle 5. und 6. Klassen der KSS zwei Aufführungen an. Hinzu kamen einige Grundschulklassen. Für die öffnen die Darsteller auch heute noch einmal den Vorhang.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ein Eisbär und ein Pinguin. Als ihre Eisschollen durch die Klima-Erwärmung immer kleiner werden, beschließen sie, zu den Menschen zu gehen und ihnen klar zu machen, dass es so nicht geht. In einer Stadt treffen sie auf zwei Kinder. Auch in deren Wohnung treiben die »Stromfresser« Ampere, Watt und Volt ihr Unwesen. Die Kinder bekommen von Eisbär und Pinguin die Lizenz zum Abschalten. Die Schüler leisten einiges: Das Stück dauert 75 Minuten.

Das Musical soll klar machen, dass es mit der Energie- und Ressourcenverschwendung nicht mehr weitergehen kann. Dazu hatte der BUND Schaukästen zum Anfassen vorbereitet, die »Klimakisten«: Kleine Figuren verdeutlichten, was im Musical gezeigt wurde. »Die Kinder haben es so erneut vor Augen«, sagte Dietrich Schlitzer vom BUND, der den Infostand in der Pausenhalle betreute.

Das Klima-Musical ist Teil des »Comenius«-Programms an der Schule.

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