Um sich selbst nicht zu gefährden, tragen die Einsatzkräfte Chemikalienschutzanzüge. 	FOTO: FEUERWEHR KARBEN
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Um sich selbst nicht zu gefährden, tragen die Einsatzkräfte Chemikalienschutzanzüge. FOTO: FEUERWEHR KARBEN

Gefahrguteinsatz an Löschwasserbecken

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Karben (pm). Am Samstag um 9.43 Uhr ist die Feuerwehr zu einem Gefahrguteinsatz an einem Löschwasserauffangbecken einer Karbener Firma alarmiert worden. Nach Angaben des Stadtbrandinspektors Christian Becker hatte ein Spaziergänger dort schwefelartigen Geruch wahrgenommen, außerdem wurde eine aufsteigende Blasenbildung sowie abgestorbene Pflanzen im Umkreis des Beckens gemeldet.

Da das Auffangbecken frei zugänglich ist, konnten die Einsatzkräfte eine unsachgemäße Entsorgung von Gefahrstoffen nicht ausschließen. Daher wurden die Feuerwehren aus Karben Mitte, Okarben, Petterweil, Burg-Gräfenrode, der Gefahrgutzug aus Bad Vilbel, das Messfahrzeug aus Friedberg sowie die Atemschutzkomponente aus Bad Nauheim alarmiert.

Zum Schutz der Einsatzkräfte wurde ebenfalls ein Rettungswagen sowie ein Notarzt zu Einsatzstelle entsandt.

Der Bereich wurde zunächst weiträumig abgesperrt, außerdem wurden ein Hotel, eine Tennishalle sowie eine Kindertagesstätte vorsorglich geräumt.

Im Anschluss wurde ein Trupp mit Chemikalienschutzanzügen zur Erkundung des Beckens eingesetzt. Der Trupp entnahm eine Wasserprobe, welche nach Messungen, einen erhöhten pH-Wert ergab. Der zwischenzeitlich informierte Sicherheitsbeauftragte der Firma teilte mit, dass es einen Defekt in der firmeneigenen Kläranlage gegeben habe. Dadurch war vermutlich die Flüssigkeit in das Becken ausgetreten.

Da nach den Messungen eine weitere Gefahr für die Bevölkerung ausgeschlossen werden konnte, rückten die Einsatzkräfte wieder ab.

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