Elisabeth Amon
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Elisabeth Amon

Froh, aber besorgt

  • vonPetra Ihm-Fahle
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Karben(ihm). Auch das Johanniterstift in Karben äußert sich jetzt zum Umgang mit den gelockerten Besuchsregelungen in Altenheimen. Wie Einrichtungsleiterin Elisabeth Amon ausführt, rufe die Aufhebung der Besuchsbeschränkung gemischte Gefühle in der Einrichtung hervor. "Einerseits freuen wir uns für die Bewohner und Angehörigen, dass sie nun wieder Besuche in Privatheit genießen können, andererseits sind wir in Sorge, dass gerade jetzt mit Beginn der kühleren Jahreszeit das Infektionsrisiko wieder stark ansteigt." Im Johanniter-Stift Karben können die Gäste laut Amon innerhalb festgelegter Besuchszeit von Montag bis Sonntag ohne Termin kommen. Die Besuche würden entsprechend dokumentiert. Es dürfe nur eine Person zu dem Bewohner auf das Zimmer, die Aufenthaltsbereiche der Wohnbereiche dürften nicht betreten werden. "Besucher desinfizieren sich die Hände, tragen einen Mund-Nase-Schutz und erhalten zudem von uns einen Schutzkittel. Nach dem Besuch wird das Zimmer gelüftet."

Im April habe es einige positiv getestete Bewohner und Mitarbeiter gegeben, sodass die Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden sei. Auf den betroffenen Wohnbereichen mussten die Bewohner laut Amon in ihren Zimmern bleiben, die Symptomkontrolle sei mehrmals täglich erfolgt. Es habe Bewohner gegeben, die gestorben seien und einen positiven Befund gehabt hätten. Doch ob das letztlich die Todesursache war, sei nicht gesichert. "Die Mitarbeiter waren ausschließlich auf ihren Wohnbereichen eingesetzt, trugen Schutzkleidung und FFP-2-Masken, weitere Hygienemaßnahmen wie mehrmalige desinfizierende Reinigung der Kontaktfläche wurden durchgeführt", blickt Amon zurück. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und durch den "großartigen Einsatz" aller Mitarbeiter habe die Quarantäne Anfang Mai aufgehoben werden können. FOTO: PRIVAT

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