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Freiwillige sammeln Radkappen, Altöl und Flaschen

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Vereinsmitglieder der Turngemeinde und des Tierschutzes sind an der Nidda unterwegs.
Vereinsmitglieder der Turngemeinde und des Tierschutzes sind an der Nidda unterwegs. © Barbara Newsham

Karben (bnk). Es ist schon erstaunlich, was manche Menschen einfach in der schönen Wetterauer Landschaft an Müll hinterlassen oder auch gezielt dort entsorgen. Man könnte glatt meinen, für diese Personen hätten sich die zahlreichen Papierkörbe unsichtbar gemacht und ihnen sei unbekannt, dass es Hausmülltonnen, einen Wertstoffhof und sogar ein Schadstoffmobil gibt.

Seit Samstag sieht es an vielen öffentlichen Stellen von Karben wieder besser aus, denn zahlreiche freiwillige Helfer waren am Samstagvormittag im Einsatz, um »wild« gelagertem Müll und Abfall den Garaus zu machen. Dabei waren Mitglieder verschiedener Vereine, Ortsbeiräte, Jugendfeuerwehren oder auch Schüler und Lehrer. Alle trafen sich um 10 Uhr vor dem Rathaus und wurden mit Warnwesten und blauen Müllsäcken ausgestattet. Immerhin meinte der Wettergott es gut: Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein schwärmten die Helfer dann aus.

Das Gebiet an der Nidda vom Bürgerzentrum bis zur Brücke am Günter-Reutzel-Sportfeld hatte sich eine zwölfköpfige Gruppe, bestehend aus Mitgliedern der Turngemeinde Groß-Karben und des Tierschutzes Karben vorgenommen. Auch vier Kinder packten fleißig mit an. Nach einer halben Stunde hatten sie bereits viele Glasflaschen, Flaschenverschlüsse, Getränkebecher und viel Plastikverpackungsmüll von Süßigkeiten gefunden. Auch ganz viele gebrauchte Papiertaschentücher hatten sie eingesammelt. »Wir waren letztes Jahr schon dabei,« berichtete Alexandra Rettinger, »den Kindern macht es viel Spaß, deshalb helfen wir heute wieder mit«.

Es sei eine sinnvolle Tätigkeit und die Kinder erlebten, wie wichtig es sei, die Umwelt zu schonen und dass man seinen Dreck nicht einfach irgendwo hinterlasse, ergänzte Rettinger. Auch Schülerin Alina Klügl hatte mitgeholfen und erzählte, dass sie auch im Schulhof oft den Müll beseitige.

Ebenso wurde in Okarben Unrat eingesammelt. Am Promilleweg waren »gute Geister« von Rommee-Club, Nabu und Ortsbeirat unterwegs. Sie fanden unter anderem eine alte Scout-Schultasche mit zwei Flaschen Altöl, diverse Radkappen, Blechbüchsen, viele Zigarettenkippen und leere Schachteln. Neben einigen Glasflaschen hatten die Helfer sogar gut 50 leere Wodkaflaschen eingesammelt. »Die vielen Schnapsflaschen passen direkt zum Promilleweg«, war zu hören. »Wir sind jedes Jahr dabei«, erzählten Hans Weiler und Dagmar Zeitler vom Rommee-Club, »wir wollen etwas für das Gemeinwohl tun«. Im Vergleich zu den Vorjahren hatte der Okarbener Helfertrupp festgestellt, dass die eingesammelte Müllmenge sich etwas verringert habe.

Anschließend deponierten alle ihre gekennzeichneten Müllsäcke an markierten Stellen, die Stadt sammelt diese am heutigen Montag ein. Nach getaner Arbeit kamen die Helfer im Jugendkulturzentrum zusammen, wo sie sich mit Erbensuppe und Würstchen stärken konnten. Das Essen hatten Mitarbeiter des Berufsbildungswerkes zubereitet.

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