Freie Wähler spenden Wetterfahne für Hallenbaddach

Karben (pwz). Als eine "allegorische Figur" beschreibt Stadtrat Michael Ottens die am Freitag auf der Dachspitze des Hallenfreizeitbades angebrachte Wetterfahne. Sie hat die Form einer Meerjungfrau. Inmitten der Bauarbeiten, die erahnen lassen, in welchem Glanz das Schwimmbad bei der Eröffnung – laut Ottens Anfang März – erstrahlen wird, fanden sich einige Mitglieder der Freien Wähler (FW) ein, um ihren Anteil zur Badrenovierung und äußeren Gebäudegestaltung beizutragen

.

Die Partei hatte durch eine vierstellige Spende dafür gesorgt, dass von nun an die Fahne aus verzinktem Eisenblech das Schwimmbad schmückt. Damit knüpft sie an eine historische Bürgertradition an, nach der markante öffentliche Gebäude mit einem unverwechselbaren Dachsymbol verziert werden, das dem Betrachter gleichzeitig einen Hinweis auf den Gebäudezweck gibt, so Rosemarie Plewe, Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler.

Tatsächlich ist die Meerjungfrau symbolträchtig: Der Fischschwanz des Fabelwesens beziehe sich auf das Wasser, also auf das sanierte Schwimmbad, sagt Ottens. Gleichzeitig gebe der "vollbusige Oberkörper" der Nixe einen Hinweis auf den Neubau des Saunaanbaus. Schließlich würde man diese auch zum Teil leicht bekleidet betreten, so Ottens. Zudem passe die Wetterfahne gut in die Umgebung, da sie auch ein Hinweis auf den nahegelegenen Niddaradweg geben würde.

Dachspitze beleuchtet

Der Bezug zum Thema "Wasser" und "Schwimmen" wird sich durch die gesamte Gestaltung des Hallenbades ziehen. So wird die Spitze des Gebäudes bei Dunkelheit mit grünem und blauem Licht beleuchtet, was den Eindruck verleiht, die Nixe schwimme im Wasser umher. Auch im Innern des Bades werden zur Zeit grüne Streifen an die Wände gemalt, auf die bald die wasserbezogenen Gemälde der Rendeler Künstlerin Barbara Meiler gehängt werden.

Die Fahne wurde durch den aus Petterweil stammenden Dachdecker Ulf-Stefan Wagner auf der gläsernen Spitze des Hallenbades montiert. Zuvor war mit einem Kompass die genaue Position der vier Himmelsrichtungen ermittelt worden. Alle Anwesenden waren froh, dass die Montage trotz der schlechten Wetterverhältnisse vollzogen werden konnte. Noch kurz vorher hatte es geregnet, Boden und Dach waren nass.

Nun fehlt der Meerjungfrau nur noch ein Name. Dazu haben die Stadtwerke einen Wettbewerb ausgeschrieben. In den nächsten Tagen kann man im Internet auf den Seiten der Stadtwerke aus acht Vorschlägen seinen Favoriten auswählen. Teilnehmer können Geldwertkarten für Schwimmbad und Sauna im Wert von 50 Euro gewinnen.

Die Freien Wähler hatten die Firma von Clemens Joseph Pötz aus Monheim in Nordrhein-Westfalen damit beauftragt, die Wetterfahne zu gestalten. Man habe lange über die Größe und Farbe diskutiert. Letzendlich sei man sich einig gewesen, dass die ausgewählte Größe dafür sorge, dass die Nixe für Passanten und künftige Besucher des Hallenbads gut zu sehen sei.

Durch die Farbe Schwarz enstünde ein ausreichender Kontrast, der die Wetterfahne sowohl bei blauem als auch bei grauem Himmel sichtbar mache.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare