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Tom Güttler will sich vor allem für die Jugend in der Kommunalpolitik starkmachen.

Freie Wähler mit jüngstem Kandidaten

Karben (pm). Ein interessantes Gespräch über Wahlthemen hat vor einigen Tagen zwischen Tom Güttler, dem jüngsten Kandidaten der Freien Wähler (FW), und dem erfahrenen Kommunalpolitiker Bodo Macho, der bereits die dritte Legislaturperiode für die FW im Stadtparlament sitzt, stattgefunden. Dabei seien unterschiedliche Sichtweisen und Beweggründe ausgetauscht, aber auch eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten erkannt worden.

Tom Güttler wird erst kurz vor der Wahl volljährig und hat bereits eine umfassende politische Meinung. »Ich sehe es als meine soziale Verantwortung an, mich für meine Heimatgemeinde zu engagieren«, sagt er.

Güttler ist seit 2020 Mitglied bei den FW und kandidiert auf Listenplatz 7. »Mir war es schon in der Vergangenheit wichtig, mich in meiner Stadt zu engagieren«. Dies habe er etwa ehrenamtlich in einem Seniorenheim, dem Johanniterstift getan. Zeit haben, Zuhören und gegebenenfalls kleine Hilfeleistungen geben, dazu benötige man keine spezielle Vorbildung, sagt er selbst. »Worauf es ankommt ist Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit und Zuverlässigkeit«, erläutert er. Es sei ein gegenseitiges Geben und Nehmen, das zudem schnell ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt. »Deshalb ist es mir wichtig, in meiner Stadt auch das Ehrenamt zu stärken«, sagt Güttler. In diesem Jahr legt er die Abiturprüfungen ab und möchte ein Studium beginnen.

Im Gespräch wies er auf die Einbeziehung der Jugend hin. »Die Jugend möchte gefragt werden und an der Zukunftsplanung teilhaben. Sie möchte gern Dinge verändern und sie muss die Möglichkeit dazu erhalten.«

Macho unterstütze die Ansicht. Er wies darauf hin, dass die FW viele Themen besetzen, die auch die Jugend interessieren dürfte. »Viele Initiativen zu kommunalpolitischen Themen sind in der letzten Wahlperiode von den Freien Wählern ausgegangen, zum Beispiel Themen wie Digitalisierung, sozialverträglicher Wohnungsbau in Neubaugebieten, die essbare Stadt oder die Ausweitung von Blühwiesen sind Ideen der Freien Wähler«, sagte Macho.

Während Güttler insbesondere die Themen Klimaschutz, Bildung in Pandemiezeiten, sowie den Mangel an sozialen Kontakten hervorhob, zeigte Macho auch die andere Seite, die der Politik, auf. Er zeigte Verständnis für die Probleme der Jugend, mahnte aber auch, sie müsse sich mehr in die Politik einbringen - auch bei Themen, die nicht nur die eigenen primären Interessen und Ziele betreffen.

Güttler schätzt bei den FW besonders die Idee der Nachhaltigkeit in allen Facetten. Auch die Unterstützung der Bienenbotschafter so wie die Initiative zu der Ausweitung der Blühwiesen. Kritik übt er an der »neuen Mitte« die keine sei und formuliert den Wunsch nach einem »Treffpunkt für alle«. Ein Mehrgenerationenhaus sei eine Chance, die bisherige Fehlplanung zu korrigieren. red

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