gia_ferienspielekarben_0_4c_3
+
Alternative Ferienspiele statt »Kinderplanet« im Karbener Jugendkulturzentrum: Diese Kinder basteln an einer Detektivausrüstung, dazu gehören auch Mikrofone und Dokumentenmappen.

Karbener Jukuz

Ferien-Karussell: Wo Kinder zu Detektiven werden

  • VonGeorgia Lori
    schließen

Der »Kinderplanet« im Karbener Jugendkulturzentrum kann sich wieder nicht drehen. Doch alternativ gibt es ein Online-Ferien-Karussell. 84 Mädchen und Jungen sind im Jukuz in Gruppen unterwegs. Die Detektive werden von Kindern von zuhause aus online unterstützt. Begleitend bietet das Jukuz erstmals eine Webseite an. Eltern können darauf zugreifen, um die Spielgeschichte zu verfolgen.

D ieses Mal werden die Kinder zu Detektiven ausgebildet«, sagt Ferienspiel-Koordinator Michael Langenbach. In seinem Büro im Karbener Jugenkulturzentrum (Jukuz) hat er die Webseite aufgerufen und erzählt von der »Ehlms Horselock Akademie«. Insgesamt gibt es sechs Detektive, die dieses Jahr spannende Fälle lösen. Auf der Webseite sagt Langenbach, gibt es auch einen Link zu den Fotos. In der Story könne man per Video sehen, was bisher geschah, und Detektive würden vorgestellt.

»Es ist ein großer Gewinn zu den vorhergehenden Jahren, wo wir nur Fotos hatten. Nun gibt es auch Videos«, sagt Langenbach. 2020 habe es - bedingt durch die Pandemie - keine Spielgeschichte im Jukuz gegeben. Dieses Jahr konzipierte das Team erneut eine zwei Wochen umfassende Geschichte. Pro Woche nehmen zwischen 80 bis 85 Kinder in sieben Gruppen teil. Je zwei Gruppen werden von einem Detektiven begleitet.

Das Essen muss mitgebracht werden

»Es haben sich mehr Kinder angemeldet, deshalb mussten wir auslosen wereine und wer zwei Wochen Ferienzeit bekommt. Die Kinder erleben in der Akademie eine Detektivausbildung mit Hindernissen, da das Siegel der Akademie gestohlen wurde. Dies hat zur Folge, dass sie fast ihren Detektivausweis nicht erhalten«, erklärt Langenbach. Dahinter stecke Mister M,, der die Akademie abreißen lassen wolle. Die Kinder versuchten, dies zu verhindern. Jede Detektivklasse habe ein eigenes Gebiet, wie die Forensik oder Strategie. Wegen des Hygienekonzepts bleibt jede Gruppe für sich. Das Tragen der Maske ist nur in den Innenräumen erforderlich. Einen Bus-Zubringerdienst gibt es nicht. Die Kinder bringen ihr Essen mit und essen es gemeinsam in ihrer Gruppe. Zum Hände waschen werden sie angehalten.

Luiz (9) und Luna (6) haben viel Spaß daran, Detektive zu sein. »Wir lernen viel, basteln. Es gibt spannende Fälle, die gelöst werden müssen«, sagen sie. Julia und Laura, sie sind beide acht Jahre alt, erzählen, dass sie Detektivbeutel angemalt und ihren Ausweis gebastelt haben. Sie besuchten auch das Archiv im Keller, hackten den »Supercomputer« und lösten Rätsel. »Im Auge liegt der Schlüssel, und wir müssen nach etwas suchen, das man im Licht sehen kann«, erzählen sie und sind sichtlich berührt von den beiden Hinweisen zur Lösung. Die Geschichte beschäftige sie auch zuhause, sagen die Kinder.

Detektiv Morgen alias Annabel Langenbach und Detektiv Gold alias Lilli Decker empfinden die Arbeit mit den Kindern als sehr harmonisch. »Die Kinder bringen ihre Emotionen in die Geschichte ein. Es geht für die Kinder um was, und das ist echt schön zu sehen«, sagt Annabel Langenbach.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare