Dribbeln, fangen und werfen - fair geht es zu im Spiel beim Basketballcamp in der Karbener Großsporthalle. Sebastian Wollny vom TV Okarben ist Schiedsrichter. FOTO: SCHENK
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Dribbeln, fangen und werfen - fair geht es zu im Spiel beim Basketballcamp in der Karbener Großsporthalle. Sebastian Wollny vom TV Okarben ist Schiedsrichter. FOTO: SCHENK

In den Ferien geht’s auf Korbjagd

  • vonJürgen Schenk
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Karben(jsl). In der Großsporthalle der Karbener Kurt-Schumacher-Schule quietschen Turnschuhe übers Parkett. Im Stakkato wird ein Ball geprellt, bevor jemand zum Wurf ansetzt. Das erste Basketball-Sommercamp der Stadt und des TV Okarben ist in vollem Gange.

Neun Kinder und zwei Trainer haben die Halle für sich. Nötig ist aber nur das nach den Regularien abgemessene Feld in der Mitte. Die beiden Körbe hängen in Wettkampfhöhe, etwas mehr als drei Meter über dem Boden. Zielgenau soll ein Ball dort hinein bugsiert werden. Für die neun- bis elfjährigen Mädchen und Jungen ist es eine Herausforderung. Doch stehen ihnen mit Sebastian Wollny und Marvin Voigt von der Basketball-Abteilung des TV Okarben zwei Kenner des Sports zur Seite.

Wie jeden Morgen gibt es von den Trainern erst einmal Unterricht in Sachen Regelkunde und Technik. Danach geht es zum Aufwärmen. Die Kinder können es kaum erwarten, bis sie los legen dürfen.

"Wir haben uns überlegt, jeden Tag ein kleines Highlight ins Programm einzubauen", erzählt Sebastian Wollny, Vereinsvorsitzender des TV Okarben. "Eis essen, einen Basketballfilm anschauen, draußen am Freikorb trainieren - Dinge, die den Kindern Spaß machen und die sie für ihren Einsatz belohnen."

Auf andere Dinge müssen die Trainer ebenfalls ein Auge haben. Dazu zählen Trinkpausen und die Einhaltung der Hygienebestimmungen. Am Eingang steht gleich eine Flasche Desinfektionsmittel. Regelmäßiges Händewaschen ist Pflicht. Gegessen wird im Freien auf einer Wiese. Nur das konsequente Abstandhalten ist nicht umsetzbar. "Beim Spielen kommen sich die Kinder automatisch näher als 1,50 Meter. Wir haben die Eltern vorab über dieses Risiko informiert. Bei der Teilnehmerzahl haben wir die Zehn-Personen-Obergrenze beibehalten", erklärt Wollny.

Beim Spiel gegeneinander geht es sportlich fair zur Sache, aber nicht ohne eine gewisse Ernsthaftigkeit. Basketball spielt jedoch kaum jemand im Verein. Umso erstaunlicher ist es, dass die Kinder nach wenigen Tagen ansehnliche Aktionen zeigen und Körbe erzielen.

"Schiedsrichter" Wollny leitet die Partie. Währenddessen sitzt Marvin Voigt, der in der 2. TVO-Herrenmannschaft als Aufbauspieler aktiv ist, am Kampfrichtertisch. Am Ende steht es 8:8.

Mittlerweile ist auch Thomas Frühauf vom Jukuz herübergekommen. Dort wird zeitgleich das "Kinderkarussell" als Alternative zum abgesagten "Karbener Kinderplaneten" angeboten. Frühauf bringt zum Ausdruck, was wahrscheinlich viele Eltern und Kinder denken: "Schön, dass es in diesem Jahr überhaupt Ferienprogramme geben kann". Von den Fähigkeiten der Basketballer nach nur einer Woche zeigt sich der Jukuz-Chef begeistert. Das Engagement der beiden Übungsleiter wird von ihm und den Kindern mit Beifall bedacht. Für den TV Okarben wäre es eine runde Sache, sollte das eine oder andere Talent künftig zum Jugend-Basketballtraining des Vereins kommen.

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