Zur Saisoneröffnung am Pfingstsonntag begrüßt Silvia Lesiak (r.) von der Stadtverwaltung die vier neuen ehrenamtlichen 

Betreuer und Betreuerinnen des Karbener Natur-Erlebnis-Gartens (v. l.): Udo Friedrich, Katharina Peter, Caroline Debes und 

Renate Breiter.	FOTOS: FAUERBACH
+
Zur Saisoneröffnung am Pfingstsonntag begrüßt Silvia Lesiak (r.) von der Stadtverwaltung die vier neuen ehrenamtlichen Betreuer und Betreuerinnen des Karbener Natur-Erlebnis-Gartens (v. l.): Udo Friedrich, Katharina Peter, Caroline Debes und Renate Breiter. FOTOS: FAUERBACH

INFO

Faible für Natur-Erlebnis-Garten

  • vonChristine Fauerbach
    schließen

Kraft auftanken, durch- atmen, Stille genießen, zur Ruhe kommen, sich am Anblick von Blüten, Bäumen und Gräsern erfreuen: Dies alles und mehr können Besucher im Natur-Erlebnis-Garten Karben. Eine Reihe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern arbeitet dafür, dass sich das kleine Paradies gut entwickelt.

W er im 4000 Quadratmeter großen, weitgehend naturbelassenen Natur-Erlebnis-Garten unterwegs ist und aufmerksam lauscht, der hört es überall zirpen, zwitschern, rascheln, summen und quaken. Geöffnet ist der »schönste Garten der Stadt« jeden Sonn- und Feiertag. Der Eintritt ist frei. Begrüßt und verabschiedet werden die Besucher von jeweils einem der derzeit acht ehrenamtlichen Helfer. Sie stehen für Auskünfte bereit, verteilen Informationsmaterial, verkaufen ein Infoheft für einen Euro pro Exemplar, beantworten Fragen.

Über 80 Besucher zur Eröffnung

Bei der Eröffnung am Pfingstsonntag hat Karin Baumgartl die Betreuung übernommen. Sie heißt zwischen 14 und 17 Uhr. 83 Besucher, vier neue Ehrenamtliche und Sylvia Lesiak von der Stadt Karben willkommen. »Im Durchschnitt haben wir an einem Sonn- oder Feiertag 40 Besucher. Bei Festen wie dem Familienfest auf dem Jukuz-Gelände und dem Freigelände vor dem Garten sind es bis zu 150 Besucher«, berichtet Karin Baumgartl. Hinzukommen Besuchergruppen aus Kindergärten und Schulen sowie geführte Gruppen, welche ihren Besuch mit einer Besichtigung der gegenüberliegenden Rapp’s Kelterei verknüpfen. Die vier neuen Ehrenamtlichen im Aufsichtsteam sind Udo Friedrich (65) aus Rendel, Renate Breiter (79) aus Groß-Karben sowie Katharina Peter (71) und Caroline Debes (18), die beide aus Petterweil kommen.

Bei einem Rundgang durch den Garten informieren Lesiak und Baumgartl das Quartett noch einmal vor Ort darüber, was sie vor dem Aufschließen und nach dem Abschließen des Tores erledigen sollten. Dazu gehört das Aufstellen und Wegräumen der Schilder an der Brunnenstraße und vor dem Eingang zum Natur-Erlebnis-Garten. Das Bereitstellen von Flyern und Heften zum Garten, Info-Magazinen wie »Der Apfelbote« oder Tütchen mit »Rapp’s Bienen-Blumen-Samen für Garten und Balkon«. Zu den weiteren Aufgaben der Aufsichtspersonen gehört das Auf- und Zudrehen der Wasserpumpe auf dem Spielplatz, das Öffnen und Schließen der Tür vor dem begehbaren Dachboden, die Kontrolle und gegebenenfalls das Auffüllen der Inhalte der Fühlkästen sowie ein Kontrollrundgang.

»Ich frage bei der Begrüßung die Besucher immer, woher sie kommen und wie sie vom Garten erfahren haben«, sagt Karin Baumgartl. Am ersten Eröffnungstag kann sie Besucher aus Frankfurt, Friedberg und Maintal sowie einige Karbener begrüßen. »Die meisten haben sich im Internet informiert, einige kommen auf Empfehlung von Freunden und Bekannten oder haben einen Artikel in der Zeitung gelesen. Zwei der Besucher hatten im Hessenfernsehen den Beitrag über Bienen in der Reihe »Erlebnis Hessen« gesehen. Dort hatten Antonio Gurliaccio und Moses Martin Mrohs unter anderem über Bienen-Behausungen wie Klotzbeuten und das Anlegen von Blühwiesen informiert. »Das Paar hat sich vor allem für unsere Klotzbeute interessiert.«

Ein Ehepaar aus Frankfurt holt sich im Natur-Erlebnis-Garten Anregungen für die naturnahe Umgestaltung ihres Gartens.

Seerosenteich und Naschgarten

Die Lieblingsecke von Ehrenamtler Udo Friedrich ist der Naschgarten. Der Rendeler hat auch einen großen Garten und möchte sein Wissen mit den Besuchern teilen.

»Ich habe einen Artikel in der Zeitung gelesen, habe selbst einen Garten, viel Zeit, denn meine Kinder und Enkel sind groß, und ich interessiere mich für die Natur«, sagt die Petterweilerin Katharina Peter. Ihre Lieblingsecken sind die beiden Teiche auf dem Areal samt Froschkonzerten.

Schülerin Caroline Debes geht aufs Friedberger Burggymnasium, hat Biologie als Leistungskurs belegt und freut sich auf ihren Dienst in der Natur. Ihre Lieblingsecke ist der Apothekergarten samt Kräuterspirale.

Renate Breiter hatte lange einen eigenen Garten. »Jetzt bin ich ohne und sitze auf dem Trockenen«, sagt die ehemalige Grundschulleiterin. Ihr Favorit ist der große Teich mit Seerosen, Schilf, Fröschen und Molchen.

Das Quartett will kräftig im Freundes- und Bekanntenkreis die Werbetrommel für den Garten rühren. Karin Baumgartl gehört seit 2012 zu den Ehrenamtlichen. »Ich war als Besucherin hier und habe mich gleich in das Areal verliebt, da ich keinen eigenen Garten habe«, sagt die Groß-Karbenerin. Sie hilft auch mit im Team von Ralf Berster auf dem Karbener Rosenhang. »Dieser gehört neben dem Natur-Erlebnis-Garten Karben zu den beiden Besonderheiten in unserer Stadt.«

Von Mai bis September ist der Natur-Erlebnis-Garten Karben, Brunnenstraße 2, sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Sonderführungen für Gruppen können über die Kelterei Rapp’s oder die Stadt, Telefon 0 60 39/48 10, E-Mail info@karben.de, vereinbart werden. cf

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare