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Wegen eines Corona-Falls ist die städtische Kita in Petterweil derzeit geschlossen, auch der Notbetrieb wurde eingestellt. FOTO: HOLGER PEGELOW

Corona-Tests negativ

Entwarnung in Petterweiler Kita

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Nachdem ein Kind in der Kita Petterweil positiv auf Corona getestet worden war, musste die Kita geschlossen werden. Am Donnerstag gab es Entwarnung: Alle anderen Tests waren negativ.

Karben(pe). Still ist es in der städtischen Kita in Petterweil derzeit. Nicht mal die sonst übliche Notbetreuung findet statt. Und das hat einen ernsthaften Grund: In der Kita ist Ende vergangener Woche ein Kind positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Tests sind negativ ausgefallen

Sofort musste das Kreisgesundheitsamt informiert werden, die Kita wurde geschlossen, sämtliche Kinder und das Personal in häusliche Quarantäne geschickt. Am Donnerstagabend dann aber kollektives Aufatmen: Alle Kinder und die Mitarbeiterinnen sind coronafrei. "Alle sind am Mittwochabend getestet worden, und alle Tests sind negativ ausgefallen", berichtet Fachdienstleiterin Kinderbetreuung, Heike Herrmann. Alle müssten weiterhin bis kommenden Freitag in Quarantäne bleiben.

Die Schließung der Kita in Petterweil wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie die ab 2. Juni vom Land wieder erlaubten Öffnungen aller Kindertagesstätten gehandhabt werden kann. "Wir erarbeiten ein umfangreiches Hygienekonzept", berichtet Herrmann. Das sieht beispielsweise vor, dass sich die Gruppen weder im Kita-Gebäude selbst noch auf dem Freigelände treffen dürfen. Es sollen Gruppen von zwölf bzw. dreizehn Kindern gebildet werden, im U3-Bereich sollen es maximal acht Kinder sein. Die sogenannte Notdienstgruppe bleibe bestehen, die anderen Kinder kämen in andere Gruppen.

Aktuell habe der Fachbereich eine Umfrage unter den Eltern gestartet, um die Zahl der Kinder zu erfassen, die ab übernächsten Dienstag in den Kitas betreut werden sollen.

Nach Pfingsten kein voller Betrieb

Dass in den Karbener Kindereinrichtungen ab nach Pfingsten kein voller Betrieb möglich sein wird, erklärt die Fachdienstleiterin schon damit, dass rund 30 Prozent des Personals nicht arbeiten dürfen, weil die Kolleginnen zur Risikogruppen gehörten. Also entweder 60 Jahre und älter oder vorerkrankt seien.

"Das wird ein richtiges Mega-Projekt", sagt Heike Herrmann, "zumal die Eltern mit den Füßen scharren". Seit Mitte März sind alle Kitas landesweit geschlossen, nur die Kinder von Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen wie etwa in Krankenhäusern oder bei der Polizei arbeiten, dürfen betreut werden.

Mit zum Hygienekonzept gehöre, dass die Eltern ihre Kinder nur bis in den Flur bringen dürfen und die Kinder zum Händewaschen geführt würden. Das Frühstück soll von Zuhause in einer Brotbox mitgebracht werden.

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