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Endspurt in der Petterweiler Ortsdurchfahrt

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Von: Holger Pegelow

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Baustelle: Im Bereich Berenger Straße/Rodheimer Straße laufen die Arbeiten in der Ortsdurchfahrt Petterweil © Holger Pegelow

Die Arbeiten in der Petterweiler Ortsdurchfahrt gehen in die finale Phase Selbst in den Osterferien wird weitergebaut. Aber ein wenig Geduld brauchen die Anwohner noch, und auch die Autofahrer. Denn in der Woche nach Ostern wird es erneut Sperrungen geben.

W er in diesen Tagen von der Berenger Straße her kommt und in Richtung Rodheimer Straße läuft, kann sehen, wo aktuell die Arbeiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Petterweil angekommen sind. Zwischen Berenger Straße und Friedhof schiebt ein Bagger Kies hin und her, glättet die Oberflächen. Derweil sind Arbeiter damit beschäftigt, neue Gehwegplatten zu verlegen. Selbst in den Osterferien ist die Firma Schütz also fleißig vor Ort, um die Alte Heerstraße und die Rodheimer Straße komplett zu sanieren.

Seit über einem Jahr laufen die Bauarbeiten nun schon, mancher Anwohner ist gewiss genervt. Und Autofahrerinnen und Autofahrer müssen seit Monaten eine weite Umleitung fahren, denn die Durchfahrt durch Petterweil ist voll gesperrt. Im März 2021 hatten die umfangreichen und stellenweise komplizierten Arbeiten begonnen. Das Gesamtprojekt von Hessen Mobil, Stadt und Oberhessischen Versorgungsbetrieben (Ovag) ist in vier Bauabschnitte unterteilt worden, damit die gesperrten Abschnitte nicht allzu lang ausfallen. Damit hat man in anderen Stadtteilen, in denen die Ortsdurchfahrten gesperrt worden waren, bereits gute Erfahrungen gemacht.

Auch in Groß- und Klein-Karben hatte es solch abschnittsweises Vorgehen gegeben. Es handelt sich wie etwa in Klein-Karben auch in Petterweil um ein Kooperationsprojekt: Hessen Mobil saniert die Fahrbahn der Landesstraße 3352, die Stadtwerke haben die Leitungen und Anschlüsse erneuert, und die Stadt sorgt für neue Gehwege und barrierefreie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Auf 650 Metern Länge sind Wasserleitungen verlegt worden, zudem sind Abwasserkanäle im Areal Martinskirchgasse und Sauerbornstraße ausgetauscht worden. Dabei sind gleich größer dimensionierte Rohre unter die Erde gebracht worden. Zudem hat es neue Stromkabel ebenso gegeben wie Leerrohre für Glasfaserkabel.

Abschnitte sind gesperrt worden

Die erste Bauphase ging vom Schlinkenweg bis zur Sauerbornstraße/Die Mauergärten. Der zweite Abschnitt dann von dort bis zur Martinskirchgasse. Im dritten Abschnitt wurde von der Martinskirchgasse bis zur Berenger-Straße gebaut und jetzt im vierten Abschnitt ist die Rodheimer Straße an der Reihe. Die jeweiligen Abschnitte sind voll gesperrt worden. Das war nötig, weil die Straße grundhaft erneuert worden ist. Grund ist: Der Unterbau der Fahrbahn ist bis zu 60 Zentimetern Tiefe ausgekoffert werden. Und wie das so geht, wenn man in die Tiefe muss, kann man auch manch Wertvolles entdecken. So stießen Arbeiter im Sommer vergangenen Jahres an der Kreuzung Alte Heerstraße/Am Dicken Turm/Alte Haingasse auf ein altes Mauerwerk.

Das sogenannte Obertor, ein turmartiges Gebäude, hat einstmals die ganze Breite der Hauptstraße überspannt. Das Obertor bildete sozusagen den südlichsten Punkt der mittelalterlichen Dorfbefestigung. Durch eine Mauer war es mit dem »Dicken Turm« und dem »Hohen Turm« verbunden. Die Bauarbeiten waren zeitweilig unterbrochen worden, zunächst katalogisierten Archäologen die Funde, ehe es weitergehen durfte. Da es keine Beeinträchtigungen etwa durch einen frostigen Winter gegeben hat, sind die Arbeiten durchaus im Zeitplan.

Wie nun der neue Pressesprecher der Stadt, Dominik Rinkart, auf Anfrage mitgeteilt hat, gehen die Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Petterweil in die Schlussphase. In der Woche nach Ostern fänden Asphaltarbeiten zwischen Sauerbornstraße und Ortsausgang nach Rodheim statt. Ab dem heutigen Dienstag, 19. April, werde die erste Schicht aufgetragen und bis Freitag, 22. April, sollen auch die Arbeiten an der abschließenden Deckschicht beendet sein. »Die Fahrbahnsanierung ist damit abgeschlossen und es folgen dann nur noch die Markierungsarbeiten«, teilt Rinkart weiter mit.

Arbeiten an Gehwegen

Im Kreuzungsbereich Sauerbornstraße/Alte Heerstraße werde zudem der frische Asphalt am Mittwoch, 20., und Donnerstag, 21. April, aufgetragen. Die Kreuzung muss dafür an beiden Tagen voll gesperrt werden. In den Wochen bis Mitte Mai folgen dann die abschließenden Arbeiten an den Gehwegen sowie die restlichen Arbeiten an den Bushaltestellen.

Die Gehwegsanierung findet laut Angaben der Stadt nicht mehr unter Vollsperrung statt, sondern lediglich unter halbseitiger Sperrung. Das sind gute Nachrichten aus dem Rathaus: Denn ab der zweiten Maihälfte präsentieren sich Straße, Gehwege und Haltestellen runderneuert, und sowohl die Autos als auch die Linienbusse haben dann wieder freie Fahrt.

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Die Gehwege in der Rodheimer Straße sind im Bau. © Holger Pegelow

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