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Eltern und Kinder feiern am Jukuz

Karben (jwn). Information, vor allem aber Spaß stand im Mittelpunkt des vierstündigen Familienfestes, das am Sonntag unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" auf dem Jukuz-Areal gefeiert wurde.

Weil aber so manche Eltern nach Ansicht ihrer Kinder dieses Motto offensichtlich nicht richtig verstanden hatten, gab es gelegentlich familiäre Streitereien – allerdings in durchaus verträglichem Maße. So tanzte eine Mutter auf dem Geschicklichkeitsparcours der Suchtberatung Wetterau, um möglicherweise ihrer Tochter zu zeigen, was Sucht für schlimme Folgen haben kann. Doch dieser Erziehungshinweis kam bei der Tochter nicht an. "Mama, wenn du jetzt nicht sofort Ernst machst, gehe ich nach Hause", schimpfte die siebenjährige Stefanie am Rande des Geschicklichkeitsspiels. Sie hatte den Parcours problemlos bewältigt.

Parcours bewältigen

Das Besondere beim Familienfest, das Jukuz-Mitarbeiterin Angelika Möller nahezu perfekt organisiert hatte, war die Familiade. An dem Wettbewerb konnten sich die Kinder mit jeweils einem Erwachsenen aus ihrer Familie beteiligen. Die Teams mussten den Parcours, der aus zehn Prüfungen bestand, bewältigen. Die Prüfungsstationen wurden von zehn der insgesamt 20 in diesem Jahr am Familienfest teilnehmenden Vereine und Organisationen aufgebaut und betreut.

"Die Vereine haben ein doppeltes Interesse an der Teilnahme. Zum einen können sie auf diese Weise informieren, zum anderen können sie gezielt Mitglieder werben", erklärte Schulsozialarbeiterin Anette Kehrbaum, ebenfalls Mitarbeiterin des Fachbereichs Kinder und Jugendarbeit, den wiederum guten Zuspruch.

Mit von der Partie waren die Pfadfinder, das Mütterzentrum, die Musikschule, die Turngemeinde Groß-Karben, das Montessori Kinderhaus, der Waldkindergarten, das Diakonische Werk, der Arbeitskreis Sucht und Pro Familia, um nur einige zu nennen.

Mitgebracht hatten sie zum Teil ausgefallene Spiele. Zum Beispiel Judo für die Kleinsten, das eher an Nachlaufen erinnerte. Oder einen Geschicklichkeitswettlauf mit einer Bahre, auf der eine Puppe lag. Um Geschwindigkeit ging es auch beim Schubkarrenrennen. Gar nicht so einfach für die Kinder war auch das Kegeln mit Gummikegeln und einem Luftballon. Darüber hinaus kam aber auch die Unterhaltung nicht zu kurz. So zeigten die Hackis der Musikschule genauso ihr Können wie das Jugendorchester der Stadtkapelle unter Leitung des erst 24-jährigen Marvin Ulrich sowie die Kindertanzgruppe des KSV Klein-Karben.

Das Familienfest wurde im Jahr 2002 erstmalig aus Anlass des Weltkindertages gefeiert. Ursprünglich sollte es ein einmaliges Ereignis sein, doch weil der Erfolg bei der Premiere so überwältigend war, wurde daraus eine festes und vor allem jährlich organisiertes Event. Das Jukuz, die Vereine und Geschäfte verstehen sich dabei bildlich als "soziales Netz, das gespannt wird und durch das keiner fällt", meinte Anette Kehrbaum abschließend. Und damit es am Ende des Wettbewerbs auch keine langen Gesichter bei den Kleinen gab, erhielt bei der großen Tombola jeder einen Preis. "Die Geschäftsleute hatten auch in diesem Jahr wieder ein gutes Herz und eine große Hand für unser Familienfest", sagte Kehrbaum, bevor sie ihr Mikrofon zur nächsten Ansage hochhob.

Wer nach der Familiade das Familienfest einfach nur so noch etwas genießen wollte, für den gab es außer herzhaftem Essen und Getränken natürlich auch Kaffee und Kuchen.

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