Einstimmig für Kitas ohne Gebühren

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
    schließen

Karben (pe). Sowohl der Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur als auch die Stadtverordnetenversammlung haben einstimmig einen Prüfantrag der CDU-Fraktion verabschiedet, in dem eine Gebührenfreiheit für die 7. und 8. Stunde in Kindertagesstätten gefordert wird. Bis zu den Haushaltsberatungen Ende des Jahres soll der Magistrat für den Zeitraum ab 1.

August 2022 ein Gebührenmodell für den Ü3-Bereich einschließlich der finanziellen Auswirkungen darstellen.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen hatte die Stadt bereits die Kita-Gebühren für ab Dreijährige weitgehend abgeschafft. Die ersten sechs Stunden sind entgeltfrei. »Wir planen nun ab dem Kita-Jahr 2022/2023, auch die 7. und 8. Betreuungsstunde gebührenfrei zu stellen«, sagte CDU-Stadtverordneter Dr. Christoph Partes. Elternbeiträge fielen dann nur noch im Bereich der Kleinkindbetreuung an, die *ersonalintensiv sei und für deren Gebührenfreistellung aktuell keine Landesförderung existiere. Außerdem verblieben noch Gebühren im Ü3-Bereich für Betreuungszeiten über die acht Stunden hinaus. »Für diese Zeiten sollte eine unbürokratische, einkommensunabhängige Gebühr erhoben werden, die sich am Eigenanteil von 20 Prozent der in dieser Zeit anfallenden Betreuungskosten orientiert«, so Partes weiter.

Im Ergebnis würde ein Großteil der Eltern gebührenfrei gestellt. »Das ist ein weiterer Beitrag zur Familienstadt Karben und zur Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf«, meinte Partes, selbst junger Familienvater, der weiter ausführte: »Gleichzeitig würden Verwaltungsaufwände reduziert, wie aus einer CDU-Anfrage aus der letzten Stadtverordnetensitzung hervorgeht. Da Belegungen über acht Stunden hinaus zumeist von voll berufstätigen Eltern in Anspruch genommen werden und auch diese für den Großteil der Betreuungszeit gebührenfrei gestellt würden, halten wir einen pauschalen Elternbeitrag für die verbleibenden Randzeiten für sozial gerecht. So wie Schulbildung in Deutschland eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und damit gebührenfrei ist, kann man das auch für die Förderung und Entwicklung der Kinder im Kita-Alter so sehen. Mit Blick auf die aktuellen Quartalszahlen der städtischen Haushaltsführung spricht viel dafür, dass wir uns diese Entlastung für die Eltern leisten können.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare