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Moderner Unterricht: Lehrerin Anne Zengerling zeigt, wie der Computerraum auch für Erdkunde genutzt werden kann. FOTOS: NIKLAS MAG

Eine Schule, die viel zu bieten hat

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Für viele Eltern in Bad Vilbel, Karben und der übrigen Wetterau ist mit dem Jahreswechsel eine schwere Zeit angebrochen. Wenn das Kind die vierte Klasse geschafft hat, muss nach der weiterführenden Schule Ausschau gehalten werden. Die Kurt-Schumacher-Schule (KSS) in Karben hat am Samstag versucht, beim Tag der offenen Tür den Eltern die Entscheidung zu erleichtern.

I m Foyer herrscht dichtes Gedränge, denn hier versuchen die Verantwortlichen der Kurt-Schumacher-Schule möglichst übersichtlich darzustellen, was die KSS ausmacht. Musikinstrumente fallen ins Auge, auch die AGs und die Schulsozialarbeit werden gezeigt. "Deshalb machen wir diesen Tag der offenen Tür. Wir wollen unsere Schule präsentieren", sagt Simon Klaus, stellvertretender Schulleiter der Kurt-Schumacher-Schule. "Gerade wenn die Eltern unentschlossen sind, auf welche Schule ihr Kind nach der vierten Klasse gehen kann, wollen wir unsere Vorzüge zeigen."

Die KSS sei als einzige kooperative Gesamtschule im Umkreis besonders, das gebe es nicht so oft und ziehe deshalb die Aufmerksamkeit vieler Eltern auf sich, ist sich Claus sicher. "Alle drei Schulzweige sind bei uns unter einem Dach. Das Kind kann also jederzeit auf einen anderen wechseln." Ihm sei wichtig, beim Tag der offenen Tür alles darzustellen, was die Schule neben dem normalen Unterricht noch ausmacht.

Für Nachmittag gut aufgestellt

"Wichtig ist bei uns vor allem der musikalische Schwerpunkt. Wir sind allerdings auch bei den Nachmittagsangeboten gut aufgestellt, zum Beispiel mit der Robotik-AG." Zum neuen Schuljahr werde unter anderem Spanisch als Wahlpflichtfach eingeführt, verrät Claus. Doch den zahlreichen Eltern, die die KSS an diesem Vormittag besuchen, muss der Stellvertretende Schulleiter meist erst einmal andere Fragen beantworten: "Viele Eltern fragen grundsätzlich nach den Ressourcen, also ob es überhaupt genug Plätze gibt. Das beschäftigt die Eltern sehr", weiß Simon Claus. "Wir würden gerne alle Schüler nehmen." Allerdings haben Kinder aus Karben Vorrang.

Knapp 200 Schüler hat die KSS mit Beginn dieses Schuljahres aufgenommen - ein Rekordjahr. Claus erklärt, dass das im kommenden Jahr nicht anders sein werde. "Die Region wächst und wächst. Deshalb haben wir knapp 1400 Schüler auf der Schule." Überall im Foyer der KSS stehen die Eltern mit Lehrern zusammen. Es wird fleißig diskutiert und informiert. Johanna Born hat in diesem Moment kurz Pause, doch an ihrem Stand, den sie gemeinsam mit den Schülern Malte (11) und Annika (13) betreut, war kurz zuvor einiges los: "Wir informieren über die Bläser- und Chorklassen und die Streicher-AG", beschreibt sie. Der Tisch vor ihr ist mit Instrumenten belegt.. "Die Eltern fragen uns, wie das mit den Musikklassen funktioniert oder auch ganz gezielt, ob es für das Kind die Möglichkeit gibt, Gitarre zu lernen. Der musikalische Schwerpunkt der Schule ist bekannt, die Eltern stellen sehr gezielte Fragen", berichtet sie.

Führung durch das Schulgelände

Diese Chance nutzt auch eine junge Familie aus Bruchenbrücken. Sie haben sich einem der Schüler für eine Führung durch das Schulgelände angeschlossen. "Es ist das erste unserer Kinder, das nun auf eine weiterführende Schule geht. Da ist die Auswahl natürlich riesig, gerade, weil wir auf der anderen Seite von Bruchenbrücken die Friedberger Schulen zur Auswahl haben", schildert die junge Mutter. Ihr Mann ergänzt: "Wir schauen nach den allgemeinen Angeboten. Ob der musikalische Schwerpunkt das richtige ist, muss unser Sohn letztlich selbst entscheiden." Positiv aufgefallen ist der Familie neben unter anderem die Instandhaltung der Gebäude. Darauf achten sie ebenfalls, sagen sie. "Natürlich hängt es am Ende aber auch daran, auf welche Schule seine Freunde gehen", sagt die Mutter. So wollen sie sich noch weitere Schulen anschauen. So geht es vermutlich vielen Wetterauer Familien derzeit. Denn auf diese Weise haben die Familien zwar die Qual der Wahl, die Gefahr, dass die neue Schule aber zur Wahl der Qual wird, ist dank solcher Tage der offenen Tür deutlich geringer.

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